Kinder an die Macht

Lukas Lewandowski - ehrenamtlicher Teamer beim Kreisjugendring – zeigt Besuchern die Ausstellung. Foto: Berlinke

„Kinder an die Macht“ – 1986 trat Rockstar Herbert Grönemeyer mit dieser Forderung an die Öffentlichkeit heran. Sie verhallte zunächst ohne Echo. Es brauchte 13 lange Jahre, bis sich daran etwas änderte. Dann aber geschah das Ungeheuerliche: 300 Jungen und Mädchen nahmen sich ein Herz und gründeten Tillhausen. Im Juli 1999 waren sie tatsächlich an der Macht. Eine Ausstellung im Möllner Stadthauptmannshof erinnert an dieses und weitere Kapitel der Stadtgeschichte.

In Tillhausen, das auf dem Gelände des Möllner Luisenbades liegt, beweisen die Kinder alle zwei Jahre, dass sie mindestens genauso schlau sind wie die Erwachsenen – oder vielleicht noch ein ganzes Stück schlauer. Im Stadt-Spiel widmen sie sich allen möglichen Projekten, Jobs und Problemen, die das Zusammenleben vieler Menschen ausmachen. Es gibt ein Arbeitsamt, eine Stadtversammlung, Werkstätten, Unternehmen, Geld und vieles mehr.

Die Ausstellung dokumentiert auf großen Stellwänden die Geschichte.  Aus Fotos, Urkunden, Plakaten, Zeitungsartikeln und Info-Tafeln können sich die Besucher ein Bild  machen. Meilensteine Tillhausens waren unter anderem die Entwicklung einer eigenen Flagge 1999, die Besiegelung der Partnerschaft mit Mölln am 23. Juli 2007 sowie die Verleihung des Stadtrechtes durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein am 11. Juli 2011.

Interessierte können die Ausstellung werktags bis zum 4. August jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie am Sonnabend, 29. Juli, und Sonntag, 30. Juli, zwischen 14 und 18 Uhr besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Lukas Lewandowski – ehrenamtlicher Teamer beim Kreisjugendring – zeigt Besuchern die Ausstellung. Foto: Berlinke