Rudolf Seiters Erinnerungen an den Mauerfall

Einen kenntnisreichen Rückblick auf die Wendezeit gibt am Dienstag, 19. November, Rudolf Seiters im Augustinum Aumühle. Seiters war, als die Mauer fiel, Kanzleramtsminister unter Helmut Kohl und somit einer der Protagonisten der bundesdeutschen Politik. Der Vortag beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Seiters kommt auf Einladung des Fördervereins der Otto-von-Bismarck-Stiftung nach Aumühle. Im Gepäck hat er seine persönlichen Erinnerungen. Als Chef des Bundeskanzleramtes war er beispielsweise am 30. September 1989 zusammen mit Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher nach Prag gereist, um den DDR-Flüchtlingen, die dort in der bundesdeutschen Botschaft ausharrten, eine gute Nachricht zu überbringen – Genscher sprach damals auf dem Balkon den sicher berühmtesten Halbsatz der jüngeren deutschen Geschichte: „Liebe Landsleute, wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise …“.

Dr. Seiters hat anschließend an den Staatsverträgen zur Deutschen Einheit mitgewirkt und diese auch als Bundesinnenminister von 1991 bis 1993 mitgestaltet.

Anmeldungen für den Vortrag nimmt die Otto-von-Bismarck-Stiftung, erreichbar unter Tel. 04104-97710 oder per Mail unter info@bismarck-stiftung.de, entgegen.

„30 Jahre Mauerfall – Rückblick und Ausblick“, Vortrag, 19. November, Augustinum, Mühlenweg 1, Aumühle, 19 Uhr, freier Eintritt