Fünf Auserwählte und ein neues Gesicht

Die Auserwählten des Jahres 2018 sind da – die fünf Stipendiaten des Künstlerhauses Lauenburg. Zum Start präsentieren sie Exponate ihrer Kunst in einer Gemeinschaftsausstellung. Offiziell eröffnet wird die Schau am kommenden Sonntag, 3. Juni. Da ist dann auch Christiane Opitz (Foto: Perkuhn), die seit Beginn des Monats Mai die sich im Mutterschutz befindende Marita Landgraf als künstlerische Leiterin der Einrichtung vertritt. Opitz, Kulturwissenschaftlerin und Autorin, führt in die Ausstellung ein. Grußworte kommen zudem von Ulrike Mechau-Krasemann vom Verein Künstlerhaus Lauenburg, Kreispräsident Meinhard Füllner, Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede sowie von Andrea Kühnast, die sich für das Land Schleswig-Holstein um die Bildende Kunst und Stipendien kümmert.

Die fünf Stipendiaten haben, die das Rennen unter insgesamt 187 Bewerbern gemacht haben, stellen sich im Rahmen der Ausstellungseröffnung der Öffentlichkeit vor. Für den Bereich bildende Kunst sind das Katarina Dubovská, Harald Popp und Peter Strickmann. Das Stipendium für Literatur vergab die Jury an Hanne Römer, für den Bereich der Komposition fiel die Wahl auf Elvira Garifzyanova.

Die Slowakin Katarina Dubovská hat im Frühjahr ihr Studium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst beendet. Ausgehend von der Fotografie wendet sich die 1989 geborene Künstlerin in ihren Arbeiten bildgebenden Verfahren zu. Dabei bedient sie sich häufig Methoden und Theorien aus dem naturwissenschaftlichen Kontext.

Auch Harald Popp nutzt für seine Kunst die Fotografie. Der 1974 in Illertissen geborene Künstler beleuchtet mit seinen Werken das Verhältnis von Schein und Wirklichkeit.

Peter Strickmann, geboren 1983 in Würselen, hat Philosophie und Sozialwissenschaften sowie Audiovisuelle Kunst und Bildhauerei studiert. Zu seinen Arbeiten gehören unter anderem eine Vielzahl von Brunnen und Wasserspielen. Strickmann hat ein hydromechanisches Instrument entwickelt, das er in Lauenburg weiterentwickeln möchte.

Hanne Römer überzeugte die Jury mit ihrer besonderen Sprache. Der Stil der 1967 geborenen Schriftstellerin kommt lyrisch verknappt und bildreich daher. Zudem experimentiert Römer gerne mit Sprache.

Ausdrucksvoll, abstrakt und fein gearbeitet – so beschreibt die Jury die Kompositionen von Elvira Garifzyanova. Die 1967 in Russland geborene Musikerin möchte das Stipendium für Komposition nutzen, um weitere Partituren zu erstellen.

Dass die Künstler jetzt die Möglichkeit haben, Projekte in die Tat umzusetzen, haben sie neben dem Künstlerhaus Lauenburg auch dem Land Schleswig-Holstein, dem Kreis Herzogtum Lauenburg sowie der Stadt Lauenburg zu verdanken. Sie leisten mit ihrer finanziellen Unterstützung einen wichtigen Beitrag für den Fortbestand der Stipendiatenstätte.

Die Gemeinschaftsausstellung im Künstlerhaus Lauenburg, Elbstraße 54, ist noch bis zum 5. August zu sehen.

Eine weitere Veranstaltung steht am 23. Juni in der Zeit von 14 bis 17 Uhr mit dem ‚Tag des Offenen Ateliers‘ auf dem Programm. Dafür reisen Kunststudenten der Leuphana Universität Lüneburg an. Sie stellen ihre Formate der Kunstvermittlung vor. Kinder und Jugendliche sind ausdrücklich eingeladen, mitzumachen.