Vielstimmiges „Crescendo“

Mit einem großen „Crescendo“ startet am kommenden Sonnabend, 30. Juni, der Orgelsommer im Ratzeburger Dom. Konzertbeginn ist um 18. Uhr. Zum Auftakt spielt Domkantor Christian Skobowsky, der den Veranstaltungsreigen konzipiert hat, auf der Chororgel sowie auf der Großen Orgel.

Wörtlich übersetzt bedeutet „crescendo“ anwachsend. Für Musiker ist es ein Hinweis, die Lautstärke anzuheben. Dieses Konzert versucht weniger dies, als vielmehr durch die Entwicklung von der Ein- in die Mehrstimmigkeit – vom Carillon bis zur sechsstimmigen Fuge – ein inneres Wachsen erlebbar zu machen. So erklingen eine Gregorianische Ostermelodie, zweistimmiges Flügelschlagen der Engel (Olivier Messiaen), eine Bachsche Triosonate, eine vierstimmige Fuge von Mozart, César Francks überwiegend im fünfstimmigen Satz komponierte symphonische Choral h-Moll und das Ricercar a 6 von Johann Sebastian Bach.

Im Rahmen des Orgelsommers stehen im Juli und August an jedem Sonnabend um 18 Uhr Konzerte auf dem Programm. Zu Gast im Ratzeburger Dom sind unter anderem der Bremer Domorganist Stephan Leuthold, Gerhard Löffler (Hauptkirche St. Jakobi Hamburg) und Roman Perucki (Danzig). Ein Höhepunkt ist der Auftritt des weltberühmten Dresdner Kreuzchores am 7. Juli. Am 11. August erklingen im Kerzenschein Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen, gespielt von Nicolai Geršak. Zudem gesellen sich zum Orgelklang am 18. August das Barockvioloncello sowie das moderne Violoncello von Anna Reisener (Amsterdam).

Ende August wird die grundlegend überarbeitete dritte Orgel wieder im Paradies, der Vorhalle des Doms, aufgestellt. Die Wiedereinweihung findet am 22. September statt.

Der Eintritt für die Orgelkonzerte ist frei. Für die Veranstaltungen am 11. und 18. August gibt es Karten an der Abendkasse. Tickets für den Auftritt des Kreuzchores sind zudem im Vorverkauf in der Buchhandlung Weber erhältlich.