Mit Stimme, Körpersprache und Argumenten überzeugen

Das kommunalpolitische Frauennetzwerk „KopF“ lud kürzlich im Geesthachter Ratssaal zum Workshop „Erlebnis Rhetorik“. 15 Teilnehmerinnen trainierten mit Susanne Grote, Coach und Redenberaterin aus Hamburg, wie man es schafft, mit Stimme, Körpersprache und schlagkräftiger Argumentation Zuhörerinnen und Zuhörer zu überzeugen. Die Frauen mussten sich in drei Runden unterschiedlichen Herausforderungen stellen.

Die erste Aufgabe schien sehr leicht: Jede musste durch den Raum zu einem imaginären Rednerpult gehen und drei für sie gültige Eigenschaften nennen – drei Wörter, verteilt auf 24 Sekunden. Es kam also darauf an, wirkungsvolle Pausen einzulegen. Ein einfacher Auftrag, den aber nur wenige zufriedenstellend umsetzen konnten. Die meisten legten den Weg zu schnell oder zu langsam zurück oder sie sprachen die drei Wörter ohne nennenswerte Pausen hintereinander und mussten dann den Rest der Zeit darauf warten, dass die Uhr endlich ablief. Das Lampenfieber war zu groß.

Bei der zweiten Aufgabe musste jede Frau eine Rede halten. Gleichzeitig hatte die jeweilige Sprecherin die Aufgabe, die anderen Teilnehmerinnen zu beobachten, um die Wirkung ihres Vortrags ergründen zu können. Das anschließende Feedback gab dann Aufschluss darüber, ob die Rednerin den jeweiligen Gesichtsausdruck richtig interpretiert hatte.

Bei der dritten Aufgabe wurde deutlich, dass einige der Teilnehmerinnen erfahrene Landtags- und Kreistagsrednerinnen sind, während andere zum ersten Mal ihre Stimme vor einer Gruppe erhoben.

Nach sechs anstrengenden Stunden stand für die Teilnehmerinnen fest, dass nicht nur die Zeit rasend schnell vergangen war, sondern auch, dass der Tag lehrreich, kurzweilig und oft lustig war und sie sich dringend eine Fortsetzung wünschen.

Renate Lefeldt