Deutsche Feiertage

Mit einem Lichtbildervortrag widmet sich derlangjährige Kreisarchivar Dr. William Boehart am Dienstag, 1. Oktober, im Augustinum Mölln der Geschichte deutscher Nationalfeiertage. Los geht es um 17 Uhr.

Einen besonderen Raum nimmt bei seiner Darstellung der 9. November ein: 1919 ruft an diesem Tag Philipp Scheidemann die Republik von Weimar aus, exakt vier Jahre später misslingt Adolf Hitlers Münchener Putsch und 1938 folgt die Reichspogromnacht, in der Synagogen angezündet und jüdische Mitbürger ermordet werden. 51 Jahre danach dann ein weiteres großes Ereignis: Am 9. November 1989 fällt die Berliner Mauer.

Angesichts dieser dunklen und hellen Kapitel der deutschen Geschichte überschreibt Boehart seinen Vortrag mit „9. November – Der ‚heimliche – unheimliche‘ Nationalfeiertag der Deutschen“. Trotz Hitler-Putsch und Pogromnacht fragt er, ob der 9. November als Nationalfeiertag nicht besser geeignet wäre als der 3. Oktober 1990. Das war der Tag, an dem die Deutsche Demokratische Republik (DDR) der Bundesrepublik Deutschland beitrat und zur Geschichte wurde. Boehart sieht darin vor allem einen Verwaltungsakt.

„9. November – Der ‚heimliche – unheimliche‘ Nationalfeiertag der Deutschen“, 1. Oktober, Augustinum, Sterleyer Straße 44, Mölln, 17 Uhr,  freier Eintritt