Lauenburgs Burgen

Von manchen Burgen haben nur die Fundamente überdauert. Foto: Burg Linau/IG Burg Linau e.V.

Wie ist es um die Denkmalpflege für die Burgen im Kreis Herzogtum Lauenburg bestellt? Wie steht es um die Erforschung der mittelalterlichen Bauwerke? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich am Sonnabend, 16. September, ab 9 Uhr ein Seminar im Möllner Stadthauptmannshof. Historiker und Archäologen nähern sich dem Thema von verschiedenen Seiten. Leiter der Veranstaltung sind Prof. Dr. Oliver Auge (Kiel) und Prof. Dr. Joachim Reichstein (Schleswig) – beide Tutoren der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur der Stiftung.

Der Kreis Herzogtum Lauenburg verfügt über eine ganze Reihe ehemaliger Burgen, die dem ortsansässigen Adel im Mittelalter als Wohnsitz und militärischer Rückzugsort dienten. Die Burgen und die auf ihnen lebenden Menschen haben der Geschichte des Herzogtums einen charakteristischen Stempel aufgedrückt. Umso erstaunlicher ist es, dass diese Bauwerke heute – mit wenigen Ausnahmen wie der Burg Linau – aus der öffentlichen Wahrnehmung nahezu ganz verschwunden sind. Dies stellt die Forschung und die Denkmalpflege vor große Herausforderungen für die Zukunft.

Fachkundige Wissenschaftler präsentieren unter dem Titel „Mittelalterliche Burgen im Kreis Herzogtum Lauenburg zwischen historischer Forschung, Archäologie und Denkmalpflege – Stand und Perspektiven“ in kurzen, anschaulich bebilderten Vorträgen den Wissensstand und die mit der Burgenforschung verbundenen Perspektiven in wissenschaftlicher und touristischer Hinsicht. Am Nachmittag unternimmt Prof. Dr. Reichstein mit den Teilnehmern eine Exkursion zu drei bis vier ausgewählten Burgstellen.

Veranstalter des Seminars sind die Stiftung Herzogtum Lauenburg und die Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Anmeldungen werden bis zum 25. August unter Tel. 04542-87000 oder per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de entgegengenommen.

Von manchen Burgen haben nur die Fundamente überdauert. Foto: Burg Linau/IG Burg Linau e.V.