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Aktuelles Thema der Woche

Kunst in bunter Blüte

Zum Sommerferienstart bringt der KulturSommer am Kanal der Stiftung Herzogtum Lauenburg (KuSo) die Kunst im Kreis zu neuer und vielfältiger Blüte. „Die dritte Woche bringt in Bildern und Tönen Farbigkeit für Groß und Klein in viele Ecken der Region“, freut sich Intendant Frank Düwel. Rund 20 Locations bieten Erlebnisräume für Konzerte unterschiedlichster Couleur, ein buntes Angebot für Kids und ihre Eltern, literarische Akzente und ein volles Orchester an Ateliers; alle Beteiligten möchten die Woche leuchten lassen. Hier ein Blick ins geplante Programm vom 19. bis 25. Juni – wie immer mit der Empfehlung verbunden, das Geschehen mit den aktuellen Infos auf der Webseite www.kultursommer-am-kanal.de aufmerksam abzugleichen.

Vier Konzerttage bieten Erwachsenen Hörgenuss zwischen Klassik und Fusion – und das nicht nur am Wochenende. Eine zauberhafte Begegnung mit Melodien berühmter Komponisten, einer unterhaltsamen Geschichte, einer Querflöte und Johanna Rabe erwartet das Publikum am Samstag (19.6.) in Koberg. In Lauenburg dürfen sich die Zuhörer an diesem Tag auf dem Friedhof „Von tausend Blumen angeblickt“ fühlen. Andrea Krtschil, Katja Bauke und Pastor Stephan Krtschil gestalten den Sommertag mit Trompeten, Posaunen und einer Lesung. Ausflüge ins Experimentelle unternehmen die Künstler am Sonntag (20.6.): Das Künstlerhaus Lauenburg lädt zu einem audiovisuellen Stadtspaziergang ein. Der „Klang-Parcours“ im öffentlichen Raum, ein aktuelles Projekt mit Soundwalks, Klangcollagen und weiteren akustischen Erlebnissen, führt zu 15 Stationen. Raffinierte Strukturen und Klangfarben lässt auch der Auftritt des Quintetts „Makroskop“ in Ritzerau erwarten. Das Set der Musiker aus Berlin verbindet akustisch bis elektronisch und ebenso melancholisch wie kraftvoll die Welten von Jazz, Fusion, World und Acoustic.

Am Donnerstag (24.6.) bringt Lorenz Stellmacher mit seinem neuen Programm „Pianoklänge am Gartenteich – Halleluja!“ die Welt nach Fitzen. Dort stellt er in Rincks kleinem grünen Paradies sein neues Programm vor. Im ewigen Garten – auf dem Geesthachter Waldfriedhof – lassen am Freitag (25.6.) Gregor Bator und Anna Preyss-Bator bei ihrer Sommer-Serenade mit Melodien aus Klassik, Romantik und Filmen Piano- und Violinenklang in den Himmel steigen. Den experimentellen Sound von Cello und Gitarre, Schlagzeug und Percussion verbinden Peter Köhler und Benjamin Lütke in Klein Zecher. Ihr Konzert „Back to the Roots“ in der Alten Schule zieht mit akustischen Instrumenten eine neue Verbindung zur dortigen Ausstellung.

Auch für Kids und ihre Familien steht Musik auf dem Programm: Beim Gartenkonzert im Park des Schwarzenbeker Amtsrichterhauses (19.6.) ist spannende klassische Musik zu hören – kindgerecht und mit leichter Hand vorgestellt von Anna Olivia Amaya Farias und Pablo Villafuerte von der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Sie möchten ihre Freude an Instrumenten und am Musizieren weitergeben. Das Projekt wird durch den Rotary E-Club Hamburg Connect ermöglicht. Action ist am Samstag und Sonntag (19./20.6.) bei Ausflügen ins Duvenseer Moor angesagt: Die Kunsttherapeutin Johanna Geschke streift mit den Kids durchs Grüne und lässt sie die gesammelten Zweige, Blätter, Steine u. v. m. zu kreativer „Natur-Kunst am Wegesrand“ verarbeiten. Etwas ruhiger, aber nicht weniger fantasievoll dürfte am Mittwoch (23.6.) Anna Maltens Märchenreise mit der Schiffsratte Konzilius in der Ratzeburger Stadtbücherei werden. „Das Taschenfloß“ heißt die Geschichte für kleine Neugierige ab vier Jahren.

Die Kultur- und Kunstschaffenden der Region erfrischen Auge und Ohr mit vielen weiteren bunten Blüten. 19 offene Künstlerateliers und -gärten laden am Wochenende zum Besuch und Gespräch ein – in Groß Grönau serviert die Malerin Ulrike Bausch zusätzlich lyrische Häppchen freiheitsliebender Frauen. Größeren literarischen Hunger vermag gewiss Gwendolin Fähser zu stillen, die am Sonntag (20.6.) in Ritzerau zum Waldspaziergang mit Lesung einlädt. Wer möchte, kann sich dazu ein Picknick mitbringen. Ein kleiner Schmaus zur Stärkung zwischendurch könnte auch am Samstag (19.6.) in Ratzeburg nicht schaden: Ein gemütliches Mittsommerfest mit Musik lädt auf der Wiese neben dem A.-Paul-Weber-Museum zum Tanz ein. Günter Klose und seine Freunde untermalen das Familienfest am Seeufer mit schwedischen Klängen. (ea)

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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„Talk in der Kulisse“ entfällt

Der für Freitag, 23. Oktober, geplante „Talk in der Kulisse“ im Stadthauptmannshof entfällt. Hintergrund sind die bundesweit steigenden Corona-Zahlen. Moderator Lorenz Stellmacher würde das Gespräch über „Facetten der Kunst“ mit Theaterpädagogin Gwendolin Fähser (Ritzerau), Pianistin Tatjana Karpouk (Mölln) und Karikaturist Stefan Kruse (Krummesse) allerdings gerne im Jahr 2021 nachholen.

Im Zentrum des Talks sollen Fragen stehen wie „Was braucht es, um ein eigenes Werk zu erschaffen?“ und „Wie kommt der Künstler zur Kunst?“. – Viele Kunstwerke wirken so selbstverständlich, als seien sie anders gar nicht denkbar – als sei die Form, die das Publikum wahrnimmt, die einzig mögliche. Ist dem wirklich so? Stellmacher, selbst Musiker, will es ganz genau wissen. Will fahnden, forschen. „Wie kommt beispielweise jemand wie Tatjana Karpouk dazu, dass Beethoven so klingt, wie sie Beethoven sieht?“ fragt er. Dass er der Pianistin aufschlussreiche und kompetente Antworten entlocken wird, steht außer Frage. Karpouk hat an der Musikhochschule Minsk sowie am Hamburger Konservatorium studiert und obendrein einige Meisterkurse bei großen Musikerpersönlichkeiten besucht.

Nicht weniger kompetent dürften die Antworten bei Fähser und Kruse ausfallen. Auch bei ihnen handelt es sich um absolute Profis. Fähser ist eine echte Koryphäe, wenn es um die Darbietung literarischer Stoffe geht. Lesungen mit ihr sind schlicht ein Ereignis. Wie schafft sie es die Texte so lebendig erscheinen zu lassen – dürfte sich nicht nur der Moderator fragen. Kruse wiederum ist ein hervorragender Zeichner. Ein Talent, das nicht verborgen geblieben ist: 1993 wurde er für seine Arbeiten auf der Internationalen Biennale für Satire und Humor ausgezeichnet. Wie schafft der Mann es, die Idee in die Gestaltung zu bekommen. Auch das würde Stellmacher gerne herausfinden, wenn der „Talk in der Kulisse“ 2021 hoffentlich nachgeholt wird.

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„Die Tüdelband“ live

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Dass Niederdeutsch nicht nur was für ältere Leute ist, zeigen Pop-Formationen wie „De fofftig Penns“ aus Bremen und „Die Tüdelband“ aus Hamburg. Letztere ist tatsächlich in diesem Jahr beim „Niederdeutschen Autorentreffen“ zu Gast. Das Duo spielt am Sonnabend, 16. Mai, für die plattdüütschen Schrievers und de plattdüütsche Lüüd. Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Es wird via Live-Stream auf Kulturportal-Herzogtum.de übertragen. Der Link zur Übertragung wird in den kommenden Tagen eingepflegt.

Die Tüdelband wagt mit ihrem Platt-Pop den Spagat zwischen Landgasthof und Clubbühne, zwischen Fanta-Korn und Moscow-Mule, zwischen Heidi Kabel und Olli Schulz. Ihr neuester Streich ist mit AHAB ein Crossover-Projekt, das die kulturelle Lücke zwischen Plattdeutscher Sprache und Modernem Theater schließt. Das Hörspiel AHAB ist als Koproduktion entstanden. Der Autor G. A. Beckmann vom Theaterkollektiv Girl to Guerilla hat die Textvorlage geliefert, Die Tüdelband den passenden Soundtrack. Im Hörspiel ist das AHAB eine Hamburger Hafenkneipe. Der Name bezieht sich auf den Kapitän AHAB aus Moby Dick (Herman Melville).

„Die Tüdelband“, 16. Mai, Live-Stream, ab 18 Uhr

Foto: Lena Wöhler

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Unterstützung für Kulturschaffende

Landauf, landab bemüht sich die Politik, den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise entgegenzuwirken. Dabei stehen auch die Künstler und Kulturschaffenden im Fokus. So hat das Land Schleswig-Holstein ein Soforthilfeprogramm auf den Weg gebracht, das zeitnahe und unbürokratische Hilfen für Freiberufler, Selbständige, Kulturschaffende und Unternehmen ermöglicht. Die von der Landeregierung als Schutzschirm bezeichnete finanzielle Unterstützung beläuft sich auf 100 Millionen Euro.

An der Umsetzung des Hilfsprogramms wird derzeit gearbeitet. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) hofft, dass noch in dieser Woche Anträge gestellt werden können. „Sobald dies der Fall ist, werden das Land und die Förderinstitute darüber öffentlich informieren. Wir bitten darum dringend, vorher noch keine Anfragen zu stellen“, so Buchholz.

Speziell um Hilfe für Künstler und Freischaffende bemüht sich der Landeskulturverband Schleswig-Holstein (LKV). Unter #KulturhilfeSH hat der LKV einen Nothilfefonds für Künstler und Freischaffende der Kulturwirtschaft ins Leben gerufen. Bis zum vergangenen Freitag (20. März) waren dort bereits 45.000 Euro eingegangen. Das eigens dafür eingerichtete Konto hat die IBAN DE51 2145 0000 0105 0396 71 (BIC: NOLADE21RDB). Das Stichwort lautet „Kulturhilfe“. Spenden werden zudem via Paypal unter www.paypal.me/kulturhilfeSH entgegengenommen.

Wer den Nothilfefonds in Anspruch nehmen möchte, findet unter https://www.landeskulturverband-sh.de/category/kulturhilfesh/ die Auszahlungsbedingungen. Kontakt per Mail gibt es unter kulturhilfe@landeskulturverband.de.

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Eine Eins für Tillhausen

An diesem Nachmittag hagelt es Einsen und Zweien. Klar gibt es immer irgendwas zu meckern. Das Essen könnte ein wenig besser sein in Tillhausen. Aber sonst? Alles super. Wutbürger sind hier nicht in Sicht.

Die Organisatoren haben eine Umfrage auf den Weg gebracht. Teamer und freiwillige Helfer, die am sogenannten VIP-Tag der Kinder-Kommune einen Besuch abstatten, sind ausgeschwärmt, um Antworten einzuholen. Acht Fragen auf einem Papierbogen. Die Benotung reicht von eins bis sechs. „Aber schlechter als eine Drei kommt selten vor“, sagt ein Teamer, der die Umfrage zum wiederholten Mal mit durchgeführt. Klar sei allerdings auch, wenn eine Sache nicht rund laufe, komme das bei der Umfrage heraus. Die Kinder seien da ehrlich.

Nahezu wunschlos glücklich: Die Kinder haben so gut wie keine Kritik an ihrer Stadt. Einzig der Speiseplan ist noch ausbaufähig.  Fotos: Kulturportal

 

Zum Glück läuft alles rund. Abgesehen davon – siehe oben -, dass das Essen noch besser sein könnte. Zumindest in der Theorie. Wenn es um den Speiseplan geht, sind die kleinen Bürger von Tillhausen nicht weniger eigen als die großen Bürger der Erwachsenenwelt. Zehn Menschen bedeuten meist zehn verschiedene Menüvorschläge. „Wir haben die Kinder darüber abstimmen lassen, was sie am letzten Tag essen wollen. Das Ergebnis war eine lange Diskussion um diverse Menüs“, sagt Wolfgang Engelmann, Ehrenbürger Tillhausens. Am Ende seien zwei Gerichte übrigblieben: Pizza und Schnitzel. Die anschließende Abstimmung endete Unentschieden. Engelmann schmunzelt: „Für die Entscheidung hat dann das DRK gesorgt. Die haben nicht genug Kapazitäten, um so viel Pizza zu machen. Deshalb gibt es jetzt Schnitzel.“

Die Teller werden am Ende so oder so leergegessen. Schließlich gehen die Kinder in Tillhausen Tag für Tag einer Arbeit nach. Und das Schuften ist auf Dauer ganz schön anstrengend und sorgt von ganz allein für Hunger – und der Hunger – das wissen die Erwachsenen aus ihrer Kindheit – treibt es rein.

Ihre Energie können die Jungen und Mädchen bei den verschiedensten Jobs lassen. Schließlich ist Tillhausen eine Stadt mit einer florierenden Wirtschaft. Strohpuppenbastler etwa beweisen hier ihr kunsthandwerkliches Geschick. Die Hersteller von Lederwaren kreieren Taschen und Geldbörsen. Die Bedienung der Caféteria muss sich sputen, weil sich die Kunden vorm Tresen drängeln. Selbst abseits des Stadtzentrums ist etwas los. Dort malern zwei Jungen. Sie sind konzentriert bei der Sache. Eine graue Fläche verwandeln sie in eine bunte mit vielen Farben und Figuren.

 

Trotz dieser anspruchsvollen Aufgabe und dem Feuereifer, mit dem sie ihr nachgehen, lässt sich einer der beiden dazu überreden, an der Umfrage teilzunehmen. Schnell geht er die acht Fragen durch. Es hagelt Einsen. Nur bei der Frage nach dem Essen hält der Junge kurz inne, um dann ganz langsam mit dem Kugelschreiber eine Zwei auf das Papier zu malen.

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Luthers Liebe

Wer war Martin Luthers Liebe? Die Schauspielerin Angela W. Röder gibt in dem Solostück mit dem Titel „Mein Herr Käthe – Katharina von Bora“ eine Antwort auf diese Frage. Zu sehen ist sie in dieser Rolle am Sonnabend, 22. Juli, in der Breitenfelder Kirche. Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr.

Katharina von Bora, Ehefrau des großen Reformators, war ihm eine wichtige Stütze. Sie kümmerte sich erfolgreich um seine finanziellen Interessen und sie war ihm eine schlagfertige und geistreiche Gesprächspartnerin. In dem Solostück blickt die Bora selbst – die von Luther ironisch „Herr Käthe“ genannt –  auf ihren Lebensweg zurück. Sie erinnert sich an ihre Zeit im Kloster, an ihre Flucht von dort, ihre Mutterschaft – von Bora hatte sechs Kinder mit Luther – und an ihre Fürsorge für Waisenkinder und Gestrandete.

Angela W. Röder lebt in Hamburg. Sie hat den Schauspielberuf an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien studiert. Das Stück „Mein Herr Käthe – Katharina von Bora“, das sie in der Breitenfelder Kirche aufführt, stammt aus ihrer eigenen Feder.

 

Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 04542-2421.

Angela W. Röder spielt Katharina von Bora. Foto: H. Kuretzky