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Ausstellungen Nördlich der A24

Das Barber-Ljaschtschenko-Abkommen von 1945

Noch bis zum 29. August ist im Kreismuseum (Ratzeburg, Domhof 12) die Wanderausstellung „Das Barber-Ljaschtschenko-Abkommen 1945 und seine Folgen” zu sehen. Auf 20 Tafeln und einer Medienstation erhalten die Besucherinnen und Besucher einen Überblick zu den Ereignissen, die den Kreis Herzogtum Lauenburg nachhaltig mitgeprägt haben.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges führte der Verlauf der sogenannten Demarkationslinie im Bereich des Herzogtums Lauenburg und des benachbarten Mecklenburgs zu Schwierigkeiten in der Zuwegung und Versorgung bestimmter Orte. Nach mehreren Verhandlungen im Sommer 1945 unterzeichneten der britische Generalmajor Colin Muir Barber und der sowjetische Generalmajor Nikolai Grigorjewitsch Ljaschtschenko am 13. November 1945 in Gadebusch einen Vertrag. Dieser sah den Austausch der mecklenburgischen Orte Ziethen, Mechow, Bäk und Römnitz gegen die lauenburgischen Orte Lassahn, Techin, Hakendorf, Klein Thurow und Dechow sowie die Güter Groß Thurow, Bernstorff, Stintenburger Hütte und Stintenburg vor.

Fortan wurde dieses Abkommen als Barber-Ljaschtschenko-Abkommen beziehungsweise Gadebuscher Vertrag bezeichnet. Die Stadt Gadebusch koordinierte im vergangenen Jahr ein Projekt zur Erinnerung an den Gebietsaustausch. In Kooperation mit dem Grenzhus Schlagsdorf entstand die Wanderausstellung, die zum großen Teil aus Unterlagen des Kreisarchivs erarbeitet wurde.

Die Ausstellung im Kreismuseum ist bis zum 29. August täglich – bis auf montags – von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Ausstellungen Südlich der A24

„1870/71 Reichsgründung Versailles“

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung eröffnet am Sonntag, 20. Juni, um 11 Uhr im Bismarck-Museum (Friedrichsruh) ihre Sonderausstellung „1870/71 Reichsgründung in Versailles“. Interessierte können das Ereignis am Bildschirm per Live-Stream verfolgen. Publikum ist bei der Eröffnung nicht zugelassen.

Zur Begrüßung spricht der Kuratoriumsvorsitzende Norbert Brackmann. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Hans-Christof Kraus (Universität Passau). Er ordnet die deutsche Reichsgründung von 1871 in die europäische Geschichte ein. Anschließend vermittelt Kurator Dr. Maik Ohnezeit einen ersten Eindruck aus den Ausstellungsräumen im Bismarck-Museum und im Historischen Bahnhof Friedrichsruh.

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung erinnert mit der Sonderausstellung „1870/71 Reichsgründung in Versailles“ an den Deutsch-Französischen Krieg und die Gründung des deutschen Nationalstaates vor 150 Jahren. Als besonderer Schicksalsort der deutsch-französischen Beziehungen wird das Schloss von Versailles in den Mittelpunkt gerückt.

Die Ausstellung im Bismarck-Museum ist bis zum 14. November dienstags bis donnerstags jeweils von 10 bis 18 Uhr zugänglich.

Zu sehen ist die Ausstellung ist bis zum 14. November (Dienstag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr, Eintritt vier Euro).

Da sich aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln nur wenige Menschen gleichzeitig in den Räumen aufhalten dürfen, wird diese Veranstaltung auf dem YouTube-Kanal der Otto-von-Bismarck-Stiftung Friedrichsruh live gestreamt. Im Museum selbst ist kein Publikum zugelassen.

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Ausstellungen Nördlich der A24

„Unerkannt durch Freundesland“

Mit verbotenen Reisen im Herrschaftsbereich der untergegangenen Sowjetunion befasst sich die Ausstellung „Unerkannt durch Freundesland“, die am Sonnabend, 19. Juni, um 16 Uhr im Grenzhus Schlagsdorf eröffnet wird.

Die Schau erzählt von DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürgern, die mit einem Transitvisum für zwei Tage zu wochenlangen Entdeckungs- und Abenteuerreisen durch die Sowjetunion starteten. Sie ignorierten die gesetzlichen Regeln und Sicherheitsbestimmungen in der Diktatur und setzten dagegen auf Gastfreundschaft und die Schlupflöcher in diesem Riesenreich. Da für viele DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürger die kapitalistischen Länder im Westen versperrt waren, konnte die Sehnsucht nach Bergsteigen im Hochgebirge, Strandurlaub unter Palmen oder endlose Waldwildnis nur im fernen Osten befriedigt werden.

Der Kaukasus, die Krim oder Sibirien boten dafür Erlebnisräume, nur waren dafür die Einreisebestimmungen zu ignorieren und ein Verzicht auf Reisekomfort zu leisten. Neben einzigartigen Naturerlebnissen erlebten die Reisenden auch die Widersprüche in diesem Land, lernten eine unglaubliche Gastfreundschaft kennen, aber auch die Propagandabilder von der Realität zu unterscheiden. 30 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion ist die Ausstellung auch eine Zeitreise in eine untergegangene Welt.

In der Ausstellung zeigen damalige Protagonistinnen und Protagonisten ihre Fotos, erzählen von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Bis heute wirken diese Reisen bei den Beteiligten nach – das machen die rückblickenden Einschätzungen deutlich. Sie erzählen auch eine Geschichte des Eigensinns im Leben unter diktatorischen Verhältnissen.

Zur Ausstellungseröffnung sind Markus Meckel, letzter Außenminister der DDR, Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommer und Cornelia Klauß, Kuratorin der Wanderausstellung und des Kataloges zur Ausstellung, zu Gast. Zudem sorgt Ekkehard Maaß für den musikalischen Rahmen. Vor Ort sind überdies ehemalige Reisende.

Eine Anmeldung unter info@polmem-mv.de ist unverzichtbar. Zudem ist ein gültiger Negativtest oder der Nachweis einer Impfung gegen das Corona-Virus beziehungsweise der Beleg einer Gesundung nach einem Infekt mitzubringen. Außerdem ist eine Nachweisführung über Besucherdaten notwendig, entweder schriftlich oder per Luca-App.

Die Ausstellung im Grenzhus Schlagsdorf, Neubauernweg 1, ist bis zum 26. September montags bis freitags von 9 bis 16.30 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Foto: Robert Conrad

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Ästhetischer Materialismus

Eine ästhetische Begegnung mit verschiedensten Materialien sowie Kunstformen und Kunstanschauungen ermöglicht noch bis zum 15. Oktober die SchaalseeGalerie (Dargow). Das Haus zeigt Werke von Julia Lohmann, Marcel Hardung, Markus Kaiser, Günter Thorn und GIBBS, die mit Glas, Beton, Nessel, Aluminium, Papier, Leinwand, Zeichenstift, Ölfarbe, Kugelschreiber, Holz, Stahl, Kunststoff und mehr gearbeitet haben.

Julia Lohmann entdeckte für sich vor allem Aluminium und Nessel als unkonventionelle „Bildträger“, die dem Farbauftrag neue Qualitäten verleihen. Gleichzeitig sind sie geeignet, die klassische Form des Tafelbildes zu verlassen und die plastische Dimension des Raumes zu erobern – auch über kinetische Objekte.

Marcel Hardung spannt den Bogen weit von der Verarbeitung vorgefundener Energie- und Kommunikationstransporteure im Betonabdruck bis zu maskenhaften skulpturalen Gebilden.  

Markus Kaiser beschreitet so unterschiedliche Wege wie die Verwendung seiner Kontoauszüge als mögliche Bildträger. Sie enthalten das unterschiedlichste Ideenmaterial spontaner Eingebung.

Günter Thorn widmet sich in seinen Arbeiten den Themen Transparenz und Abgrenzung. Er präsentiert Glas in Spannung zu intransparenten Materialien, die natürliche Umgebung, bildnerische und andere bildhauerische Materialien bieten.

GIBBS greift mit seinen übermalten Portraits einst bekannter, aber vielfach bereits vergessener Persönlichkeiten auf reproduziertes Bildmaterial der Vergangenheit zurück, dem er mit spitzen, meditativen Strich neues Leben verleiht und dem Sog des Vergessens entreißt. So wird abstrakte Erinnerung zum konkreten Material des bildnerischen Prozesses und der ästhetischen Reflexion.

Die Ausstellung in der SchaalseeGalerie, Hauptstraße 44, in Dargow kann noch bis zum 15. Oktober nach persönlicher Terminvereinbarung besucht werden. Die Voranmeldung ist unter der Rufnummer 04545-2899941 möglich.

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Ausstellungen Südlich der A24

Der Sound der Stadt

Lauenburg ist ab Donnerstag, 20. Mai, um eine Attraktion reicher: Das Künstlerhaus Lauenburg eröffnet an diesem Tag offiziell den „Klang Parcours“ durch die Stadt vor. Dahinter verbirgt sich ein Rundgang über 15 Stationen, die allesamt über akustische Kunst besondere Aspekte Lauenburgs erkenn- und erfahrbar machen. Präsentiert werden Werke von Studierenden der Muthesius Kunsthochschule Kiel und der Leuphana Universität Lüneburg zum Thema „Identität und Wandel Lauenburgs“.

Der Rundweg ist auf einem Faltplan verzeichnet. Dieser ist im Künstlerhaus und in der Tourist-Information kostenfrei erhältlich. Hier startet auch der Rundweg. QR-Codes an den Klangstationen machen ausgewählte künstlerische Arbeiten im Stadtraum erfahrbar. 

Entstanden ist der „Klang Parcours“ dank der Initiative des Künstlerhauses Lauenburg. Das „Offene Atelier“ der Einrichtung beschäftigt sich seit 2019 in verschiedenen Workshops und Hochschulseminaren mit der ästhetischen und akustischen Erkundung der Stadt Lauenburg.

Interessierten können Führungen durch den „Klang Parcours“ per Mail unter touristik@lauenburg-elbe.de oder per Telefon unter der Rufnummer 04153-5909220 buchen. Der Klang Parcours ist nicht barrierefrei.

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Bismarck-Museum wieder geöffnet

Die Objekte sind frisch abgestaubt und die Vitrinen poliert: Die Otto-von-Bismarck-Stiftung hat die Pforten ihres Museums und die Dauerausstellung „Otto von Bismarck und seine Zeit“ im Historischen Bahnhof Friedrichsruh seit dem 4. Mai wieder geöffnet. Die Räumlichkeiten sind dienstags bis sonntags zwischen 10 und 18 Uhr zugänglich.

Wie gewohnt ist der Eintritt in die Dauerausstellung kostenlos. Aktuell gilt dies auch für das Museum. Dort ist eine Besichtigung wegen des Aufbaus der Sonderausstellung „1870/71. Reichsgründung in Versailles“ allerdings nur eingeschränkt möglich.

Die Bismarck-Stiftung bittet um vorherige Anmeldung. Sie ist unter der Telefonnummer 04104-977116 oder per Mail unter info@bismarck-stiftung.de erreichbar.

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

Foto: Jürgen Hollweg

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Ausstellungen Südlich der A24

Zukunft an der Wand

Das Künstlerkollektiv „Baltic Raw Org“ installiert am Sonnabend, 8. Mai, in Lauenburg eine Wandzeitung. Diese „öffentliche Bibliothek“ entsteht auf der Brachfläche Berliner Straße und zeigt anhand von Beispielen das Potential, das für die Stadtentwicklung in der Bürgerbeteiligung steckt. Anlass ist der Tag der Städtebauförderung.

„Baltic Raw Org“ setzt für die Aktion auf das persönliche Gespräch. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler werden zwischen 9 und 13 Uhr vor Ort sein. Sie freuen sich auf den Gedankenaustausch über Projekte wie „Winzige Wälder“, „Öffentliche Sauberkeit“ und „Tandem Wahlfamilien“ und hoffen auf neue, weiterführende Ideen.

Unterdessen deutet ein weiterer Eingriff von „Baltic Raw Org“ bereits den Frühling an. Die künstlerische Pflanzung in Form des Wortes „Polis“ zeichnet sich bereits ab. In den kommenden Wochen wird der Schriftzug aufblühen und den Lauenburgerinnen und Lauenburgern hoffentlich Freude bereiten und womöglich eine Quelle der Inspiration sein. 

Parallel organisiert die Stadt Lauenburg am 8. Mai von 9 bis 13 Uhr im Stappenbecker eine Satellitenausstellung zu Entwicklungsprojekten. Mit vertreten ist das Projekt „Stadt ohne Mitte – Mitte ohne Stadt“. 

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Aus der Stiftung Ausstellungen Nördlich der A24

Landt-Schau bleibt am Wochenende geschlossen

So schnell kann es gehen: Wegen der ab Sonnabend bundesweit gültigen Corona-Notbremse bleibt die Schau „Kunst – Leben – Hoffnung“ an diesem Wochenende (24./25. April) geschlossen. Das neugefasste Bundesinfektionsschutzgesetz schreibt bei einer Inzidenz von mehr als 100 die Schließung von Kultureinrichtungen vor. Im Kreis Herzogtum Lauenburg lag sie zuletzt bei 105.

Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hatte zu Wochenbeginn die Verlängerung der Frühjahrsausstellung bis zum 9. Mai beschlossen.

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Ausstellungen Nördlich der A24

Tête-à-Tête mit der Landt-Schau

Wegen der hohen Ansteckungszahlen können sich die von der Stiftung Herzogtum Lauenburg präsentierte Schau „Kunst – Leben – Hoffnung“ am kommenden Wochenende nur Einzelpersonen beziehungsweise Hausgemeinschaften bis zu fünf Personen ansehen. Immerhin: Die Ausstellung im Möllner Stadthauptmannshof bleibt nach Terminvereinbarung am Sonnabend, 17. April, und Sonntag, 18. April, jeweils von 11 bis 16 Uhr zugänglich.

Als Kunstfreund lässt sich der Situation womöglich auch etwas Positives abgewinnen. Wann hat man schon die Gelegenheit, allein in eine Ausstellung zu gehen? Es ist die Chance zu einem ganz persönlichen Tête-à-Tête mit den Drucken und Radierarbeiten des Worpsweder Künstlerpaares Ina und Markus Landt.

Termine für einen Ausstellungsbesuch werden unter der Telefonnummer 04542-87000 sowie per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de bis Freitag, 16. April, um 13 Uhr vergeben. Selbstverständlich ist auch ein spontaner Besuch möglich, soweit nicht alle Termine ausgebucht sind.  Allerdings könnte es dann zu Wartezeiten kommen. Für die Kontaktrückverfolgung nutzt die Stiftung Herzogtum Lauenburg die Luca-App.

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Bismarck-Stiftung schließt Häuser

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung hat ihre beiden Häuser – den Historischen Bahnhof und das Bismarck-Museum – vorübergehend geschlossen. Hintergrund ist der hohe Inzidenzwert im Kreis Lauenburg, der seit mittlerweile mehr als sieben Tagen den Wert von 100 überschritten hat. Die Bismarck-Stiftung kommt mit dieser Entscheidung den bevorstehenden Corona-Einschränkungen durch die Politik zuvor.

Der Kreis Herzogtum Lauenburg hatte gestern (12. April) in einer Pressemitteilung unter anderem die Schließung aller Innenbereiche von Freizeit- und Kultureinrichtungen ab Mittwoch, 14. April, angeordnet. Diese Anordnung gilt vorerst bis zum 25. April.

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.