Mythos auf Zweirädern

Die historischen Mopeds sind bereits auf Hochglanz poliert. Sie sind die besondere Attraktion des Sommerfestes, zu dem die Otto-von Bismarck-Stiftung (Friedrichsruh) am Sonntag, 23. Juni, in der Zeit von 14 bis 18 Uhr einlädt. Die „Bismarck-Zweiräder“ sind eine Leihgabe der Interessengemeinschaft in Radevormwald, die sich diesen Zweirädern der einstigen „Fahrradwerke Bismarck GmbH“ verschrieben hat.

Zu ihrem Namen ist die Marke 1896 nicht gekommen, weil der Reichskanzler a. D. besonders gerne geradelt wäre, sondern weil die Firmengründer seinen Mythos verkaufsfördernd nutzen wollten – wurden damals doch nicht nur viele Straßen und Plätze nach ihm benannt, sondern auch allerlei Gebrauchsgegenstände. Die Otto-von-Bismarck-Stiftung will mit diesen Zweirädern aus der Frühzeit des motorisierten Individualverkehrs zeigen, dass der historisch schwierigen Gestalt des Politikers Otto von Bismarck ein Mythos gefolgt ist, der lange im Alltagsleben der Deutschen präsent war.

Abgerundet wird das Sommerfest unter anderem durch einen Flohmarkt, kostenlose Führungen durch das Bismarck-Museum und lustige Aktivitäten für Kinder. Die Big Band „SWingS“ des Gymnasiums Reinbek wird ihr musikalisches Können zeigen. Zudem tanzen die Hiphop Teens und Hiphop Kids des TSV Reinbek. Zum Auftakt des Nachmittages wird um 13 Uhr im Historischen Bahnhof die Kunstausstellung „Moments & Memories“ eröffnet. Leila Nik und Jürgen Laban zeigen dort ihre Gemälde und Zeichnungen.

Foto: Otto-von-Bismarck-Stiftung

Sommerfest, 23. Juni, Otto-von Bismarck-Stiftung, Am Bahnhof 2, Friedrichsruh, 14 bis 18 Uhr