Klingt irgendwie … anders

„Triologue“ ist am 6. Mai erstmals zu Gast in Lauenburg. Die avantgardistischen Soundmixer aus Lübeck versprechen einen ungewöhnlichen musikalischen Diskurs.

Spitzenmäßig schräg: „Triologue sind (v. li.) Olaf Koep, Ninon Gloger und Johannes Huth. / Foto: Triologue

Lauenburg – Bernhard Sdun hat das Ensemble zum 74. Livekonzert des dacata Konzerte-Vereins eingeladen. Das Gastkonzert der drei Musiker im Dietrich-Bonhoeffer-Haus an der Dresdener Straße 15 beginnt um 19 Uhr. Im Vorprogramm stellt sich der junge Pianist Timon Rieckermann (16) vor. Der Eintritt kostet 12,- Euro, ermäßigt 6,- Euro. Menschen ohne hinreichendes Bargeld erhalten freien Eintritt. Platzreservierungen und Informationen laufen über Bernhard Sdun, Tel. 04139 / 69 59 43 oder Mail dacapotalento@gmail.com.

Jazz-Baltica, Créole-Weltmusikwettbewerb, Rock- und Popmusik-Preis, Jazznachwuchspreis: „Triologue“ hat in den vergangenen Jahren wichtige Stationen durchlaufen und dabei eine eigene musikalische Handschrift entwickelt, die Sdun wie folgt beschreibt: „Dramaturgisch vollendet drehen die drei Stiljongleure an der kompositorischen Spannungsschraube und produzieren so faszinierende Klanglandschaften. Eine vielseitige und spannende Mischung aus groovigen Improvisationen, virtuos-solistischen Einlagen, aus der Weltmusik entlehntem Instrumentarium und verrückt-schrägen Klängen der Avantgarde sind musikalische Markenzeichen von Triologue. Die so entwickelte musikalische Bandbreite macht nicht nur neugierig, sondern auch viel Spaß!“

2006 haben Olaf Koep und Ninon Gloger das Ensemble mit Alexander Carot gegründet. Für ihn rückte 2012 Johannes Huth als neuer Mann am Bass ins Team. Alle drei haben eine klassische Ausbildung, fanden jedoch früh Freude an der Neuen Musik. „Triologue“ hat sich bei zahlreichen Wettbewerben und Festivals profiliert, gewann 2007 in der Kategorie Beste Avantgarde-Band den Deutschen Rock- und Popmusik-Preis – im Lauenburgischen kennen Freunde Neuer Musik das Trio vom Avantgarde-Festival in Schiphorst.

Timon Rieckermann zeigt, was er am Flügel kann. / Foto: Rieckermann

Schlagwerker Olaf Koep spielte früher im Landesjugendorchester Schleswig-Holstein sowie in diversen Rock- und Jazzformationen. Der regelmäßig an diversen norddeutschen Theatern engagierte Orchestermusiker hat sich nebenbei auf außereuropäische Schlaginstrumente spezialisiert. Ninon Gloger neben ihrem Engagement für die Neue Musik solistisch und als Kammermusikpartnerin tätig und hat schon etliche Auszeichnungen eingeheimst. Johannes Huth am Kontrabass hat unter anderem schon mit Tukur und Horwitz gearbeitet, unterrichtet am Hamburger Konservatorium und hat ein eigenes Trio. Ihre Vielseitigkeit führen die drei Musiker im „Triologue“ (www.triologue.de) ohne jegliches Schubladendenken zusammen, technisch brillant und abenteuerlustig.

Dass Timon Rieckermann das Vorprogramm gestaltet, kommt nicht von ungefähr: Er ist Schüler von Ninon Gloger. Der junge Musiker, der unter anderem auch Cello spielt, selbst komponiert und auf ein Musikstudium vorbereitet, plant dem Publikum in Lauenburg fünf Stücke zu präsentieren – von der Mondscheinsonate bis zum Titanic-Theme.