Kraftvoll und tief bewegend

Szene aus dem bewegenden Kinofilm „Ich, Daniel Blake“, der am 8. April in Lauenburg gezeigt wird. / Foto: Elbkino Lauenburg

2016 gewann der Film „Ich, Daniel Blake“ von Ken Loach die Goldene Palme in Cannes. Am 8. April ist der kraftvolle und emotional tief bewegende Film im Lauenburger Elbkino zu sehen.

Szene aus dem bewegenden Kinofilm „Ich, Daniel Blake“, der am 8. April in Lauenburg gezeigt wird. / Foto: Elbkino Lauenburg

Lauenburg – Wie üblich beginnt die Vorführung in der Heinrich-Osterwold-Halle um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 6,- Euro, ermäßigt 4,- Euro. Der britische Altmeister Ken Loach klagt in seinem  hoch emotionalen Werk schonunglos den Verfall der Sozialsysteme und der Mitmenschlichkeit an. Nach fünfzig Jahren Filmschaffen hat der Regisseur noch einmal richtig zugelangt und das Leben der „kleinen Leute“ in den Mittelpunkt gezogen. „Wir wollten sagen, wie die Realität ist. Das bricht einem nicht nur das Herz, sondern macht einen auch unfassbar wütend“, sagte er selbst über seinen Film, in dem Dave Johns und Hayley Squires die Hauptrollen spielen.

Der Plot: Daniel Blake ist ein geradliniger Durchschnittsengländer, der seine Steuern zahlt und das Leben so nimmt, wie es kommt. Doch eines Tages macht ihm seine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung, und er ist auf staatliche Hilfe angewiesen. Auf dem Amt kreuzt sich sein Weg mit  der alleinerziehenden Mutter Katie und ihren beiden Kindern. Sie raufen sich zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen und erfahren neben den ständigen Seitenhieben der Behörden auch viel Solidarität – von ehemaligen Kollegen, von ehrenamtlichen Helfern der Tafel, sogar von Daniels schrägem Nachbar. Doch die bürokratischen Klippen des sogenannten Sozialstaates sind tückisch. Da wird Ohnmacht zur Wut – und so leicht geben Daniel und Katie ihre Träume und Hoffnungen nicht auf …