Keine Angst vor starken Farben

Bis 26. Juni lässt die Malerin Petra Laux-Kruschinski mit ihren Bildern die Treppenhausgalerie der Geesthachter Stadtbücherei leuchten.

Geesthacht – Um Farbe, Zufall und Figur geht es in der Ausstellung, um die Entdeckung von Strukturen und Texturen. Die in Albsfelde lebende studierte Kunst- und Sozialpädagogin hat bis 2012 am Hamburger Lohmühlen-Gymnasium unterrichtet. In Ratzeburg, Lübeck und Hamburg hat sie ihre Arbeiten schon gezeigt, seit 2012 beteiligt sie sich regelmäßig an der großen Gemeinschaftsaktion „Dörfer zeigen Kunst“ im Amt Lauenburgische Seen. Die Geesthachter Ausstellung wurde am 2. Mai eröffnet und ist montags und freitags von 10 bis16 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Petra Laux-Kruschinski arbeitet mit kraftvollen Farben und Strukturen. / Bild: Laux-Kruschinski

Die 1947 in Wedel geborene Künstlerin hat sich schon in ihrem Pädagogikstudium in Kassel mit der bildenden Kunst beschäftigt. Vor rund 35 Jahren begann sie zudem damit, grafische Entwürfe für Goldschmiedearbeiten zu fertigen. Nach einer längeren Pause und durch neue räumliche Möglichkeiten nahm Petra Laux-Kruschinski die Malerei wieder auf und frischte ihre Kenntnisse über Workshops auf.

Sie selbst erklärt, was sie tut, so: „Ich gehe in den zufälligen wie auch gelenkten Farbspuren, Strukturen und Texturen auf Entdeckungsreise. Durch Collagieren und Decollagieren (Abreißen) von Papieren, dreidimensionale Versatzstücke, durch Drucken, wiederholtes Übermalen und Schichten mit Acryl und Tempera sowie zeichnerische Präzisierung schälen sich mehr oder minder gegenständliche Anmutungen heraus.“ Die Ergebnisse können durchaus surreal oder abstrus wirken. Bildertitel sind für sie ein ergänzendes Spiel mit Assoziationen, die auch Widerspruch provozieren könnten – kein Deutungshinweis.

Laux-Kruschinski arbeitet gern auch mit verschiedenen Druckverfahren, insbesondere der Radierung. Obwohl diese Technik im Gegensatz zu ihrer Malerei ein planerischeres und gezielteres Vorgehen erfordert, sieht sie darin vor allem das „dennoch vorhandene, große und sehr reizvolle Potential an experimentellen Möglichkeiten mit offenem Ausgang“. Weniger experimentell sind ihre Arbtein mit Metall beim Goldschmieden. Da setzt sie entweder ihre zeichnerischen Entwürfe in  Ohrringe, Ketten, Ringe, Broschen aus Silber, Gold, Acryl u.a. um oder sie entwickelt aus Fundstücken eine Gestaltungsidee.