„Erinnern und vergessen“

„Erinnern und Vergessen“ heißt die neue Ausstellung der Kunstgruppe des Senioren-Wohnsitzes Ratzeburg (SWR) – passend zum gleichnamigen SWR-Jahresmotto. Unter der Leitung von Ebba Sakel haben sieben Teilnehmer – vier davon Bewohner aus dem SWR – das Thema ganz unterschiedlich interpretiert und künstlerisch umgesetzt.

Zu sehen sind im SWR-Foyer rund 80 Arbeiten in Acryl, Aquarell, Pastellkreide sowie anderen Techniken. Mehrere Teilnehmer der Kunstgruppe waren bei der Ausstellungseröffnung anwesend. Das Thema „Erinnern und Vergessen“ möchte die Kunstgruppe im weitesten Sinne verstanden wissen oder auch ganz konkret als Erinnern oder Vergessen. Das können Landschaften sein, die jemand einst erkundete oder die früher Heimat waren, aber auch Menschen, Tiere und Pflanzen, die es jetzt nicht mehr gibt. Die Frage „Vergessen – Verlassen?“ kann sich auch auf Häuser und verlassene Gebäude beziehen wie bei Ulla Rathjens alten Bauernhäusern oder bei Barthold Dunkers Ruinen und Überbleibseln, seinen „grauen Relikten“. Von Rosemarie Franken sind originelle Federstrich- und Tusche-Bilder mit Gebäuden am Meer und am Fluss zu sehen, Eva Thoma zeigt abstrakte Kompositionen in Aquarell und Gerda Henning hat sich auf Pastelle von Landschaften und Tieren konzentriert, während Traute Dohse und Monika Zweininger verschiedene Motive und Techniken wählten.

Die Kunstgruppe trifft sich regelmäßig und es findet ein steter Austausch von Anregungen und Erfahrungen statt. Ebba Sakel steht den Teilnehmern unterstützend zur Seite und vermittelt in Theorie und Praxis alles von künstlerischen Techniken über Bildaufbau, Perspektive und Proportion bis hin zu Einführungen in die Kunstgeschichte.

Die neue Ausstellung der Kunstgruppe ist noch bis zum 2. August täglich im Foyer des Senioren-Wohnsitzes Ratzeburg, Schmilauer Straße 108, zu sehen. Der Eintritt ist frei.