Nördlich der A24

Der ewige Schalk

Den Geheimnissen des Till Eulenspiegel auf der Spur ist am kommenden Montag, 23. April, im Alten Pferdestall der Domäne Fredeburg Rüdiger Blankertz. Der Germanist und Historiker schildert das Leben des Schalks und zeichnet dessen persönliches Evangelium nach. Dabei hat er ein paar Überraschungen parat, die ihn in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Vortragsbeginn ist um 19.30 Uhr. Die Göttin Fama hat Till Eulenspiegel offenbar ewigen Ruhm beschert. Seit 700 Jahren kursieren und faszinieren uns die derben Geschichten des Schalks – dieses höchst „merkwürdigen“ Menschen. Interessieren wir uns nur wegen des Unterhaltungswertes noch für diese spätmittelalterliche „Nervensäge“? Oder haben wir wirklich etwas mit ihm zu tun? Was sieht seine Eule in der Nacht des gewöhnlichen Bewusstseins? Hat er eine geheime …

Südlich der A24

Spaß mit dem Postbüttel

Hans-Hermann Thielke, Helene Bockhorst und Dennis Grundt– das sind die Drei vom Comedy-Club, die am Sonnabend, 2. Juni, in die Heinrich-Osterwold-Halle (Lauenburg) kommen. Dabei haben gerade die beiden Kerle anderes zu tun, als Witze zu machen. Hans-Hermann Thielke etwa muss sich eigentlich um die Post der Leute kümmern und Dennis Grundt ist ein Meister seines Fachs, der den Menschen die Haare schneidet. Einzig Helene Bockhorst ist völlig frei von solchen Mühen der Berufsebenen. Sie kann sich den wirklich wichtigen Themen des Lebens wie Online-Dating, Sex und Kartoffelsalat widmen. Helene Bockhorst hat 2018 den Hamburger Comedy-Pokal gewonnen. Bei ihren Auftritten präsentiert sie dem Publikum eine Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Sie setzt sich mit eigenen psychischen Auffälligkeiten auseinander. …

Blitzlichtgewitter

Rendezvous mit Mölln - die Stadt im Autofokus eines Gastes/ Fotos: Yvonne Windel

Auf einen Schnack

Endlich Fröhjohr

Dit Johr hett dat veel to lang duurt, bet de Wintertiet vörbi weer. Ümmer wedder Regen, Küll un Snee un en kunn nix in ´n Goorn anfangen! Man nu explodeert de Natuur un wi köönt gor nich so flink kieken, dat wi beleevt, woans de Knuppen vun Büsch un Bööm opplatzt un de Natuur gröön un bunt warrt. För mi hett dat Fröhjohr mit dree Planten to doon. An eersde Stell steiht de Slötelbloom. Fröher geev se dat in so vele Wischen, wo dat ganze Rebeet geel lüchen dee un wi as Kinner so vele plückt hebbt, dat wi de velen Stengels kuum mit de Hannen ümfaten kunnen. Dunn stünnen se ok noch nich ünner Schutz. Ton Glück heff ik …

Vorfahrt für die Jugend

„About Blank“ werfen Hut in den Ring

Die Jungs von „About Blank“ wollen es wissen. Die Pop-Punkband aus Mölln wirft bei Plattbeats ihren Hut in den Ring. Sänger und Bassist Can Carstens, Schlagzeuger Lennard Schröder und Gitarrist Florian Klein bekommen es dabei mit einer großen Konkurrenz aus Hamburg und Schleswig-Holstein zu tun. Für das große Finale des plattdeutschen Songcontests am Sonnabend, 21. April, im „Logo“ haben sich bislang neun weitere Bands beworben. „Uns reizt es, sich mit anderen zu messen“, freut sich Florian Klein schon jetzt auf den Abend im „Logo“. „Die plattdeutsche Sprache kennen wir noch von unseren Eltern und Großeltern. Plattbeats gibt uns jetzt die Gelegenheit, dieses Stück norddeutsche Kultur näher kennen zu lernen und mit unserer Interpretation weiterzutragen.“ Neben „About Blank haben bislang die …

Ausstellungen

„Zauberhaften Ansichten“

Gerne hat Ita Scheifarth die „Zauberhaften Ansichten“ ihrer Stadt ins Visier genommen. Ihre Stadt – das war für die 2013 verstorbene Fotokünstlerin – Lauenburg an der Elbe. Eine Auswahl ihrer Lauenburg-Bilder ist ab dem 22. April in der „Alten Zündholzfabrik“ an der Elbstraße 2 (Lauenburg) zu sehen. Einer Stadt wie Lauenburg kann man sich auf viele Weise nähern. Man kann es einfach nur genießen. Man kann es genießen und zum Fotoapparat greifen beziehungsweise das Handy zücken. Ratsamer wäre es allerdings, sich die Arbeiten von Ita Scheinfarth anzusehen. Lauenburg – die reale Schönheit – verwandelt sich in ihrem Fokus zu einer magischen Schönheit. Jedes Bild für sich ist ein Stück stille Poesie. Es scheint fast so, als hätte sich Ita Scheifarth …

Aus der Stiftung

„Platt för hüüt un morgen“

Dass sich die niederdeutschen Autoren mit ihren Geschichten nicht hinter ihren Kollegen der deutschen Gegenwartsliteratur verstecken müssen, demonstrieren sie am Sonnabend, 26. Mai, im Möllner Stadthauptmannshof. Dort stellen sie dem Publikum unter dem Motto „Platt för hüüt un morgen“ einige ihre Werke vor. Gelesen wird ab 10 Uhr. Der Eintritt ist frei. Veranstalter des Autorentreffens sind die Stiftung Herzogtum Lauenburg und das Zentrum für Niederdeutsch (ZfN) in Holstein. „Kannst keen Platt – fehlt di wat!“ Plattdeutsch – die Regionalsprache des Nordens – gehört zur Heimat wie Matjes und Lübecker Marzipan. Zahlreiche Musikgruppen und Liedermacher benutzen engagiert die Sprache, die längst ihr verstaubtes Kleid einer alten Bauernsprache abgelegt hat und höchst modern daherkommt. Und wie steht es um die Schriftstellerei? Seit …

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