Herbstzauber

Unter dem Motto „Wanted: Junge Autor*inn*en“ beteiligten sich 2019 zahlreiche Kinder und Jugendliche am von der Stiftung Herzogtum Lauenburg ins Leben gerufenen Schreibwettbewerb. Bereits im April wurden die besten Beiträge ausgezeichnet. Insgesamt sieben Preisträger gab es in den Alterskategorien der Sechs- bis Elfjährigen, der Zwölf- bis 16-Jährigen und der 17- bis 23-Jährigen. Die Gewinnertexte können Sie in den kommenden Wochen auf Kulturportal-Herzogtum.de lesen. Auf Magdalena Franz‘ Siegergeschichte „Die alte Schreibmaschine“ folgt nun das Gedicht „Herbstzauber“, das die zwölfjährige Maya Faust verfasst hat.

Herbstzauber

Wie klingt der Herbst?

Der Igel raschelt durch das Laub,

vorbei ist der Sommer und sein Staub.

Der Regen tröpfelt auf die Erde,

im feuchten Morgennebel sieht man noch die Pferde.

Die Kinder kreischen laut und hell

in jedem schnellen Karussell.

Draußen sieht man Kinder durch das Laub rennen,

drinnen das knisternde Kaminholz brennen.

Der Wind heult um die Ecken,

das Wasser platscht aus dem Becken.

Wie riecht der Herbst?

Frische Mutzen riechen lecker,

auf dem Herbstmarkt gibt es viele solcher Bäcker.

Der Geruch von Bratapfel liegt in der Luft,

was ist das nur für ein herrlicher Duft.

Drinnen qualmt der warme Tee

Und draußen fliegt eine kleine Fee.

Wie fühlt sich der Herbst an?

An den Küsten weht ein starker Wind,

Kinder lassen Drachen steigen ganz geschwind.

Morgens sind die Hände oft schon kalt,

kommt der Winter etwa bald?

Wie schmeckt der Herbst?

Im Sommer schmeckt die Brauselimonade

und im Herbst die heiße Schokolade.

Maya Faust