Mit Pauken und Trompeten

Die gute Nachricht von der Geburt Jesu kommt in Schwarzenbek in Form eines musikalischen Meisterwerkes daher: Am Sonntag, 22. Dezember dirigiert Kantor Markus Götze in der St. Franziskus-Kirche mit Chören, Orchester und Solisten Johann Sebastian Bachs berühmtes Weihnachtsoratorium. Aufführungsbeginn ist um 18 Uhr.

 „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“ – heißt es zu Beginn des Stücks. Es ist ein Vorgriff: Bevor Bach auf die Geschichte von Maria und Josef und der Geburt des Heilandes zu sprechen kommt, lässt er einen Chor schon mal die gute Nachricht verbreiten. In Schwarzenbek sind es die rund 50 Sängerinnen und Sängern der St. Franziskus-Kantorei, die dies tun.

Das Chorensemble hat für den 22. Dezember die Kantaten I bis III einstudiert.  Das Gesamtwerk beinhaltet sechs Kantaten, die sich über den gesamten Rahmen des Weihnachtsfestes verteilen. Die einzelnen Teile wurden erstmals vom Thomanerchor in Leipzig in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertg 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 in der Nikolaikirche und in der Thomaskirche aufgeführt.

Feierliche Eröffnungs- und Schlusschöre, die Vertonung der Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen, eingestreute Weihnachtschoräle und Arien der Gesangssolisten prägen das Oratorium. Die Kantaten 1-3 gehören zu den eigentlichen Weihnachtsfeiertagen, die Kantaten 4-6 sind am Sonntag nach Weihnachten, am Neujahrstag und am Tag der Heiligen drei Könige (6. Januar), auch Epiphanias genannt, an der Reihe. Damit ist klar: Das Weihnachtsfest erstreckt sich vom 24. Dezember bis zum 6. Januar (und noch darüber hinaus).

Gemeinsam mit der St. Franziskus-Kantorei auf der Bühne steht das Orchester Sinfonietta Lübeck. Das Ensemble spielt vor allem in der Kantate I und III mit Pauken und Trompeten. Die Trompeten gelten in der Barockmusik als Instrumente des Königs. Sie künden von der Geburt Jesu. Die zweite Kantate erzählt die Geschichte der Hirten. Als „Hirteninstrumente“ verwendet Bach zwei Flöten und vier Oboen. Die Oboen stellen sich im Eingangssatz der zweiten Kantate in den Dialog mit den Streichern.

Als Solisten hat Markus Götze Armine Nersisjan (Sopran), Melina Meschkat (Alt), Luca Raupers (Tenor) und Christoph Liebold (Bass) gewinnen können. Die Proben für die Aufführung laufen seit August. Götze bescheinigt seinen Sängerinnen und Sängern „eine großartige Leistung“ und blickt dem Konzert mit Vorfreude entgegen.

Finanziell unterstützt wird die Aufführung vom Ev.- Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg sowie vom Freundeskreis Schwarzenbeker Kirchenmusik.

Karten im Vorverkauf gibt es im Kirchenbüro, Markt 5b, sowie in der Buchhandlung LeseZeit, Markt 3, in Schwarzenbek.

Bachs Weihnachtsoratorium (I. bis III), 22. Dezember, St. Franziskus-Kirche, Compestraße 4, Schwarzenbek, 18 Uhr