Wie sehen Sie Ihre Stadt?

Lauenburg verändert sich. Das Künstlerhaus Lauenburg möchte, dass die Bürgerinnen und Bürgern den Wandel mitgestalten und startet deshalb im Mai eine Kampagne. Über Plakate will die Einrichtung Diskussionen anregen und Ideen befördern. Dafür wird das Künstlerhaus mehrere Fragen in den öffentlichen Raum stellen. Welche das sein werden, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Kulturportal-Herzogtum.de hindert dies nicht daran, sich vorab schon mal mit fünf Fragen, die zur Auswahl stehen, an Christiane Opitz, künstlerische Leiterin des Künstlerhauses Lauenburg, und Pastor Philip Graffam, zu wenden.

Was ist oben, was ist unten?

Christiane Opitz: In der Unterstadt ist der repräsentative Teil der Stadt – oben ist das alltägliche Leben.

Pastor Philip Graffam: Oben ist die Neustadt und unten die Altstadt. Für mich ist das eine rein geografische Unterscheidung.

Wo ist mein Zentrum?

Opitz: Wenn ich mit dem Bus am ZOB ankomme, empfinde ich ihn als Zentrum Lauenburgs. Mein persönliches Zentrum ist meine Familie, meine Kinder, mein Mann und das Viertel in Hamburg-Altona, in dem ich lebe.

Graffam: Mein Zentrum ist die Dresdner Straße. Genauer gesagt das Haus der Generationen. Hier ist mein Hauptarbeitsplatz. Post und Bäcker sind gegenüber. Hier halte ich mich fast die gesamte Woche auf.

Wie viele Sprachen spricht Lauenburg?

Opitz: Da bin ich überfragt – ich denke aber: sehr viele. Beim Einsteigen in den Bus merkt man aber, wie divers Lauenburg ist. Ich selbst spreche Deutsch, Englisch und ein paar Brocken Französisch.

Graffam: Mindestens 40 Sprachen. Ich zähle da jeden mit, der außer seiner Muttersprache noch eine andere Sprache spricht.

Zurück in die Zukunft?

Opitz: Wie könnte die Zukunft der Stadt aussehen? Was soll an Neuem hinzukommen? Darüber sollte diskutiert werden. Was meine persönliche Zukunft anbelangt, werde ich im Künstlerhaus leider aufhören. Frau Landgraf kehrt demnächst aus dem Mutterschaftsurlaub zurück.

Graffam: Ich hätte gerne eine schöne Fußgängerzone um das Schloss und das Hotel herum. Wenn es das geben würde, wäre das mein Zentrum. Derzeit ist dieser Bereich aufgrund der Verkehrsführung nur schwer zu erreichen und es fehlt an Parkplätzen.

Alles im Fluss?

Opitz: Das wollen wir herausfinden. Bewegt sich etwas in Lauenburg oder herrscht Stillstand? Persönlich würde ich sagen: Es geht immer irgendwie voran.

Graffam: Der Hochwasserschutz ist eine wichtige Sache für Lauenburg. Er sichert die wunderschöne Altstadt – die Visitenkarte unserer Stadt. Ich würde mir am Fluss noch mehr Gastronomie und Touristenbetreuung wünschen.

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