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Für mehr Biodiversität im heimischen Garten – Kreis Herzogtum Lauenburg verschenkt Nistkästen

Hzgt. Lauenburg – Singvögel wie Meisen, Stare und Sperlinge gehören zu den fröhlichen Frühlingsboten der Natur. Sie haben es in unserer modernen Welt allerdings zunehmend schwerer: „Selbst früher weit verbreitete und häufige Arten nehmen im Bestand ab. Eine Ursache für den Rückgang ist unter anderem der Verlust an Brutmöglichkeiten“, erklärt Volker Rudolph vom Fachdienst Naturschutz des Kreises Herzogtum Lauenburg.

Um etwas gegen den Rückgang der Biodiversität zu unternehmen, verschenkt der Kreis Herzogtum Lauenburg in diesem Jahr hochwertige Nistkästen an Grundstücksbesitzerinnen und -besitzer im Kreis Herzogtum Lauenburg.

„Die Nistkästen werden aus sogenannten Ersatzgeldern finanziert“, erklärt Dr. Annika Wein, die ebenfalls im Fachdienst Naturschutz arbeitet. Diese Ersatzgelder werden bei der Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft generiert. Eingriffe wie beispielsweise der Bau von Stromleitungen oder die Beseitigung von großen Gehölzen verursachen auch für die Vogelwelt den Verlust und die Entwertung von geeigneten Lebensräumen. Die eingenommenen Gelder sollen zur Aufwertung von Natur und Landschaft eingesetzt werden.

Die Vergabe der Nistkästen erfolgt nach Eignung der Standorte und im Rahmen der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Für das Anbringen der Nistkästen kommen alle Städte und Gemeinden im Kreisgebiet in Frage. Die Kästen sind in Bäumen oder an Hauswänden in einer Höhe von mindestens 2,5 Metern anzubringen und jährlich im Herbst von altem Nestbaumaterial zu reinigen. Für einen Nistkasten bewerben können sich alle Privatpersonen, die über ein geeignetes Grundstück im Kreisgebiet verfügen, ausgenommen sind Mitarbeitende des Kreises.

Der Nistkästen sind rund 8 Kilogramm schwer und bestehen aus wetterfestem und robustem Recycling-Material. Er ist mit einem Vorbau im Bereich des Einfluglochs als Schutz gegen Marder und Waschbären ausgestattet. Die Größe des Fluglochs entspricht den Bedürfnissen von Meisen, Sperlingen, Kleibern (gerne in größerer Höhe aufhängen) und anderen Vogelarten. „Auch Fledermäuse können diesen Nistkasten als Sommerquartier nutzen“, weiß Volker Rudolph.

Weitere Informationen sowie Kontaktdaten zur Bewerbung unter https://www.kreis-rz.de/Nistkasten

Zum Bild: Volker Rudolph und Dr. Annika Wein vom Fachdienst Naturschutz des Kreises Herzogtum Lauenburg Foto: Kreis Herzogtum Lauenburg