„Leave No Trace“

Mit „Leave No Trace“ zeigt das Elbkino am Sonnabend, 9. Februar, die berührende Geschichte von einem Vater und seiner Teenager-Tochter, die abseits der Zivilisation in der Wildnis leben. Die Filmvorführung in der Osterwoldhalle beginnt um 20 Uhr.

Der verwitwete Kriegsveteran Will (Ben Foster) und seine Teenager-Tochter Tom (Thomasin McKenzie) haben sich aus der Gesellschaft weitestgehend verabschiedet. Statt in einer Wohnung oder einem Haus leben sie in den Wäldern von Portland, Oregon und essen vor allem das, was die Natur so hergibt. Feuer wird ohne Feuerzeug gemacht, geschlafen wird in einem Zelt. Nur manchmal müssen die beiden in die Stadt, um ein paar Konsumgüter zu kaufen oder damit Will die Schmerzmittel, die ihm verschrieben wurden, auf dem Schwarzmarkt verkaufen kann. Dann aber wird Tom im Wald entdeckt und wenig später lösen Polizei und Park Ranger das Vater-Tochter-Camp auf. Beide kommen in ein abgelegenes Haus, wo sie künftig wohnen sollen. Will wird Forstarbeiter, Tom soll ins Klassenzimmer. Der Vater aber kommt mit der neuen Situation gar nicht klar.
Die Romanadaption entwickelt sich nach und nach zu einer ergreifenden Coming-of-Age-Geschichte, die auch deshalb sehenswert ist, weil sie einige interessante Begegnungen mit ungewöhnlichen Menschen zu bieten hat und ein aufrichtiges, Hoffnung spendendes Miteinander beschreibt. Amerika ist nicht überall so gespalten und zerrissen, wie es die derzeit stark aufgeheizte Lage vermuten lässt.