Pflaumentag mit Schlottmann

Ran an die Früchte heißt es am Sonnabend, 26. August, in Ratzeburg, wenn Peter Schlottmann zum Pflaumentag auf der Streuobstwiese lädt. Der zweistündige Rundgang beginnt um 14.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.

Nach kurzer Begrüßung und Einführung werden einzelne Sorten vorgestellt und ihre Übertragung auf Hausgärten erläutert. Die Zuwegung zur Streuobstwiese erfolgt über den Hoffberg in der Gemeinde Einhaus.

Die Stiftung Herzogtum Lauenburg verfügt mit der Streuobstwiese – dem Genpark „Pomarium Raceburgense“ – über ein Reservat und einen Redder für naturschützerische, pädagogische und taxonomische Forschungsarbeiten. Das Bearbeitungsgebiet umfasst inzwischen ganz Europa.

Der Begriff „Pflaume“ wird heute weiter gefasst, als es volkstümlich üblich ist. In diesem Sinne gehören neben Pflaumen und Zwetschen („de Plummen“) auch Schlehen („de Slön“) und Kirschpflaumen – im Volksmund „Mirabellen“ – dazu.

Die Anlagen enthalten mittlerweile 700 Pflaumengehölze. Darunter sind sehr seltene Sippen wie zum Beispiel die Kricke. Sie kommt im Lauenburgischen selten vor und muss dringend geschützt werden. Das gilt ebenso für die Kreete, die Wiechel, den Spilling und auch für die Kreeke, die neben anderen Sorten auch am Pflaumentag gratis abgegeben werden.

Darüber hinaus werden Kultursorten der Pflaumen und Zwetschen vorgestellt. Reife Früchte können auch schon von diesen Sorten gratis abgegeben werden. Ferner enthält die Anlage Neuzüchtungen der Universität Stuttgart-Hohenheim sowie aus Geisenheim, die gegen Pflaumenkrankheiten weitgehend oder ganz immun und infolge der geringen Baumgröße selbst für kleine Gärten besonders geeignet sind.

Daneben können Früchte von drei Apfelbäumen geerntet werden, die als „August-Äpfel“ schon hinreichend reif sind. Äpfel, die von den Bäumen gefallen sind, können für Apfelkuchen oder Apfelsaft verwendet werden. Es sollten also auch für Fallobst Behälter mitgebracht werden.