„Sieben letzte Worte Jesu am Kreuz“

Mit Charles Tournemires „Sieben letzte Worte Jesu am Kreuz“ erklingt am Sonnabend, 7. März, ein Passions-Zyklus im Ratzeburger Dom. Der Bremerhavener Organist David Schollmeyer spielt die Komposition auf der Großen Rieger-Orgel. Konzertbeginn ist um 18 Uhr.

Der Bremerhavener Organist David Schollmeyer kann bereits auf eine Reihe sehr eindrücklicher Aufführungen wie den Kreuzweg von Marcel Dupré im Ratzeburger Dom zurückblicken.

Im Vergleich zu Duprés ungleich plakativerem Werk Duprés wirkt Tournemires Musik insgesamt poetischer und meditativer. An kompositorischer Dichte ist sie jedoch absolut ebenbürtig und enthält geradezu visionäre tonmalerische Momente.

Charles Tournemire wurde 1870 in Bordeaux geboren und war einer der letzten Orgelschüler von César Franck, dessen Nachfolger als Organist an der Pariser Pfarrkirche St. Clotilde er 1890 wurde. Tournemires „Sept Chorals-Poèmes d’Orgue pour les sept paroles du Xrist“ op. 67 entstanden im Februar und März 1935 – vier Jahre vor seinem Tod. Obwohl Tournemire eindeutig zu den bedeutendsten und innovativsten Organisten des 20. Jahrhunderts gerechnet werden muss, werden seine Werke kaum gespielt, und seine wahre Bedeutung ist bis heute noch gar nicht richtig erkannt worden.

David Schollmeyer steht mit der Großen Rieger-Orgel im Ratzeburger Dom ein Instrument zur Verfügung, das mit seinen auf vier Klaviaturen und Pedal verteilten 60 Stimmen das gesamte Klangspektrum für eine expressive Aufführung des Zyklus bietet. Hans Jörg Bettelhäuser liest die zugrunde liegenden Texte. Die Abendkasse öffnet um 17.15 Uhr.

„Sieben letzte Worte Jesu am Kreuz“, Passionszyklus, 7. März, Dom, Domhof 35, Ratzeburg, 18 Uhr