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Nördlich der A24

Das Haus des Künstlers

Die Reinbeker Henkerskate – das ist der Ort, an dem sich die Ideen des Hans-Werner Könecke materialisieren. Es ist ein Zuhause allein für die Kunst, das sich der 80-Jährige dort eingerichtet hat.

Die Kate war ihm bei einem seiner Fußwege durch die Stadt ins Auge gefallen. 50 Jahre liegt das mittlerweile zurück. Damals steckte Könecke noch bei den Bergedorfer Eisenwerken „Alvalawal“ in der Lehre. Das heruntergekommene Häuschen ging ihm fortan nicht mehr aus dem Kopf. Er knüpfte Kontakte zu den Eigentümern, einer Eppendorfer Familie, die ihm die Kate schließlich verkaufte.

Könecke renovierte das Gebäude. Er bewies sich als Handwerker, tauschte beispielsweise die alten Steine aus. Eine Arbeit, die sich lohnte. Der Bildhauer, der da nun mitten in der Stadt seiner Berufung nachging, fiel auf. Die Presse berichtete. Man interessierte sich für das, was er machte.

Das war gut für seinen Aufstieg zum erfolgreichen Bildhauer. Doch eigentlich steht Könecke öffentlicher Berichterstattung eher reserviert gegenüber. Wirbel um seine Person hat er nicht so gern. Lieber ist er mit sich in seinem Atelier – umgeben von Figuren, die er erschaffen hat und die ihm womöglich Dinge zuflüstern, auf die ein Normalsterblicher niemals kommt.

Eine Auswahl von Hans-Werner Köneckes Werken zeigt die Stiftung Herzogtum Lauenburg anlässlich des 80. Geburtstages des Künstlers. Die Ausstellung ist bis zum 27. September jeweils sonnabends und sonntags von 11 bis 16 Uhr im Möllner Stadthauptmannshof zu sehen.