Nördlich der A24

Bach & Dvořak zur Einweihung

Vorhang auf für die frischrenovierte Paradiesorgel des Ratzeburger Doms: Am kommenden Sonnabend, 22. September, wird das Instrument im Rahmen eines Konzertes wiedereingeweiht. Veranstaltungsbeginn ist um 18 Uhr. Zu hören sind Werke von Johann Sebastian Bach, Antonin Dvořak und Gabriel Fauré. Im Mittelpunkt des Konzertes steht die Aufführung von Bachs Kantate „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ BWV 100. Dabei handelt es sich um eine Komposition für Solostimmen, Chor und Orchester. Es singen unter der Leitung von Domkantor Christian Skobowsky Jana Reiner (Sopran), Juliane Sandberger (Alt), Tim Karweick (Tenor), Clemens Heidrich (Bass), die Ratzeburger Domfinken und der Ratzeburger Domchor. Unterstützt werden sie vom Orchester Concerto Celestino. Die Paradiesorgel musste, nachdem sie 33 Jahre rege genutzt worden war, infolge starker Verschmutzung gründlich …

Südlich der A24

„Zwischenräume“

„Zwischenräume“ heißt die mittlerweile 8. Schau der Ausstellungsgemeinschaft Lauenburgischer Künstler (ALK), die am Sonntag, 23. September, in der in St. Salvatoris-Kirche (Geesthacht) eröffnet wird. Die Vernissage beginnt um 15 Uhr. Zugegen sind dann neben den Künstlern Bürgermeister Olaf Schulze und Pastorin Saskia Offermann, die eine Einführung in die Ausstellung gibt. Schon der Dichter Christian Morgenstern war von Zwischenräumen fasziniert. Er dichtete: „Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum, hindurchzuschaun. Ein Architekt, der dieses sah, stand eines Abends plötzlich da – und nahm den Zwischenraum heraus und baute draus ein großes Haus.“ Für ihre Kunstausstellung in der St.-Salvatoris-Kirche ließ sich die ALK von Morgensterns Versen inspirieren. „Zwischenräume laden ein zur Sicht auf Dinge oder Begebenheiten, die durch vermeintlich wichtige Vordergründe verstellt …

Blitzlichtgewitter

"Zwischenräume" - Kunstausstellung 23.9.-3.10. St. Salvatoris-Kirche (Geesthacht)

Auf einen Schnack

Bohnen un de Folgen

Vör Johren harr mien Fründ Frank ut Kanada mi mol en Geschicht vun en Mannsminsch vertellt, de bannig geern Bohnen eet. Man jümmers wenn he kakt Bohnen eten harr, geev dat gröttere Problemen, de em so männichmal in de Klemm bröchen. Du weetst doch, wat wi fröher al seggt harrn: „Jede Bohn maakt en Toon, jede Arf en Knall!“ As he en Deern draap un ehr lieden mücht, dacht he, wenn se heiraden schullt, mööt he woll dat Eten vun kakt Bohnen opgeven. Un so keem dat ok, he höll sien Verspreken. Na de Hochtiet weer he an en Daag op de Weg vun sien Arbeit na Huus, man sien Auto wull nich mehr. He telefoneert mit sien Fru un …

Vorfahrt für die Jugend

„In Japan sind die Geschichten allgegenwärtig“

„Ich habe als Junge angefangen, Mangas zu lesen“, erinnert sich Lennart Schütt. „Die lagen bei uns in der Bücherei aus.“ Beim Lesen ist es nicht geblieben. Der 21-Jährige ist mittlerweile auch ein begeisterter Zeichner geworden, der sein Können und seine Leidenschaft anderen gerne vermittelt. Am 28. und 29. September lädt er deshalb zu einem Workshop in der Kulturwerkstatt des Robert-Koch-Parks. Was ist es, was ihn so fasziniert an den Mangas? „Dass die Geschichten in Schwarz-Weiß erzählt werden“, meint der gebürtige Geesthachter. Zudem sei die Machart eine ganz andere als die von Comics. Mangas werden dynamischer erzählt, beanspruchen weniger Zeit, so Schütt. Der Unterschied liege „nicht so sehr im Zeichenstil“. Dies spiegele sich letztendlich auch in der Art und Weise wider, …

Ausstellungen

„Gute Qualität muss wachsen“

Die Debatten um Massentierhaltung, Glyphosat und Gentechnik zeigen, dass Landwirte und Verbraucher sich entfremdet haben. Ein untragbarer Zustand. Schließlich brauchen beide Seiten einander. Ein erster Schritt aus der Beziehungskrise wäre, wenn die Beteiligten aufeinander zugehen und miteinander reden würden. Gelegenheit dazu gibt die Ausstellung „Gute Qualität muss wachsen – Landleben in Schleswig-Holstein damals und heute“, die am Sonntag, 16. September, um 11.30 Uhr im Möllner Stadthauptmannshof eröffnet wird. Der ehemalige Kunsterzieher Rainer Wiedemann aus Lübeck-Kronsforde widmet sich darin der Entwicklung der Landwirtschaft sowie dem Arbeitsalltag der Bauern. Seine Fotografien hat Wiedemann mit erklärenden Texten versehen. Themen sind neben der herkömmlichen Landwirtschaft auch der Ökolandbau und die Ökoviehhaltung. Zudem geht sein Blick zurück bis in die Kriegszeit. Wie wurden damals die …

Aus der Stiftung

„Kulturbetrieb neue Impulse gegeben“

Die Stadt Husum hat Frank Düwel mit dem Storm-Preis 2018 ausgezeichnet. Laudator Christian Demandt, Geschäftsführer des Storm-Zentrums, würdigte die besondere Arbeitsweise des 55-Jährigen Regisseurs. Er verstehe es die verschiedensten Menschen – Laien und Profis – für Theaterprojekte wie den „Schimmelreiter“ zusammenzubringen und zu außergewöhnlichen Leistungen anzutreiben. In seiner Rede berichtete Demandt auch von Düwels besonderem Verhältnis zu Theodor Storm. Der Preisträger, der in Meldorf aufwuchs, fand als Jugendlicher in der Welt um ihn herum „so ziemlich alles bescheuert“. Deshalb sei er häufig zum Deich hinausgelaufen, um seine Wut ins Meer hinauszuschreien. Erst durch die Lektüre von Storms Novelle „Der Schimmelreiter“ habe er gemerkt: „Ich bin nicht allein.“ Lob für Düwel gab es auch von Lauenburgs Kreispräsidenten Meinhard Füllner: Die Auszeichnung …

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