Schlottmanns Apfeltag

Schlechte Presse ist für den Apfel nichts Neues. Seit Adam und Eva muss die Frucht mit negativer PR zurechtkommen. Nach der Zeitrechnung der Bibel also seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte. In diesem Jahr ist es nicht Eva, die dem Apfel Schwierigkeiten macht, sondern das schlechte Wetter, das der Ernte zugesetzt hat.

Der Vorliebe für das Obst wird aber auch dies keinen Abbruch tun. Die Leute werden auch weiterhin kräftig zulangen – so wie am kommenden Sonnabend, 16. September, wenn auf der Streuobstwiese in Ratzeburg zwischen 14.30 und 16.30 Uhr der 15. Apfeltag auf dem Programm steht.

Peter Schlottmann stellt den Besuchern bei einem Rundgang die verschiedenen Apfelsorten vor. Lediglich 20 Prozent der üblichen Apfelernte steht den Besuchern 2017 zur Verfügung. Reiche Ernte gibt es beim Angler Borstorfer. Bei allen Früchten handelt es sich um alte, ungespritzte Sorten mit gutem Geschmack.

Bis 900 Obstbäume wachsen auf den Anlagen und dem Redder, darunter 56 verschiedene Apfelsorten. Auch Birnen, Kirschen und Quitten sowie Hunderte Gehölze von ganz alten bis sehr jungen Pflaumen-, Kirschpflaumen- und Schlehensippen sowie Pfirsich, Kornelkirsche, Deutsche Mispel, Esskastanie und Fliederbeere kann man kennen lernen. Auf der Bodenschicht des Kulturbiotops haben sich mehr als 80 Kräuter und Grasarten angesiedelt.

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de.

Foto: Egleder