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Nördlich der A24

Hitzebedingte Absage: Schalk & Shanty

Mölln – Laut der Wettervorhersage für das Wochenende wird es nicht möglich sein, das musikalische Sagen-Abenteuer „Schalk & Shanty“, am 27. und 28. Juni, 15 und 17 Uhr, auf den Möllner Seen durchzuführen. Die vorhergesagte Hitze bringt ein zu großes Risiko mit sich. Die Veranstaltung muss also schweren Herzens abgesagt werden. Da es aus organisatorischen Gründen keine Möglichkeit gibt, die Veranstaltung nachzuholen, wird das Geld für bereits gekaufte Tickets erstattet.

Foto: Antje Berodt

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Augustinum Aumühle im Juli

Aumühle – Dienstag 7. Juli, 19 Uhr, im Theater des Augustinums, Mühlenweg 1, 21521 Aumühle: Die Hamburger Klabautermänner: Eine “Prise Hamburg”, eine “Brise Shanty”. Mit Seemannsliedern, Shantys und Hamburger Gassenhauern bringen die Hamburger Klabautermänner maritimes Flair auf die Bühne. Zu hören werden sein unter anderem der „Hamburger Veermaster“, „La Paloma“ und „An de Eck steiht’n Jung mit’n Tüdelband“. Der vierstimmige Gesang ist das unverwechselbare Markenzeichen des Chores. Musikalisch geleitet und begleitet wird das Ensemble von Herbert Kauschka, studierter Pianist und Arrangeur der Chorlieder, der auch das Schifferklavier spielt. Ein stimmungsvoller Musikabendabend voller norddeutscher Klangfarben und echter Seemannsromantik. Die Veranstaltung findet im Rahmen des KulturSommers am Kanal, der Stiftung Herzogtum Lauenburg, statt. Kartenvorverkauf ab 24. Juni an der Foyerkasse des Augustinum (täglich 15-18 Uhr). Der Eintritt beträgt 15 Euro.

Foto: Klabautermänner

Donnerstag  16. Juli, 19 Uhr, Theater: Auszeit auf 6 Pfoten – 500 km auf dem Ostseeküstenwanderweg. Premiere des neuen Vortrags von Trixi Lange-Hitzbleck. Gut zwei Jahrzehnte lang hat Trixi Lange-Hitzbleck an Bord von Expeditionsschiffen die polaren Welten, die Südsee und den Amazonas bereist. Doch dann „wedelte“ sich BELLA in ihr Leben, die schwarze Flat Coated Retrieverin. Statt Südpol und Nordpol mussten neue Ziele her. Nach vielen Überlegungen war klar: Die Ostsee sollte es sein. Das Abenteuer startete auf der Priwallfähre von Travemünde aus und es ging 500 Kilometer zu Fuß über Swinemünde bis Kolberg. Für die „6 Pfoten“ ging es stundenlang am Strand entlang, immer der Ostsee folgend, sie kämpften sich Steilküsten hinauf und hinab, folgten Umwegen auf Landstraßen und hielten regelmäßig inne. Sie besuchten kleine Ortschaften und unbekannte Flecken, erkundeten Hansestädte und studierten deutsche Geschichte, schliefen in der Jugendherberge oder in feinen Hotels in den Kaiserbädern, trafen spannende Menschen und lauschten deren Geschichten. Hören Sie bei diesem neuen Vortrag auch von den Augenblicken des menschlichen Alleinseins und der Zweisamkeit mit der Hündin sowie den Herausforderungen einer Reise mit Hund. Ein berührender, authentischer Vortrag, der Lust macht auf die Küste Mecklenburg-Vorpommerns, auf die polnische Ostseeküste und auf eine Fortsetzung. Die Veranstaltung findet im Rahmen des KulturSommers am Kanal, der Stiftung Herzogtum Lauenburg, statt. Der Vortrag feiert im Augustinum Aumühle seine Premiere! Der Eintritt beträgt 12 Euro. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.

Foto: Trixi Lange-Hitzbleck

Am Donnerstag 23. Juli, 19 Uhr, im Theater: Chorakademie Erfurt auf Sommertournee 2026. Geballte Lebensfreude erleben mit den Kindern der Chorakademie. Vom 12. bis 26. Juli ist der Kinder- und Jugendchor der Chorakademie Erfurt auf Sommerkonzerttournee im Norden Deutschlands, eine der profiliertesten Nachwuchsschmieden für Chorgesang in Thüringen. Insgesamt sind in der Chorakademie ca. 130 singende Kinder und Jugendliche aktiv, von denen 70 Kinder und Jugendliche den Tourenchor bilden werden. Auf dem Reiseplan stehen Konzertstationen u. a. in Kiel, Mölln, Lübeck und im Augustinum Aumühle. Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Konzertprogramm mit geistlicher und weltlicher Chormusik,  Popsongs sowie bekannten Melodien. Die Konzerte finden in ganz unterschiedlichen Umgebungen statt – von der großen Kirche bis zum besonderen Open-Air-Ort – und richten sich an Zuhörerinnen und Zuhörer jeden Alters. Einige Sängerinnen und Sänger des Ensembles wirken regelmäßig beispielsweise in Musiktheaterproduktionen (u. a. Tosca, Hänsel und Gretel, Die Stimme der Meerjungfrau) mit. Wettbewerbserfolge unterstreichen die künstlerische Qualität! Kartenvorverkauf an der Foyerkasse ab 17. Juli (täglich 15-18 Uhr). Der Eintritt beträgt 12 Euro, erm. 8 Euro (Kinder, Schülerinnen und Schüler). Weitere Informationen zur Tournee finden Sie unter: www.chorakademie-erfurt.de

Foto: Lutz Edelhoff

Sonntag 26. Juli, 19 Uhr, im Theater: Cinema Augustinum Münter & Kandinsky. Spielfilm über ein Künstlerpaar, das Kunstgeschichte schrieb. Ein FSK 12 Film unter der Regie von Marcus O. Rosenmüller und dem Drehbuch von Alice Brauner. Mit der Besetzung von Vanessa Loibl, Vladimir Burlakov und Julian Koechlin. Es ist die bewegende Geschichte einer dramatischen Liebe und zugleich ein Dokument epochaler Kunst: Anfang des 20. Jahrhunderts lebt und malt Gabriele Münter gemeinsam mit ihrer großen Liebe, Wassily Kandinsky, im bayerischen Murnau am Staffelsee. Dieser Ort wird zum Ausgangspunkt eines künstlerischen Aufbruchs in die Moderne der Malerei und bringt die Künstlerbewegung „Der Blaue Reiter“ hervor. Atmosphärisch dicht zeichnet der Film die Lebens- und Liebesgeschichte von Münter und Kandinsky nach: Die junge Malschülerin, die sich in den knapp elf Jahre älteren Lehrer verliebt. Ihr gemeinsames Leben auf Reisen sowie ihr Leben in und um Murnau wird zur Inspirationsquelle ihres künstlerischen Schaffens. Sie werden zu Pionieren ihrer Zeit. Ihre künstlerisch produktive, aber privat eher fatale Verbindung, lässt Münter immer mehr verzweifeln und Kandinsky immer missmutiger werden. Münter & Kadinsky porträtiert als erster Kinospielfilm detailgetreu die gemeinsamen Jahre der beiden hochbegabten Persönlichkeiten, die Entstehung des Blauen Reiter und lässt die Schwabinger Bohème kurz nach der Jahrhundertwende wieder aufleben. Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Der Eintritt beträgt 8 Euro.

Foto:  Camino Filmverleih

Dienstag 28. Juli, 19 Uhr, im Theater: Geologische Polyphonie – Die Entstehung der Anden. Wissenschaft einfach erklärt – Vortrag mit Prof. Dr. Ulrich Riller, Universität Hamburg. Wie entsteht ein kontinentales Hochplateau? Gemäß dem Jahresmotto 2026 des Augustinum „Vielstimmig“ beschreibt der Vortrag die geologische Vielfalt, die bei der Entstehung der Zentralanden, die zu den größten Gebirgen der Erde zählen, von Bedeutung ist. Neben der Bewegung des Erdmantels tief unter dem Gebirge sind dies kilometerweite tektonische Verschiebungen in der Erdkruste, spürbar als Erdbeben, Vulkanismus und atmosphärische Prozesse über dem Gebirge. Die Entschlüsselung der geologischen Vorgänge wird anhand moderner wissenschaftlicher Methoden veranschaulicht. Prof. Ulrich Riller (Ph.D.) studierte Geologie an der Universität Tübingen und promovierte an der University of Toronto (Kanada). Einer Professur für Impaktgeologie an der Humboldt-Universität zu Berlin folgte eine Professur in Earth Science an der McMaster University (Kanada). Seit 2012 lehrt er an der Universität Hamburg das Fach Strukturgeologie und forscht über die geologischen Auswirkungen großer Meteoriteneinschläge sowie die Entstehung von Gebirgen an Kontinenträndern. Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Der Eintritt beträgt 8 Euro.

Foto: U. Riller

Ausstellung vom 29. Juli bis 16. September: Zwischen Licht und Schatten. Fotografien der Schwarz-Weiß-AG vom Deutschen Verband für Fotografie Hamburg. Die Schwarz-Weiß-AG vom Deutschen Verband für Fotografie Hamburg präsentiert im Augustinum ihre neue Fotoausstellung. Sie bietet Besucher die Möglichkeit, die Vielseitigkeit der Schwarz-Weiß-Fotografie zu erleben und in die unterschiedlichen Welten der acht Künstlerinnen und Künstler einzutauchen. Ob Landschaften, Tierwelt, maritime Bilder oder Detailansichten – jede Arbeit erzählt ihre eigene Geschichte und zeigt die einzigartige Ausdruckskraft monochromer Bilder. Durch die Fokussierung auf Licht und Schatten können die Werke der Fotografen auf besondere Weise die Nuancen von Texturen und Formen zur Geltung bringen. Die Fotografinnen und Fotografen bringen sehr individuelle Perspektiven und Inspirationen in die Ausstellung ein, was zu einer vielfältigen Auswahl an Bildern führt. Der Eintritt ist frei. Am 29. Juli findet um 16 Uhr in der Ausstellung eine kleine Eröffnung statt. Die Fotogruppe stellt sich und ihre Arbeiten zu diesem Termin vor. Bis zum 16. September wird die Ausstellung im Kunstgang des Augustinum Aumühle zu sehen sein (täglich 10-18 Uhr).

Foto: Wilhard Borngräber
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Lange Nacht des Friedhofs

Musik, Geschichten und Begegnung auf dem Friedhof

Mölln – Am Freitag, den 26. Juni, lädt die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Mölln, im Rahmen des KulturSommers am Kanal, zum sechsten Mal zur „Langen Nacht des Friedhofs“ ein. Zwischen 20 Uhr und Mitternacht verwandelt sich das historische Gelände des Alten Friedhofs an der Hindenburgstraße in einen Ort voller Licht, Musik, Geschichten und stillen Momenten. Eröffnung ist um 19.45 Uhr auf dem Rondell. Was vor Jahren als ungewöhnliches Kulturformat begann, hat sich längst zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Rund 600 Besucherinnen und Besucher waren bei der letzten Ausgabe vor drei Jahren mit dabei. Viele berichteten von berührenden Begegnungen, unerwartet leichten Gesprächen und einer ganz neuen Sicht auf den Friedhof. „Bei der ‚Langen Nacht‘ kommt tatsächlich Leben auf den Friedhof. Überall hört man Musik, Gespräche und Lachen. Es gibt Raum für Begegnung, aber auch zum Innehalten”, so Pastorin Hilke Lage, die mit ihrem Mann Matthias den Abend begleitet und auch den Abschlusssegen gestalten wird – für viele Besucherinnen und Besucher ein bewegender Höhepunkt. “Wir hören immer wieder, dass Menschen hier ihre Angst vorm Friedhof überwunden haben”, so Lage. Wer mag, kann sich im Rahmen der Friedhofsnacht segnen lassen. Auch in diesem Jahr erwartet die Gäste ein vielfältiges Programm an verschiedenen Orten auf dem Gelände.

In kurzen Beiträgen von 15 bis 20 Minuten laden Lesungen, Musik und Theater dazu ein, über den Friedhof zu flanieren und immer wieder Neues zu entdecken. Bespielt werden unter anderem die Dahmsche Kapelle, der Sandsteinengel, sowie die „Oase der Erinnerung“. Friedhofsleiter Johannes Stettner und sein Team sorgen für eine stimmungsvolle indirekte Beleuchtung. Fackeln schaffen eine einzigartige Kulisse. Mitwirkende aus der Region und darüber hinaus gestalten den Abend: Märchenerzählerin Anna Malten, die “Eulenspiegelaien” mit Theaterszenen, Poetry-Slammer Flemming Zunker sowie Daniel Kaiser (NDR Kultur) mit literarischen Beiträgen. Möllns Stadtarchivar Christian Lopau macht diesmal den Gedenkstein für die Russlanddeutschen Flüchtlinge zum Thema und liest aus ihren Briefen aus Übersee. Musikalisch reicht das Spektrum von Gospel, Taizé und Klassik bis hin zu handgemachter Bandmusik. Kirchenmusikerin Susanne Bornholdt und Ensemble treten auf, ebenfalls dabei sind der Möllner Gitarrist Michael Jessen und die Band Mr. Finnlay. Timo Jessen (Gitarre) und Klaus-Dieter Gutsche (Theater Courage) haben ein gemeinsames Programm entwickelt. Klaus Irmscher liest eigene Texte und Stefan Battige lässt seine Harfe erklingen. Auch Claudia August (Lesung) und Hartmut Ledeboer (Flöte) treten an diesem Abend zusammen auf.

Und es gibt auch ungewöhnliche Formate: Die Diplom-Geologin Kerstin Pfeiffer und die Kunsthistorikerin Dr. Jutta Petri bringen mit „Grabsteine – vom Rohstoff zum Kulturgut“ Geologie und Kunstgeschichte in den Dialog und Trauerrednerin Kathrin Gödecke kommt mit dem „Freunde-Buch des Todes“. „Es geht an diesem Abend auf eine leichte Art und Weise um das Leben und die Liebe, um Abschied und Tod, um Sehnsucht und Hoffnung. Eben um das, was unser Leben ausmacht”, so Pastorin Lage. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Das detaillierte Programm mit Lageplan wird ab dem 23. Juni online veröffentlicht unter www.kirche-moelln.de sowie www.friedhof-moelln.de. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, die besondere Würde des Ortes zu respektieren.

Foto: Dirk Eisermann

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Thomaner im Ratzeburger Dom

Ratzeburg – Am Freitag, 26. Juni, singt der Thomanerchor Leipzig um 19 Uhr im Ratzeburger Dom. Dieser Chor ist einer der berühmtesten Chöre überhaupt. Das liegt zum einen an seinem außerordentlichen Klang, der seit knapp fünf Jahren von seinem Leiter Andreas Reize profiliert wird, und zum anderen an seiner über 800-jährigen ununterbrochenen Existenz, die weit vor der Wirksamkeit des bedeutensten Thomaskantors Johann Sebastian Bach einsetzte. Der Thomanerchor bringt in zuverlässiger Regelmäßigkeit Kantaten J. S. Bachs in Gottesdiensten und Motettenaufführungen der Leipziger Thomaskirche zum Klingen, in denen darüberhinaus Chorwerke aus vielen Epochen bis hin zu Uraufführungen zu hören sind. Aus diesem Repertoire ist auch das Programm zusammengestellt, das der Chor auf seiner diesjährigen Sommerreise u.a. im Greifswalder, Güstrower und Ratzeburger Dom singt. Der Thomanerchor wird begleiten vom Thomasorganisten Johannes Lang. Eintrittskarten für das Ratzeburger Konzert verkauft die Buchhandlung Weber in der Herrenstraße 10 in Ratzeburg.

Foto: Emanuel Scobel

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Avantgarde-Festival Schiphorst

30 Jahre Avantgarde-Festival Schiphorst: Hören als Haltung

Schiphorst – Drei Tage, ein ehemaliger Bauernhof, dreißig Jahre Experiment. Was 1996 als „Sommersonnenwenden-Fete“ begann, hat sich zu einem der eigenwilligsten Festivals im deutschsprachigen Raum entwickelt. Mitgründer Jean-Hervé Péron erinnert sich an die Anfänge als eine Woche „irgendwo zwischen arabischen Nächten und industrieller Brachlandschaft“ – ein Ort nicht nur für Musik, sondern für alle Künste, für Improvisation im weitesten Sinne. Das Avantgarde-Festival Schiphorst feiert in diesem Sommer vom 19. bis 21. Juni sein dreißigjähriges Bestehen. Und es bleibt sich treu: alles wie immer, also alles wieder anders.

Freitag: zwischen Käuzchen und Metallschrott

Den Auftakt machen KOU aus Frankreich mit ausgeruhten, verstolperten Tönen – durch die gelegentlich ein Käuzchen ruft. Hugging aus Berlin nehmen Metal auseinander und bauen ihn überraschend zärtlich neu zusammen. Der Musiker und Videokünstler Valle Döring zeigt, was eine über hundert Jahre alte Pumporgel voller Mikrofone heute zu erzählen hat. Das Hamburger Bunte Luft Trio reist mit Baritonsaxophon, modularem Synthesizer und vietnamesischer Kastenzither an; Monita Wagma legt auf.

Foto: AnasAboura

Krautrock trifft sich in Schiphorst

Dass Embryo in diesem Jahr zum ersten Mal beim Avantgarde-Festival auftreten, ist mehr als eine Programmnotiz. Beide Bands – Embryo wie FaUSt – werden unter dem Label Krautrock geführt und stehen für eine Haltung, die Experiment über Genre stellt. Beide verbindet außerdem ein Generationenwechsel: Marja Burchard führt Embryo weiter, die Band ihres Vaters Christian Burchard – eine Formation, die nie aufgehört hat zu touren und sich zu verändern. Jeanne-Marie Varain, Tochter von Jean-Hervé Péron, hat die künstlerische Leitung des Festivals seit 2014 inne. Dass diese beiden Bands nun erstmals gemeinsam auf einem Festival zusammenkommen, das von Töchtern seiner Gründergeneration geprägt wird, ist kein Zufall – es ist Kontinuität als Programm.

Foto: Paul Günter

Samstag: Ein Festival, das zuhört

Der Samstag steht ganz im Zeichen des aktiven Hörens – eine Hommage an ein Publikum, das seit dreißig Jahren durch seine Art des Zuhörens einen Raum geschaffen hat, der so selten zu finden ist. Er beginnt mit einer Einführung und einem Workshop von Femke Dekker (Loma Doom), die ihr Buch Open Field Listening Station gerade veröffentlicht hat. Luciana Rizzo aus Buenos Aires und Katarzyna Karpowicz aus Warschau setzen das mit ihren Soundforschungen fort. AGF (Antye Greie-Ripatti) fragt in ihrer Arbeit, wie sozialer Raum entsteht und behauptet wird. Hanna Eimermacher und Frauke Aulbert sind als Physical Listening Club zu erleben. Den Abend gestalten der Copenhagen Clarinet Choir, der zwischen Kontemplation und Explosion pendelt, und das Andromeda Mega Express Orchestra (Deutscher Jazzpreis 2021). Dazu kommt der europäische Ableger des kanadischen Growlers Choir, der Heavy Metal und experimentelle Musik zusammendenkt. „Es ist mir eine große Freude, das Hauptprogramm zu kuratieren und die Dynamiken der Tagesabläufe zu gestalten“, sagt Jeanne-Marie Varain. „Das Programm wird immer wieder durch Aktionen und Ungeplantes durchdrungen – ich kann selbst nicht genau sagen, wie die Couleur des Festivals sein wird. Das ist ein Riesenspaß, auch für mich.“

Foto: Malthelvarsson

Sonntag: Jubiläum als Happening

Den Festivalsonntag gestaltet Jean-Hervé Péron ganz im Geist der Gründerjahre – und das heißt: Die Grenze zwischen Bühne und Publikum löst sich auf. Der Vormittag beginnt im Hof mit Jazz, wandert dann auf die Hauptbühne, wo Péron Stücke aus MOI vorstellt – seinem ersten Soloalbum, das im September erscheint und wenige Wochen zuvor in Schiphorst aufgenommen wurde. Zwischendurch betritt Thomas Otto, Zaubererkünstler, den Hof – und wer aufmerksam ist, versteht vielleicht, warum der Kiosk an diesem Morgen nur eine Aufgabe hat. Den Abschluss bildet, wie es inzwischen Tradition ist, ein spontaner Chor aus dem Publikum. „Jetzt, drei Jahrzehnte später, bauen, improvisieren und erfinden wir weiter“, schreibt Péron – „nicht, um in der Vergangenheit zu schwelgen, sondern um den Geist lebendig zu halten.“

Foto: Tammo Möller

Rahmenprogramm

Auf dem Heuboden kuratiert das Brandenburger NNOI-Festival ein Kurzfilmprogramm. Im Ausstellungsraum unterm Dach sind Arbeiten von Peter Blegvad zu sehen – Poesie, Malerei, Zeichnung und Musik des Songwriters, Autors und Slapp-Happy-Mitgründers. Die freie Bühne Annex ergänzt das Programm der Tenne als Hauptspielstätte.

Das Festival findet traditionell zur Sommersonnenwende statt. Festivaltickets – inklusive Mahlzeiten und Camping im Rosengarten – sind sozial gestaffelt: 80, 100 oder 120 Euro. Tageskarten sind ab 20 Euro erhältlich. Der Vorverkauf läuft bis Juni. Das Festival wird gefördert von der Initiative Musik des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Aus der Stiftung

Konzert in Albsfelde

Albsfelde – Die Band „Gießkanne“ sorgt am Samstag, 13. Juni, um 19 Uhr in der Haferdiele (An Soot 2, 23909 Albsfelde) mit ihren vielfältigen Songs für gute Stimmung. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Der im Halbjahresprogramm der Stiftung Herzogtum Lauenburg genannte Termin So., 14. Juni ist nicht richtig. Die Coverband aus Ratzeburg und Umgebung hält musikalisch für jeden etwas bereit. Wie aus einer Gießkanne verteilen sie ihre Songs über die ganze musikalische Landschaft – breit gefächert und erfrischend vielseitig. Ob laut und kraftvoll mit Schlagzeug, Gitarren und Bass – Rock, Pop und Schlager der letzten 50 Jahre – oder unplugged mit zwei Gitarren und Bass: Sie treffen immer den richtigen Ton. Die Musik lädt zum Mitsingen, Mittanzen oder einfach zum Genießen ein. Im Repertoire der Band finden sich Hits von Sportfreunde Stiller, Creedence Clearwater Revival, Bryan Adams, Chris Norman, Torfrock, Westernhagen, Hannes Wader, Udo Lindenberg, Wir sind Helden, Die Toten Hosen – und viele mehr. Die Gemeinde Albsfelde veranstaltet diesen Abend gemeinsam mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg im Rahmen der Reihe „Kultur auf Dorf-Tour“, die die Stiftung als ein Kulturknotenpunkt des Landes ins Leben gerufen hat. Die Kulturknotenpunkte sind ein Projekt des Ministeriums für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und werden durch den Landeskulturverband e.V. koordiniert.

Foto: Simon Lehmann

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Volles Programm im Courage

Mölln – Adelina und Klaus, Betreiber des „klitzekleinen Kulturzentrums COURAGE“ in der Innenstadt von Mölln (Seestraße gegenüber Bootsanleger) bieten im Juni ein Programm, das sich sehen lassen kann. Interessierte haben die Möglichkeit, an offenen Bühnen, Workshops, Konzerten und mehr teilzunehmen, die zu großen Teilen im Rahmen des KulturSommers am Kanal stattfinden.

Foto: Adelina und Klaus

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Chorkonzert

Why we sing – das große Sommer-Event

Mölln – Ein musikalisches Ereignis voller Vielfalt, Emotion und Klangfarbe erwartet die Besucherinnen und Besucher am Samstag, 13. Juni, um 18.30 Uhr in der Möllner St. Nicolai-Kirche, Am Markt 10, 23879 Mölln. Unter dem Motto „WHY WE SING“ präsentieren sich die Chöre in einem abwechslungsreichen Programm – mal a cappella, mal begleitet, mal zart, mal kraftvoll von Vivaldi bis Civilization IV. In diesem Jahr gibt es einen besonderen Anlass zu feiern: Der Nicolai-Chor begeht sein 65-jähriges Bestehen. Seit 1959 prägt er das musikalische Leben der Gemeinde, bringt Menschen zusammen und verbindet Generationen durch die gemeinsame Freude am Gesang. Die beteiligten Chöre zeigen an diesem Abend nicht nur ihre individuellen Stärken, sondern vereinen ihre Stimmen auch zu eindrucksvollen gemeinsamen Klangbildern. Unterstützt werden der Nicolai-Chor, der Gospel- wie der Kinderchor von einem kleinen Orchester, das dem Programm zusätzliche Farbe und Lebendigkeit verleiht. Musikalisch dürfen sich die Gäste auf eine reizvolle Mischung aus Klassik und Moderne freuen – mit unerwarteten Klängen, die neugierig machen und emotional berühren. Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy treffen auf zeitgenössische Chormusik u. a. von Tracy Wong, deren moderne, rhythmisch dichte Kompositionen eine besondere klangliche Frische in das Programm bringen. Das Konzert verspricht viele Genuss-Momente: mal innig, mal lebendig, mal überraschend – immer getragen vom gemeinschaftlichen Musizieren, das die Chöre auszeichnet. Im Anschluss wird Zeit und Gelegenheit zum Anstoßen auf alle Gründe zum Singen sein. Unter der Leitung von Kirchmusikdirektorin Susanne Bornholdt. Der Eintritt beträgt 15 Euro. Personen bis 30 Jahre zahlen 5 Euro an der Abendkasse.

Foto: Susanne Bornholdt

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Lesung mit Musik

Kultursommer am Kanal: „Mach dir´s bequem“- Schriftsteller Tim Tensfeld zu Gast im COURAGE

Mölln – Der junge Schriftsteller und Lyriker Tim Tensfeld liest am Dienstag, 2. Juli, 19 bis 21 Uhr, aus seinem Lyrikdebüt „muschelscherbensterben.“ und präsentiert neue und teils unveröffentlichte Lyrikarbeiten aus seinem Werk. Außerdem wird er im Literaturgespräch mit Klaus-Dieter Gutsche über sein Werk und das Schreiben Rede und Antwort stehen. Eine besondere Note erhält die Lesung durch die Klänge des E-Saxophons, gespielt vom Möllner Musiker Damian Arikas. Die Lesung findet im Courage, Seestraße 1b, 23879 Mölln, statt.

Foto: S. Tensfeld

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Ahoi Kleinkunstfest

„Voll das Leben“

Ratzeburg – Am Samstag, 13. Juni wird die Ratzeburger Insel erneut zur Bühne für Musik, Theater und Begegnung: Das Kleinkunstfest „Ahoi“ lädt Besucherinnen und Besucher unter dem Motto „Voll das Leben“ auf den Marktplatz, den Barlachplatz sowie in und um die Stadtkirche St. Petri ein. Veranstaltet wird das Festival zum zweiten Mal vom Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg gemeinsam mit zahlreichen Partnern und Kulturschaffenden aus der Region. Der Festtag beginnt 11.30 Uhr mit einer Pop-Andacht auf der Marktbühne und endet etwa 22 Uhr mit einer Feuershow auf dem Barlachplatz. Dazwischen erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Improvisationstheater, Lesungen, Walk-Acts und Mitmachangeboten. Auf mehreren Bühnen präsentieren Künstlerinnen und Künstler aus dem Herzogtum Lauenburg und darüber hinaus ihre Beiträge. Die Idee zum Festival stammt von Propst Philip Graffam. Ziel ist es, Kunst und Kirche sichtbar miteinander zu verbinden und kreative Begegnungen im öffentlichen Raum zu ermöglichen. Das Konzept wurde erstmals 2024 umgesetzt – auch als Reaktion auf die Corona-Zeit, in der kulturelle Begegnungen stark eingeschränkt waren. „Das Schönste an diesem Festival ist für mich, dass es niemanden ausschließt. Man muss nichts mitbringen und nichts erklären. Viele bleiben spontan stehen, lassen sich auf die Stimmung ein und entdecken dabei etwas, das sie vielleicht nicht erwartet hätten“, erklärt Propst Graffam. „Wir möchten zeigen, dass Kirche auch inspirierend und überraschend sein kann“, sagt Tanja Derlin, Diakonin und Mitglied des Organisationsteams im Kleinkunstfestbüro. „Kirche ist bunt und vielfältig und genau das darf auch in der Öffentlichkeit sichtbar werden.“ Ergänzt wird das Programm durch kreative Workshops, einen kleinen Kunsthandwerkermarkt sowie kulinarische Angebote aus der Region. Zu den Höhepunkten zählen das Improvisationstheater „Steife Brise“ aus Hamburg sowie die Stelzenläufer „Charivari“, die am Nachmittag das Publikum mit ihrer Straßenkunst einbinden und den Abend mit einer Feuershow ausklingen lassen.
Neu im Programm ist ein „Preacher Slam“. Inspiriert von klassischen Poetry Slams, bringen hier Teilnehmende aus dem theologischen Bereich kurze Beiträge zum Festivalmotto „Voll das Leben“ auf die Bühne. 
Auch das Team von „Segensreich“ ist dabei. Neben „Segen to go“ auf dem Barlachplatz gibt es in diesem Jahr einen neuen, ruhigen Bereich hinter der Stadtkirche. Auf der Wiese dort wird es statt Stände oder Aktionen Raum für persönliche Gespräche, Segen und Rückzug geben. Der Eintritt zum gesamten Festival ist frei. Mehr Informationen zum Programm gibt es hier: https://www.kirche-ll.de/von-a-bis-z/k/kulturfest-ahoi.html

Foto: Jens Butz