„Kleines Folksfest“ in der Altstadt

Skalinka spielt am Sonnabend, 2. August, auf dem Historischen Marktplatz. Foto: Privat

Das Pinhan Trio entführt seine Zuhörer nach Anatolien. Foto: Privat

„Miteinander leben“ feiert in diesen Tagen seinen 25. Geburtstag. Grund genug für den Verein, am kommenden Sonnabend, 2. September, im Rahmen des Möllner Altstadtfestes zu einem „kleinen Folksfest“ einzuladen. Will heißen: Auf dem Historischen Marktplatz der Eulenspiegel-Stadt schlägt die Zeit der Weltmusik.

„Allein im kleinen Kämmerlein den Geburtstag zu begehen, ist nicht die Sache des Vereins Miteinander leben“, sagt Jörg-Rüdiger Geschke, der das Programm mit auf die Beine gestellt hat. Der Vereinsname sei schließlich Programm. Es dränge ihn nach draußen unter die Leute – Brücken bauen zwischen den Kulturen in Zeiten, in denen nationale Egoismen wieder in Mode gekommen sind. „Wir wissen, wie Integrationsarbeit, Engagement für Demokratie und politische Bildung gehen“, betont Jörg-Rüdiger Geschke. Ein Mittel sei, fügt er hinzu, Menschen unterschiedlicher Herkunft in entspannter Weltmusik-Atmosphäre zusammenzubringen.

Weltmusik – dafür sind das Pinhan Trio, Percussionist Olaf Plotz, Peter Köhler, Jörg-Rüdiger Geschke, die Formation Skalinka und ein Überraschungsgast zuständig. Um 19 Uhr betritt zunächst das Pinhan Trio die Bühne auf dem Historischen Marktplatz. Malte Stueck, Benjamin Stueck und Nilgün Aksoy nehmen ihr Publikum mit auf eine Reise zu den anatolischen Musiktraditionen. Bağlama, Tanbur und die Rahmentrommel Bendir – gespielt von den Stuecks – geben den Ton an. Dazu gesellt sich die wunderbare Stimme Nilgün Aksoys.

Auf den Sound Anatoliens folgen die Trommeln des Olaf Plotz. Der Percussionist, der seit den 70er Jahren mit Bands verschiedenster Stilrichtungen auf der Bühne stand, hat jede Menge Rhythmusinstrumente im Gepäck. Das Pantam etwa – eine moderne Form der Steeldrum. Oder die Kalimba – eine Art Daumenklavier.

Mit Peter Köhlers Auftritt ändert sich der Klang erneut. Der Musiker hat sich dem Cello verschrieben, dem er die unterschiedlichsten Stilrichtungen entlocken kann.

Zum Abschluss des Konzertreigens drücken dann „Skalinka“ auf das Gaspedal. Die neunköpfige Formation spielt das, was sich neudeutsch „Fusion Ska“ nennt. Dahinter verbirgt sich ein Mix aus Balkan-Rhythmen, Reggae, Ska und Lation-Musik. Das, was dabei herauskommt, hat das Zeug das Publikum zum Tanzen und Hüpfen zu bringen.