Meisterwerk von Jarmusch

Adam Driver spielt „Paterson“, den dichtenden Busfahrer / Foto: Elbkino Lauenburg

Am 10. Juni zeigt das Elbkino in Lauenburg „Paterson“ von Jim Jarmusch. Das Porträt des dichtenden Busfahrers gilt als meisterliches Alterswerk des amerikanischen Kultregisseurs.

Lauenburg – „Paterson“ erzählt die Geschichte des Busfahrers Paterson, der genauso heißt wie der Ort, in dem er lebt. Die Kleinstadt in New Jersey und ihre eigentümlichen Bewohner sind die Inspiration für seine Gedichte, die er Tag für Tag in der Mittagspause auf der Parkbank verfasst. Die Welt seiner Frau Laura dagegen ist im ständigen Wandel. Fast täglich hat sie neue Träume, jeder einzelne von ihnen ein anderes, inspirierendes Projekt. Paterson liebt Laura und sie ihn. Er unterstützt ihre neugefundenen Ambitionen und sie bewundert seine Gabe für Poesie. Die Vorstellung des Elbkinos in der Heinrich-Osterwold-Halle beginnt um 20 Uhr, der Eintritt kostet 6,- Euro, ermäßigt 4,- Euro.

Adam Driver spielt „Paterson“, den dichtenden Busfahrer / Foto: Elbkino Lauenburg

Jim Jarmuschs amerikanische Utopie wird als Meister- und Alterswerk gewertet. Mit seinem Porträt des dichtenden Busfahrers Paterson feiert er den privaten und sozialen Frieden und den Künstler in jedem Menschen. Vorbild und Idol des Busfahrers Paterson im Film ist der amerikanische Lyriker und Prosa-Autor William Carlos Williams (1883 – 1963), dessen bekanntester Gedichtband „Paterson“ die gleichnamige Industriestadt in New Jersey zu einem der literarisch denkwürdigsten Orte Amerikas erhob.

Jarmusch (Dead Man, Broken Flowers, Only Lovers left alive) zeichnet in seinem neuen Film mit viel Liebe zum Detail und gewohnt lakonischem Humor seine skurrilen Figuren, allen voran den Feingeist Paterson, den Shootingstar Adam Driver (Star Wars: Das Erwachen der Macht) verkörpert. Durch maximalen Minimalismus gelinge dem Regisseur buchstäblich „ein Gedicht von einem Film“, so die Kritik.