Entdeckungen am Wasser

Die 4. „Tage der Industriekultur am Wasser“ in der Metropolregion stehen bevor: Am 17. und 18. Juni laden mehr als 130 Denkmale an 68 Orten zur Entdeckung ein – auch in Geesthacht, Lauenburg und Siebeneichen ist was los.

Geesthacht / Lauenburg – Das große Kulturprojekt der Metropolregion steigt alle zwei Jahre. 2015 zogen die Führungen und Vorführungen, Besichtigungen und Aktivitäten rund um die historische Technik und Arbeitswelt rund 18.000 Besucher an. Auch diesmal können sich sowohl Familien als auch Technikfans von Hafenanlagen, Schleusen und Schiffen, Leucht- und Wassertürmen, Brücken und Mühlen, Fabriken und Kraftwerken faszinieren lassen.

Von Bremerhaven im Westen bis zur Mecklenburgischen Seenplatte im Osten, von Kiel im Norden bis Grethem im Süden reicht das Revier diesmal. 350 Aktionen insgesamt sind geplant. Das komplette Programm sollte jetzt bei den Teilnehmern und Tourismusinformationen ausliegen. Es steht auch auf der Website www.tagederindustriekultur.de. Für Anfang Juni ist ein Katalog mit Informationen über die teilnehmenden Denkmale angekündigt.

Der alte Krümmeler Wasserturm gehört zu den typischen Industriedenkmalen in Geesthacht. / Foto: Jochen Meder

Geesthacht: Dampfeisbrecher, Nobel und Oldtimerfahrt

In der Region laden vor allem Geesthacht und Lauenburg zur Besichtigung ihrer industriellen Denkmale ein. So fährt der mehr als hundert Jahre alte Dampfeisbrecher »Elbe« am 18. Juni zweimal zwischen Geesthacht und Lauenburg, die Eisbrecherflotte Geesthacht ist am 17. Juni am Bauhof an der Wärderstraße 5 zu besichtigen. Die beliebte Exkursion mit dem Oldtimerbus zur Industriekultur damals und heute wird vom GeesthachtMuseum (Bergedorfer Straße 28) am 18. Juni angeboten. Alle für die Stadt wichtigen Stationen der Industriekultur werden angefahren, zwischendurch gibt es Kaffee und Kuchen. Anmeldungen nimmt die Tourist-Information unter Tel. (04152) 83 62 58 an. Ein historischer Spaziergang am 18. Juni folgt den Spuren Alfred Nobels, der in Geesthacht die erste Dynamitfabrik der Welt gründete. Gleich in der Nähe, im Pumpspeicherkraftwerk Geesthacht – dem einzigen Pumpspeicherkraftwerk in Norddeutschland – werden ebenfalls Führungen angeboten.

Das Wasser- und Dieselmotorenkraftwerk neben der Palmschleuse in Lauenburg bietet Führungen an. / Foto: Akki Moto

Lauenburg: Rund um die Elbeschifffahrt

In Lauenburg bietet der Raddampfer „Kaiser Wilhelm“, einer der letzten noch fahrenden kohlebefeuerten Schaufelraddampfer in Deutschland, Rundfahrten auf der Elbe an. Wer erfahren möchte, wie Schiffe gebaut werden, nimmt an einer der beliebten Führungen durch die Hitzler-Werft teil, schaut sich die Ausstellung zum Schiffbau in der Werft an oder besucht das Elbschifffahrtsmuseum in der Elbstraße. Im Gewölbekeller des Museums befindet sich die „Schatzkammer der Schiffsantriebe“, eine deutschlandweit einmalige Sammlung von Dampfmaschinen und Dieselmotoren unterschiedlichster Bauarten. Unter fachkundiger Führung werden die Maschinen in Betrieb genommen. Das Wasser- und Dieselmotorenkraftwerk zählt zu den eher unbekannten Attraktionen in Lauenburg. Es besticht durch seine Industrieästhetik und durch die fachkundigen Führungen. Gleich nebenan befindet sich die Palmschleuse – die älteste Kammerschleuse Europas. Auch die Fähre Siebeneichen ist in diesem Jahr wieder mit dabei.