Lauenburg bin ich

Mit einer auffälligen Plakatserie wirbt das Künstlerhaus Lauenburg seit Anfang um die Aufmerksamkeit von Passanten und Autofahrern in und um Lauenburg/Elbe. Die Plakate stellen Fragen wie „Was ist oben, was ist unten?“, „Zurück in die Zukunft?“ oder „Wie viele Sprachen spricht Lauenburg?“.  Sie sollen dazu anregen, sich mit dem eigenen Ort (neu) auseinanderzusetzen.

Der Hashtag #lauenburgbinichverbindet diese und weitere Aktionen des Offenen Ateliers im Künstlerhaus und ruft die Lauenburger ausdrücklich zu Reaktionen per E-Mail, per Post oder via Instagram auf.

Die Kampagne ist Teil des Programms des Offenen Ateliers zum Thema „Stadttransformation – Stadt im Wandel“. Dazu fanden bereits im letzten Jahr verschiedene Workshops und Kooperationen statt. Die Abschlussausstellung „Identität und Wandel“ stellte im Dezember 2018die künstlerischen Arbeitsergebnisse im öffentlichen Raum von Lauenburg aus.

Auch in 2019 nimmt das Offene Atelier konkret Bezug auf den derzeitigen baulichen Wandel in der Oberstadt Lauenburgs. Verschiedene Investoren haben die Qualitäten der Stadt für sichentdeckt und arbeiten aktuell an einer neuen Stadtbelebung und Aufwertung des Ortes.

Hierdurch stehen große Veränderungen und neue Herausforderungen für die Stadt, das Stadtbild und das soziale Gefüge an, die zu einer kontroversen Betrachtung in der Gesellschaft führen. Das Offene Atelier wird diese städtische Transformation begleiten und fragt nach den Bedürfnissen und Zukunftsvisionen der Bewohner vor Ort.

So können im Rahmen eines künstlerischen Wettbewerbs noch bis zum 15. Juni Ideen und Vorstellungen zur Frage „Wie wünscht du dir deine Stadt von morgen?“ eingereicht werden. Der Wettbewerb richtet sich an Einzelpersonen oder Gruppen jeden Alters. Ausführliche Informationen und Teilnahmebedingungen stellt die Homepage des Künstlerhauses bereit.

Im Rahmen seines vielfältigen Programms möchte das Künstlerhaus einen Dialog anregen, der nicht nur die Gegenwart und Zukunft Lauenburgs betrachtet, sondern auch die Vergangenheit (Erinnerungen) des Ortes in den Blick nimmt. Es soll damit der Frage nachgegangen werden, warum das Sammeln, Archivieren und Vermitteln städtischer Überlieferungen wichtig für ein vielschichtiges Stadtverständnis ist. Zugleich sollen aber auch neue Ansätze und Chancen durcheine städtische Weiterentwicklung thematisiert werden. Dazu lädt das Künstlerhaus im August zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung ein. Mit dabei sein werden Politiker, Anwohner, Kooperationspartner, Fachreferenten und Künstler.