Was wird aus Helmut?

So schnell geht das – ein falscher Stunt mit dem Skateboard und schon steht die nahe Zukunft in den Sternen. Helmut hat kurz vor seinem großen Auftritt bei „Beat and Dance“ eine Bruchlandung hingelegt. Nachdem der Doc seinen Knöchel begutachtet hat, war klar: Ohne OP wird das nichts.

Immerhin: Die Operation hat er mittlerweile hinter sich und alle Kolleginnen und Kollegen – und bestimmt auch Faber – haben ihm „Alles Gute“ gewünscht. Stellt sich mit Blick „Beat and Dance“ nur die Frage: Was wird aus Helmut? Kann er am 30. Juni im Rathaus Schwarzenbek dabei sein?

Kann er. „Die OP ist gut verlaufen“, sagt Helmut auf Nachfrage von Kulturportal-Herzogtum.de. Er benötige zwar eine Gehhilfe, er sei aber dabei. Helmuts Kreativität hat ohnehin nicht gelitten. Zur Einstimmung auf „Beat and Dance“ findet ihr hier eine kleine Hörprobe und seinen Text „Die Relativität des Seins“.

Die Relativität des Seins

Meine Erscheinung hier/ ist eine Maskerade./ Denn es kommt mir so vor,

als ob ich in Sachen Texte schreiben/ `ne Maske trage/ und mich so zeige,/ wie ich das gerade – will…/ Aber eigentlich ist in mir alles still.

Kein Gefühl für Realität./ Mein Körper/ sind alle nihilistischen Werte/ vereint in einem Gefäß.

Meine Welt dreht sich im Kreis,/ so wie dieser Planet/ und ich weiß noch immer nicht,/ wohin die Reise mich trägt.

Ein immer verzweigterer Weg/ schlängelt sich durch die Leere/ von Raum und Zeit./ Wie das Geäst eines Baums im Wald.

Er scheint taub und kalt./ Ob sich im Inneren Leben abspielt,/ oder nur/ ein biochemisches Machtspiel,/ ist kaum zu begreifen.

Ein Geflecht aus tausenden Teilen,/ das sich tausendfach teilt

und tausendfach teilt/ und schließlich/ tausendmal bricht.

Und was bin ich?/ Schrägstrich,/ was ist dieses Ich?/ Ein Gefühl? Eine Form?/ Eine Tracht? Ein Gesicht?

Oder nichts?/ Von dem./ Weil von dem alles nichts/ eins zu eins gleich bleibt/ im Wandel der Zeit./ Alles entsteht, alles bricht.

Nur ein Buchstabe macht/ aus dem Wichtig ein Nichtig/ Deshalb richtete ich mich/ nach Sicherheit,/ doch mit der Zeit – sah ich ein,/ dass Sicherheit/ auch nur ein Begriff ist!

Etwas, was man im Inneren fühlt./ Und sowas ist wechselhaft, wie das Wetter./ Doch wenn man‘s schafft, das zu ändern,/ wird man zum Bändiger seiner Selbst.

Und aus diesem Grund/ möchte ich mich verbessern.

Denn einerseits ist alles leer,/ doch andrerseits so unbeschwert!/ Die Einsamkeit ist Ruhe, der/ Riss im Herzen, sticht nicht mehr,

denn er ist zu, wenn man erkennt,/ dass was man denkt- eigentlich nur,

ein Trugbild ist und gar nicht echt./ Um zu verschleiern, was hintersteckt.

Nämlich Fragen,/ für die es keine Antwort gibt/ (,die uns nicht/ mit Angst umgibt).

Helmut Hofmann

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