Projektförderung für Künstlerhaus

Das Künstlerhaus Lauenburg erhält 2017 Fördermittel des Landes für eine Ausstellung mit Werkgaben der Stipendiaten und den Aufbau einer Artothek. Das Vorhaben ist eines von 16 Förderprojekten, mit denen das Kulturministerium die Bildende Kunst und Kunst im öffentlichen Raum unterstützt.

Lauenburg/Kiel (ea) – Wie das Ministerium mitteilte, waren bis zum Bewerbungsschluss am 15. Januar 2017 insgesamt 24 Anträge von Einrichtungen und Einzelkünstlern eingegangen. Eine mit Dr. Anette Hüsch (Leiterin der Kunsthalle zu Kiel), Maren Kruse (Kulturredaktion Kieler Nachrichten), Prof. Dr. Klaus Gereon Beuckers (Kunsthistorisches Institut der CAU), Dipl.-Ing. Uwe Schüler (Präsident der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein) und Dr. Arne Zerbst (Präsident der Muthesius Kunsthochschule) besetzte Jury wählte nach ausgiebiger Beratung 16 Projekte – vorwiegend Ausstellungen und Installationen – mit einer Fördersumme von insgesamt 81.300 Euro aus.

Neben der Qualität der Arbeiten spielte bei der Entscheidung die Zugänglichkeit für ein kulturinteressiertes Publikum eine entscheidende Rolle. Mit der Projektförderung trage das Land „zur individuellen Künstlerförderung bei, ermöglicht die weitere Profilierung von Ausstellungsorten und schafft für kunstinteressierte Bürgerinnen und Bürger Angebote, sich mit zeitgenössischen Entwicklungen der bildenden Kunst auseinander zu setzen“, so das Kulturministerium.

Das Vorhaben des Künstlerhauses, den Werkgaben der Stipendiaten – inzwischen etwa 150 Arbeiten aus 30 Generationen – mehr Aufmerksamkeit zu schenken, ist ein Wunsch seit jeher und kann nun als Teil der Neuausrichtung des Künstlerhauses umgesetzt werden. Die neue Konzeption werden wir in Kürze ausführlicher vorstellen.

Die Sammlung mit Werken der zeitgenössischen bildenden Kunst, Literatur und Komposition/Musik ist entstanden und wächst beständig, weil alle Stipendiaten als Gegenleistung für ihr Residenzstipendium dem Künstlerhaus am Ende ihres Aufenthalts eine Werkgabe überlassen. Um diesen repräsentativen Fundus nicht nur zu haben, sondern auch zu zeigen, plant der Trägerverein nun eine spezielle Ausstellung und die digitale Darstellung der Arbeiten auf der Homepage des Künstlerhauses. In einer ersten Schau von Ende März bis Ende Mai 2017 werden ausgewählte Werke aus allen Sparten in den Räumen der Stipendiatenstätte präsentiert.  „Wir machen die wichtige Arbeit des Künstlerhauses wie auch seiner bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten auf diese Weise sichtbar. Durch die Laufzeit bis Ende Mai bietet die Schau auch der neuen Stipendiatengeneration, die Mitte Mai 2017 anreist, einen spannenden Einblick und Anknüpfungspunkt an Vorangegangenes“, sagt Kuratorin Marita Landgraf.

Verbunden mit der Einrichtung der Ausstellung, sollen alle Werkgaben systematisch katalogisiert und fotografiert werden mit dem Ziel, die Sammlung zu digitalisieren und eine Online-Artothek einzurichten. Landgraf: „Damit wird das Schaffen der Stipendiaten und des Künstlerhauses langfristig dokumentiert und ist für die Öffentlichkeit uneingeschränkt einsehbar.“ Die Finanzierung des Vorhabens ist durch die Förderung des Landes nun gesichert. Der Zuwendungsbescheid verheißt 4.100 Euro, wie Vereinsvorsitzende Ulrike Mechau-Krasemann bekannt gab.