
Tim Tensfelds Werk ist eine präzise Vermessung der Sprache als physisches Material. Er nutzt in seinem Debütband „muschelscherbensterben.“ 2025 im Verlag edition tagediebin, Wien erschienen, innovative Neologismen, um nordische Reiseeindrücke mit Fragen nach Vergänglichkeit und Leben zu kontrastieren. In Zeitschriften wie Poesiealbum neu, erostepost, Dichtungsring u.v.m. experimentiert er zudem mit Haikus und Formen der Konkreten Poesie. Seine Lyrik besticht dabei durch eine dichte und intensive Bildsprache. Ein starkes Fundament bildet daneben seine sprachlich anspruchsvolle Prosa, die durch eine reife, sezierende Beobachtungsgabe besticht. Für seine im Wachholtz Verlag erschienene Prosa „Drahntke“ wurde er 2025 vom Literaturhaus Schleswig-Holstein für den Preis „Junge Prosa SH“ nominiert. Ergänzt wird dieses Spektrum durch Publikationen in Anthologien vom Herder Verlag und weiteren Verlagen, sowie fantasievolle Kinderliteratur und Märchen. Tensfeld ist eine vielseitige junge Stimme norddeutscher Gegenwartsliteratur und wurde bereits zahlreich für sein Werk gewürdigt.
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