Konzert gegen den Krieg

Ein Konzert gegen den Krieg und den Terror im Nahen Osten gibt am Sonnabend, 5. Mai, der palästinensische Pianist Aeham Ahmad in der Heinrich-Osterwold-Halle (Lauenburg). Mit von der Partie bei seinem Auftritt unter dem Motto „Welt Einklang“ sind der Improvisationsmusiker Benjamin Weidekamp sowie ein Projektchor mit Hortkindern der Weingartenschule. Konzertbeginn ist um 19 Uhr.

Pianist Aeham Ahmad kam im September 2015 aus Syrien nach Deutschland. Dort hatte er seit seiner Geburt gelebt. Eine gewisse Berühmtheit erlangte der Musiker durch ein Bild, das der Fotograf Niraz Saied am 21. April 2014 aufnahm und ins Netz stellte. Es zeigt den damals 27-Jährigen, wie er inmitten der Trümmer seines Wohnviertels Yarmuk in Damaskus Klavier spielt.

Dieses Bild verbreitete sich in den folgenden Wochen weltweit. Es wurde zu einem Fanal des zivilen Mutes und der Hoffnung der Menschen in Syrien. Es waren die Wochen, in denen die Menschen des palästinensischen Stadtteils Jarmuk unter Hunger litten. Zehntausende ergriffen damals die Flucht. 18.000 Bewohner des Viertels allerdings harrten aus, darunter viele Tausend Kinder und Alte. Die unheimliche Verlassenheit des ehemals lebhaften Stadtteils ließ die Idee aufkeimen, die Musik auf die Straße zu befördern. Auf einem Transportgefährt für schwere Lasten schoben die Jarmuk-Jungs und Kinder das Klavier von Aeham, zu den Stätten der ersten Bombeneinschläge in ihrem Viertel. Gemeinsam sangen die Menschen alte und neue Lieder.

Aeham komponierte in diesem Elend. Rund 160 Stücke entstanden bis zu seiner Flucht. Darüber hinaus hat er das Buch „Und die Vögel werden singen – Ich, der Pianist aus den Trümmern“, erschienen bei S.Fischer ISBN 978-3-10-397317-4, veröffentlicht.

Veranstalter des Konzertes ist der Verein da-capo-talento.