Die Wende und der Wandel

Zurück in die Zeit der Wiedervereinigung geht es in der Ausstellung „Aufbruch-Umbruch-Ankunft. Aufnahmen aus dem Umbau der ostdeutschen Gesellschaft“, die am Donnerstag, 3. August, um 19 Uhr im Grenzhus Schlagsdorf eröffnet wird. Die Bilder des Fotografen Sönke Dwenger gewähren Einblicke in das Alltagsleben der Menschen nach der Wende. Der Eintritt ist frei.

Mit der Entscheidung für einen schnellen Weg in die deutsche Einheit prallten zwei Welten aufeinander, der reiche Westen und der arme Osten. Die Spannungen zwischen der Hoffnung nach materieller Besserstellung und der harten marktwirtschaftlichen Realität finden in den Fotos des gebürtigen Dithmarschers einen Ausdruck. Die Aufnahmen erzählen Geschichten, rufen bei den Betrachtern eigene Erinnerungen und Emotionen wach und spitzen zuweilen mit einem ironischen Blick zu.

Die Ausstellung nimmt den Besucher auf eine lange Reise mit. Einige Aufnahmen stammen aus der Zeit vor dem Mauerfall, einige aus der Zeit der Grenzöffnung. Auf die Momente der Freude und der Euphorie folgen die Bilder, die den gesellschaftlichen Wandel dokumentieren.

Dwenger ist freiberuflicher Fotograf. 1999 verlieh ihm die Stadt Lübeck anlässlich ihres Fotowettbewerbs zum zehnten Jahrestag des Mauerfalls den 1. Preis. Dem Thema Wiedervereinigung widmete er sich bereits in der Ausstellung „Sönke Dwenger. 26 Jahre Deutsche Einheit. Fotografie“, die in Prag 2016 und Brunsbüttel 2015 zu sehen war.

Zur Fotoschau erscheint ein Katalog, der neben den ausgestellten Bildern auch Texte zum Thema enthält. Die Ausstellung ist Auftakt einer Reihe, in der Künstler im Grenzhus Arbeiten präsentieren, die sich mit DDR-Geschichte, deutscher Teilung und aktuellen Herausforderungen im Umgang mit der deutschen Geschichte auseinandersetzen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. Oktober zu sehen.