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Unterwegs im Märchenland

Anna Malten präsentiert im Stadthauptmannshof Geschichten „to go“

Der Möllner Stadthauptmannshof wird zum Märchenland: Vom 27. September bis 3. Oktober begegnen Besucherinnen und Besucher zwischen Apfelgarten und Herrenhaus Wesen und Weisheiten fremder Kulturen. Möglich macht dies die Arbeit von Anna Malten. Die Künstlerin aus Siebeneichen hat für die Reihe „Sound Catching – Klänge am Wegesrand“ sechs Audiodateien produziert und auf dem Gelände des Gebäudeensembles verteilt.

 „Es sind sechs Märchen – drei für Erwachsene und drei für Kinder“, sagt Malten. Während es sich bei den Kleinen alles um Zwerge, indianische Welten und Fragen des Glücks dreht, präsentiert Malten den Erwachsenen jeweils eine Geschichte aus dem buddhistischen, dem jüdischen und dem arabischen Kulturkreis.

„Es handelt sich – wenn man so will – um ‚Märchen to go‘, meint Malten. Jede Geschichte sei zwischen fünf und sieben Minuten lang. „Fünf Minuten hat man immer“, findet Malten und ergänzt: „Märchen können ein großes Geschenk sein. Bei meinen Veranstaltungen kommen manchmal Leute auf mich zu, um mir zu sagen, dass sie gerade etwas erfahren haben, was sie einem Märchen niemals zugetraut hätten.“ Manchmal sei sie selbst überrascht, was für ein Zauber von ihren Geschichten ausgehe. „Ich habe den Eindruck Märchen erreichen die Seele.“

Malten ist seit vielen Jahren professionelle Märchenerzählerin. Sie weiß, wie man ein Publikum in den Bann zieht. Jetzt hofft sie, dass möglichst viele Menschen in den Stadthauptmannshof kommen und sich die Märchen unter freiem Himmel anhören. „Diese Form der Märchenpräsentation war für mich eine tolle Möglichkeit, Kultur so zu gestalten, dass sie einem mitten im Leben begegnet.“

Anna Malten. Foto: Kulturportal-Herzogtum.de

Maltens Märchen gehören zur Reihe „Sound Catching – Klänge am Wegesrand“ und sind Teil des Projektes „Sommerkultur – Schleusen auf für Begegnung“, für das sich die Stiftung Herzogtum Lauenburg mit anderen Kulturschaffenden und Kulturträgern zusammengetan hat.

Zum Auftakt von „Sound Catching – Klänge am Wegesrand“ am 4. September hatte das Künstlerhaus Lauenburg in Kooperation mit der Stiftung zehn audiovisuelle Arbeiten auf der Brachfläche Berliner Straße (Lauenburg) präsentiert. Diese Ausstellung ist mittlerweile digital unter www.kuenstlerhaus-lauenburg.de zugänglich.

Das Projekt „Sommerkultur – Schleusen auf für Begegnung“ wird im Programm „Kultursommer 2021“ durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus „Neustart Kultur“ gefördert.