Die Zukunft der Erwachsenenbildung im Visier

Im Rahmen eines Arbeitsgespräches hat die Ratzeburger Volkshochschule (VHS) kürzlich Kommunalpolitikern ein Entwicklungskonzept für die Zukunft vorgestellt. VHS-Leiter Holger Martens nahm die vielfältigen Herausforderungen der Einrichtung wie den demographischen Wandel, das digitale Lernen, die digitale Kompetenz-Vermittlung sowie die politische Bildung und das „Junge Lernen“ in den Blick.

Eine bedarfsorientierte, moderne und gut ausgestattete Erwachsenenbildung sei in vielerlei Hinsicht eine wertvolle Ressource in den Kommunen des ländlichen Raumes, erklärte Martens. Sie stelle Bildungsangebote vor Ort bereit und eröffne Bürgern individuelle Entwicklungschancen. Darüber hinaus könne sie Beiträge zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur Gesundheit der Bevölkerung und zur politischen Willensbildung leisten“, so Martens weiter.

Karsten Schneider, Verbandsdirektor des Landesverbandes der Volkshochschulen Schleswig-Holstein, lobte die ehrenamtlich geleistete Arbeit der Ratzeburger VHS. Diese habe rein nach geleisteten Unterrichtsstunden mittlerweile einen hauptamtlichen Umfang. Landesweit sei das vorbildlich. Schneider signalisierte dementsprechend seine Unterstützung für die Zukunftsinitiative.

Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger VHS, erläuterte zudem die Möglichkeiten von Synergien, die sich mit den administrativen Ressourcen der Volkshochschule erzielen ließen, am Beispiel der Dozentenverwaltung- und -abrechnung. Das eingesetzte System, so Silvia Tessmer, sei schon jetzt darauf ausgelegt, auch Institutionen wie die „Offene Ganztagsschule“ professionell zu betreuen, wie dies bereits in einigen Kommunen und Landkreisen auch praktiziert werde.

In der anschließenden Diskussion wurde über Möglichkeiten und Wege beraten, wie sich die Ratzeburger VHS auf Basis dieses Zukunftskonzeptes fortentwickeln könnte und sollte. Die anwesenden Kommunalpolitiker kündigten an, das Zukunftskonzept der Ratzeburger Volkshochschule in den Gremien zu beraten.