Mali Blues

Der als gemeinnützig anerkannte Geesthachter Verein Partnerschaft Afrika leistet in Mali Hilfe zur Selbsthilfe. Fotos: Privat

Der Geesthachter Verein Partnerschaft Afrika zeigt in Zusammenarbeit mit dem kleinen Theater Schillerstraße (kTS) am Sonntag, 8. Oktober, den Dokumentarfilm „Mali Blues“. Er erzählt die Geschichten von vier Musikern, die Hass, Misstrauen und Gewalt in ihrem Land und eine radikale Auslegung des Islam nicht akzeptieren wollen. Weder in Mali, noch an einem anderen Ort auf der Welt. Regisseur Lutz Gregor drehte den Film 2016.

Mali wird oft als die Wiege des Jazz und Blues gesehen. Traditionelle Musik hält die Gesellschaft dort schon seit Jahrhunderten zusammen. Doch der Sound Malis ist in Gefahr. Radikale Islamisten führen im Norden des Landes die Scharia ein, verbieten Tanz und weltliche Musik, zerstören Instrumente und bedrohen die Musiker.

Im Anschluss an den Film wird auf der Bühne Livemusik aus West-Afrika erklingen. Es spielen „Samba Ndiaye and friends“. Sänger Samba Ndiaye aus dem Senegal ist in einer Griot Familie aufgewachsen und spielt seit Kindesbeinen „Kora“, eine westafrikanische Harfe. Er hat eine kräftige und wohlklingende Stimme und ein unverwechselbares Rhythmusgefühl.

Der als gemeinnützig anerkannte Geesthachter Verein Partnerschaft Afrika wurde vor 30 Jahren mit dem Ziel gegründet, nach dem Motto „global denken – lokal handeln“ Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Von Anfang an widmete sich der Verein Projekten, mit denen die Lebensverhältnisse in Mali verbessert werden soll. Schwerpunkte sind die Aufforstung, Garten- und Schulbau, Gesundheitsstationen, Kompetenzbildung in nachhaltigem Gartenbau, Gemeindeselbstverwaltung und regenerativer Energienutzung. Die Projekte werden von dem langjährigen malischen Partner ACDM (Action Chrétienne pour le Développement au Mali) mit den Dorfgemeinschaften entwickelt, bei Partnerschaft Afrika beantragt und dann vor Ort realisiert.

Die aktuelle Lage in Mali ist weiterhin so angespannt, so dass Reisen derzeit selbst für Vereinsmitglieder nicht möglich sind. Es zahlt sich jetzt aus, dass über Jahre ein verlässlicher Partner in Mali aufgebaut wurde und in seiner Entwicklung unterstützt wird. Die Tatsache, dass der Partner ACDM ausschließlich Malier beschäftigt, ermöglicht eine Realisierung der Projekte ohne signifikante Einschränkungen.

Karten gibt es online oder direkt im kTS. Reservierungen sind über die Tickethotline unter Tel. 0415-77979 möglich.