„Wir sind nicht still!“

Unter dem Motto „Wir sind nicht still“ wird am Reformationstag (31. Oktober) in Ratzeburg demonstriert. Die Kundgebung gegen um sich greifende Menschenfeindlichkeit startet um 11.30 Uhr am Ratzeburger Rathaus.

Parallel dazu sind diverse Kunstaktionen geplant. Unter anderem wurden für ein politisches Bühnenprogramm Ideen gesammelt und umgesetzt, um der Vielfältigkeit der Themen und Meinungen Ausdruck zu verleihen. So startet unter dem Motto „Wir sind nicht still“ eine Plakataktion, auf denen einzelne Menschen den Mut fassen, sich und ihre Meinung öffentlich zu präsentieren. Anstoß dazu gab der Verein Miteinander leben, der seit dem Sommer Menschen anspricht und einlädt, auf diese einfache Weise Gesicht und Haltung zu zeigen und perspektivisch daraus auch eine Dauerausstellung entwickeln möchte.

Auch Künstler und Kulturpreisträger Ebrahim Sharghi bereitet eine Kunstaktion zu den zentralen Themen der Kundgebung vor. Er möchte symbolisch die Last zeigen, die sich durch die verschiedenen Phänomene der Menschenfeindlichkeit auf die Gesellschaft legt und dabei Ideen sammeln, wie sie überwunden werden kann. Mit „hoher Kunst“ werden junge Stelzenläufer den Demonstrationszug begleiten. Sie wollen nach einem Workshop im Ratzeburger Jugendzentrum „Gleis21“ erstmalig ihr Können zeigen. Auch Kinder werden künstlerisch eingebunden und können mit Malkreide den Ratzeburger Marktplatz mit ihren Träumen von einer Welt des Friedens verschönern. Gesine Biller von der integrativen Kunstwerkstatt der Ratzeburger Volkshochschule wird dazu einladen und animieren.

Musikalisch wird die Kundgebung begleitet vom neugegründeten Chorprojekt „POLITICALied“, das insbesondere den Demonstrationszug zum Mitsingen animieren möchte. Ebenso werden am Streckenverlauf junge Trommler vom „DrumSound-Projekt“ des Diakonischen Werkes erste Rhythmusakzente setzen und so auf den großen „DrumCircle“ von Helga Reihl vorbereiten, der bereits auf dem Marktplatz wartet. Unter behutsamer Anleitung werden dort mit zahllosen Schlaginstrumenten Rhythmen angestimmt, mal laut, mal leise und immer wieder wechselnd, so dass sich ganz viele einbringen und beteiligen können. Musiker Lukas Kowalski wird die Kundgebung schließlich mit einigen Liedbeiträgen abrunden.

„Die Kunstaktionen spielen in unserem Konzept der Kundgebung eine ganz wichtige Rolle. Sie animieren Menschen, aktiv zu werden, mit zumachen, sich einzubringen, auch in den Dialog miteinander zu treten und so ganz ohne Scheu, ihren Meinungen Ausdruck zu verleihen“, sagt Mark Sauer von der Stadt Ratzeburg, erfreut über die Vielfalt von künstlerischen Ideen mit politischer Aussagekraft.

„Wir sind nicht still“, Demo & Kunstaktionen, 31. Oktober, Rathaus, Unter den Linden 1, Ratzeburg,  11.30 Uhr