Großes Finale mit Konzerten & Kunsthandwerkermarkt

Das große Finale des KulturSommers am Kanal (KuSo) lockt mit Operettenzauber, handgemachter Musik von Folklore bis Jazz und anderer Kunst zwischen Himmel und Erde. Das Highlight in der letzten Festivalwoche ist zweifellos die Operette „LiebesEiferSucht“ auf Gut Segrahn bei Gudow.

Wenn im KuSo die Operette aufs Land geht (6. Juli, 20 Uhr), weht ein frischer Wind durchs traditionsreiche Musiktheater und die von Bülowsche Scheune in Gudow. Die jungen Profis Ana Carolina Coutinho (Sopran), Dustin Drosdziok (Tenor) und Ingmar Grapenbrade (Schauspiel) tragen mit Kenichiro Kojima (Flügel) schönste Melodien und flatterhafte Liebeshändel mitten ins Publikum. Sie verbinden bekannte und unbekannte Arien mit unterhaltsamem Improvisationstheater, lassen die Zuschauer an gesungenen und gespielten Intrigen, Betrügereien und Versöhnungen teilhaben. Welchen Reiz die gute alte Operette bis heute auf junge Künstler ausübt und warum das Publikum sie immer noch goutiert, verrät Regisseurin Daniela Victoria Kiesewetter in einem Interview auf Kulturportal-Herzogtum.de (ab 1. Juli).

Abwechslung versprechen auch die anderen Konzerte in Stadt und Land. Dabei sprechen die Titel Bände: „Neue Musik am alten Strom“ in Lauenburg (6. Juli), „Polska, Walzer und ein Koi“ in Fitzen (9. Juli) oder Lieder „Von Auftauen bis Abdampfen“ in Fredeburg (11. Juli) wecken Erwartungen. Auf internationalem Niveau grätscht der Jazz (13. Juli) in den KuSo: In Ritzerau markieren Natascha Roth und James Scholfield mit ihrem speziellen World Acoustic Folk Jazz den „Way out South“, den Weg in den Süden der Region weisen Matthäus Winnitzki, John Hughes und Björn Lücker einer Legende – sie spielen in Lauenburg Thelonious Monk. Neu im Programm sind „Mr. Finnlay“, die in Siebeneichen (13. Juli) das Publikum mit Western-Gitarre, Bass und mehrstimmigen Gesang begeistern wollen. „Mr. Finnlay“ spielen als Ersatz für die chilenische Band „Parresia“, die ihren Auftritt kurzfristig absagen musste.

Für den Nachwuchs stehen am letzten KuSo-Wochenende zwei Mitmach-Aktionen auf dem Programm. Beim Kinder-Kunst-Tag in Mölln (6. Juli) ist kreatives Experimentieren mit der Künstlerin Floriana M. Ohldag angesagt. Britta Godai begleitet die Kids mit Tai Chi und Qi Gong. Wovon die alte Schiffsratte Konzilius noch nie gehört hat – dafür weiß sie Abenteuerliches und Lustiges von ihren Reisen zu erzählen: Anna und Wolf Malten möchten mit ihrer Geschichte „Konzilius und die Dracheninsel“ (11. Juli) Kinder ab vier Jahren zum Zuhören, Mitspielen und Lesen einladen.

Ein Hoch kündigt sich fürs Niederdeutsche im KuSo an. Zwischen Gottesdiensten op Platt in Witzeeze und Siebeneichen (7. Juli), Berkenthin, Genin, Sterley und Krummesse (14. Juli) wartet das Highlight diesmal an einem Anleger in Mölln: Eine literarisch-musikalische Bootspartie (10. Juli) führt von den Seen über den Elbe-Lübeck-Kanal zur Donnerschleuse bei Neu-Lankau und zurück. Programmatisch mit an Bord: der niederdeutsche Dichter Klaus Groth – er wurde vor 200 Jahren geboren und machte Platt literaturfähig.

Feiern lässt es sich natürlich auch an Land: In Siebeneichen heißt es am 13./14. Juli wieder „Ein Dorf zeigt Seele“. Das traditionelle Gemeindefest mit großem Kunsthandwerkermarkt und Aktionen führt den KulturSommer seinem Ende zu – inklusive flockigem Canal Street Blues am Wasser und klassischen Klängen in der Kirche. Der Blaue Montag in Mölln (15.7.) beschließt das diesjährige Festival.

Alle Veranstaltungstermine und Details zum Gesamtprogramm sind auch im Reisebegleiter und online unter www.kultursommer-am-kanal.de zu finden.

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