„An die Nachgeborenen“

2020 jährt sich das Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum 75. Mal: Vorbote der sich abzeichnenden Niederlage des Dritten Reiches war die Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz durch die sowjetische Armee am 27. Januar 1945. An dieses Ereignis und die Befreiung vom Faschismus erinnert das Hamburger Ensembles Barthe-Jordan-Fabig mit seinem Programm „An die Nachgeborenen“, das am Sonnabend, 25. Januar, im Ratzeburger Dom (Refektorium) zu hören ist. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Das Ensemble besteht aus Sängerin Julia Barthe, Pianist Gerd Jordan und Schauspielerin Inés Fabig, die als Rezitatorin auftritt. Zum Programm des Trios gehören Lieder Hanns Eislers sowie Gedichte berühmter Lyriker wie Bertolt Brecht, Johannes Bobrowski, Armando Greco, Stephan Hermlin, Friedrich Hölderlin, Attila Jószef, Sarah Kirsch, Ruth Klüger, Reiner Kunze und Hilde Rubinstein. Die Texte entstanden allesamt im amerikanischen Exil, während in Europa Vernichtungskrieg und Nazi-Terror wüteten. Angesichts globaler Flüchtlingsströme haben die Lieder und Gedichte nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Wie damals sind Migranten mit Ausgrenzung, Rassismus, Terror und Tod konfrontiert.

Veranstalter sind die Ratzeburger Dommusiken und die Buchhandlung Weber.

„An die Nachgeborenen“, 25. Januar, Refektorium des Domklosters, Ratzeburger Dom, Domhof 35, 18 Uhr, freier Eintritt