Storys aus dem Strom der Zeit

Es gibt Menschen, die wie ein Naturereignis über ihre Zeitgenossen kommen. Und es gibt Naturereignisse, die so groß sind, dass sie den Menschen in die Enge treiben und ihm die Luft zum Atmen nehmen. Letzteres müssen wir alle gerade ganz bitter erfahren.

Auch hier – im Kreis Herzogtum Lauenburg – schwebt Corona über, unter und zwischen allem. Seit März 2020 ist das Virus unser „primus inter pares“. Aktuell liegt die Inzidenz bei 70. Ob und wann die Pandemie verebben wird? Wir wissen es nicht. Schon jetzt ist aber klar: Eines Tages werden sich Heerscharen kluger Köpfe mit Covid-19 beschäftigen, das für die Band „AnnenMayKantereit“ schon heute berühmter ist als „Jesus und der Mauerfall“. Wissenschaftler aus allen erdenklichen Richtungen wie Soziologen, Historiker und Mediziner werden sich über die Quellen beugen, um zu analysieren, wie das, was in diesen Moment sein Regiment über uns ausübt, geschehen konnte.

Zum Glück ist der Ausnahmezustand kein Dauerzustand in der Geschichte. Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass der „Normalzustand“ uninteressant und uninspirierend und damit nicht wert wäre, erforscht zu werden. Im Strom der Geschichte treiben zahllose spannende Akteure und mit ihnen die Geschichten, die sie einst umtrieben haben. Einige davon möchte die Stiftung Herzogtum Lauenburg in den nächsten Wochen sichtbar machen. Unter dem Titel „Geschichte(n) aus den lauenburgischen Städten“ startet am Montag, 22. Februar, um 12 Uhr auf www.kulturportal-herzogtum.de eine neue Podcast-Reihe. Historikerinnen und Historiker aus der Region erzählen von Ereignissen oder Personen aus den lauenburgischen Städten Geesthacht, Lauenburg, Schwarzenbek, Ratzeburg und Mölln. Den Auftakt macht die Historikerin Dr. Anke Mührenberg, die bis zum Jahreswechsel Leiterin des Kreisarchivs war und seit kurzem die Führung des Kreismuseums innehat.  Dr. Mührenberg berichet in ihrem Podcast von der ersten Zusammenkunft des Kreistages nach dem Zweiten Weltkrieg.