„Sie nannten ihn Spencer“

„Sie nannten ihn Spencer“ ist die Geschichte von Carlo Pedersoli. Foto: Privat

Ein Abend mit Action und coolen Sprüchen erwartet am Sonnabend, 14. Oktober, die Besucher des Elbkinos Lauenburg. Das Lichtspielhaus zeigt ab 20 Uhr die Dokumentation „Sie nannten ihn Spencer“.

Bud Spencer und Terence Hill haben mit ihren Filmen ein ganz neues Genre geschaffen: Regisseur Enzo Barboni und Produzent Italo Zingarelli ersetzten die blutigen Schießereien der Italowestern durch Buds Dampfhammer und witzige Sprüche. In Deutschland belegt „Vier Fäuste für ein Halleluja“ (1972) immer noch Platz 5 der All-Time-Kinocharts. Mehr als 15 Millionen Besucher lockte alleine dieser Film ins Kino und auch noch 40 Jahre nach ihrer Entstehung haben die Spencer/Hill-Filme einen festen Platz im TV-Programm internationaler Sendeanstalten. Bereits mehr vier Generationen von Fans kennen und lieben diese Filme und ihre Protagonisten.

Carlo Pedersoli war der Überzeugung, jeden Beruf ausgeübt zu haben außer Jockey und Balletttänzer. Er war Schriftsteller, elffacher italienischer Schwimmchampion, zweifacher Olympiateilnehmer, Wasserballeuropameister, Rechtswissenschaftler, Sänger, Komponist, Pilot, Flugunternehmer, Modedesigner, Fabrikant, Drehbuchautor, Produzent und nicht zuletzt Erfinder einer Art Einwegzahnbürste. Er beherrschte sechs Sprachen. Seinen Weltruhm jedoch verdankt Carlo Pedersoli knallharten Backpfeifen und schlagfertigen Sprüchen – als Schauspieler unter dem Pseudonym Bud Spencer. An der Seite von Terence Hill wurde ein Bösewicht nach dem anderen zur Schnecke gemacht, niemand ließ die Fäuste so fliegen wie Bud Spencer. Ihre Westernkomödien avancierten zu Kulthits und begeisterten ein Millionenpublikum.

„Sie nannten ihn Spencer“ ist ein berührendes Roadmovie über zwei Jungs wie Pech und Schwefel auf der Suche nach dem Menschen hinter der Kultfigur. Regisseur Karl-Martin Pold schuf ein faszinierendes Porträt eines Schwergewichts der Filmgeschichte, der die Herzen des Publikums im Sturm eroberte und weitaus mehr zu bieten hatte als die legendäre senkrechte Faust auf den Kopf des Schurken.

Regisseur Karl-Martin Pold beschäftigte sich im Rahmen seiner Diplomarbeit intensiv mit Bud Spencer sowie dessen Fangemeinde. Nun legt er mit „Sie nannten ihn Spencer“ sein Filmdebüt vor, den ersten Kinodokumentarfilm über den liebenswerten Kulthelden. Er zeigt nicht nur das vielfältige Leben des 2016 verstorbenen Carlo Pedersoli, sondern auch den globalen Fankult um sein Alter Ego Bud Spencer und um seine Filme.