„natur – liberté – amour“

Auf den musikalischen Spuren von Lili Boulanger wandeln am Freitag, 24. Februar, Linda Joan Berg (Sopran) und Lémuel Grave (Klavier) im Augustinum Aumühle. Das Duo präsentiert unter dem Titel „natur – liberté – amour“ Werke der Komponistin. Konzerbeginn ist um 19 Uhr.

Die Komponistin Lili Boulanger wurde in ein Jahrhundert hineingeboren, in dem die Menschen die Errungenschaften der Aufklärung genossen. Die Musikerin gewann 1913 als erste Frau den Grand Prix de Rome. Im selben Jahr machten ihr eine Magen-Darm-Erkrankung und eine Lungenentzündung zu schaffen. Fortan verschlechterte sich ihr gesundheitlicher Zustand stetig. Sie starb am 15. März 1918. Ihre Hinterlassenschaft war und ist Musik fern der Zeitrechnung – ein Stück Ewigkeit.

Während aus der Feder von Franz Schubert wunderschöne Naturbilder den Abend rahmen, wandern wir neben Lili Boulanger mit ihrem Lehrer Gabriel Fauré und weiteren „Grand Prix de Rom-Gewinnern wie Hector Berlioz und Claude Debussy ins Innere der Seele hinein. Das Schicksal der Mignon erklingt von Robert Schumann als Metapher eines „Zerfallprozesses“ und erinnert an Prinzessin Maleine von Maurice Maeterlinck, Boulangers Lieblings-Figur. Wie gehen wir mit der Natur um, unserer lebenspendenden Ader? Zeigt dies, wie viel wir uns selbst wert sind? Und wie viel ist uns unser Nächster wert?

„natur – liberté – amour“, 24. Februar, Augustinum, Mühlenweg 1, Aumühle, 19 Uhr