Alles mit Jytte-Merle

Das kleine Theater Schillerstraße (kTS) freut sich auf einen Stargast: Am Sonnabend, 2. September, ist Jytte-Merle Böhrnsen alias Lotte aus dem Film „Einmal bitte alles“ vor Ort. Nach der Vorführung des Streifens steht sie im Foyer Rede und Antwort. „Der Film ist ein Muss für das kTS, denn Jytte-Merle ist eine waschechte Geesthachterin. Wir freuen uns sehr, dass sie uns besuchen kommt“, so Meike Peemöller vom kTS. Die Filmvorführung beginnt um 19.30 Uhr.

Bekannt wurde Jytte-Merle Böhrnsen bereits durch mehrere Kinofilme, so hat sie beispielsweise 2013 bei „Kokowääh 2″ mitgewirkt. In dem Film „Einmal bitte alles“ verkörpert sie Lotte, die beste Freundin und Mitbewohnerin von Isi (Luise Heyer). Diese ist 27 und ausgebildete Grafikerin mit Diplom, doch mit dem verantwortungsvollen Leben einer Erwachsenen will sie trotzdem noch nichts zu tun haben. Zwar haben all ihre Freunde und Bekannten langsam richtige Jobs und gründen Familien, doch Isi und Lotte konnten sich davor bislang erfolgreich drücken. Doch dann wird auch Lotte plötzlich vernünftig und verantwortungsvoll, sie findet einen Arbeitsplatz, hat einen festen Freund und wird schwanger, und Isi steht ganz allein da. Notgedrungen zieht sie in die heruntergekommene WG des Möchtegern-Musikers Klausi (Maximilian Schafroth) und des exzentrischen Medizinstudenten Daniel (Patrick Güldenberg). Isi wird langsam klar, dass auch sie ihr Leben auf die Reihe bekommen muss…

Regisseurin Helena Hufnagel hat mit ihrer bittersüßen Komödie „Einmal bitte alles“ ein Gefühlsporträt der Generation-Y geschaffen. Nach der Uraufführung im Wettbewerb des Filmfestival Max Ophüls Preis 2017 und mit zahlreichen Festival-Auszeichnungen für Film und Soundtrack in der Tasche läuft der Film nun in zahlreichen deutschen Kinos. Entstanden ist dabei eine zeitgeistige Komödie über eine Generation, die versucht sich nach einer bis Ultimo verlängerten Adoleszenz in die nächste Lebensphase zu kämpfen – möglichst ohne dabei ihre Träume zurücklassen zu müssen. Hufnagel erfindet für ihren Film über das Erwachsen werden mit Ende zwanzig einen neuen Genre-Begriff: Die „Coming-of-Age-Late“-Komödie.

Karten gibt es im kTS und online unter www.kts-geesthacht.de.