Ist die Welt noch zu retten?

Für William Boehart vom Forum für Kultur und Umwelt ist die Sache klar: „Wir sind dabei, den Planeten unbewohnbar zu machen. Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen.“ Mittlerweile gäbe es kaum noch einen Platz auf dem Planeten, dem der Mensch nicht seinen Stempel aufgedrückt hätte. Naturlandschaften seien zunehmend verschwunden, Kulturlandschaften an deren Stelle getreten.

Was bedeutet das für die Zukunft der Erde – für Menschen und Tiere, für Flora und Fauna? Was muss der Mensch tun, um das Ruder herumzureißen? Diese und weitere Fragen nehmen Boehart und seine Mitstreiter mit ihrem aktuellen Programm „Kultur – Landschaft“ ins Visier.

Der Gedankenstrich deutet es an: Das Spannungsfeld, das der Mensch zwischen seiner Umwelt und sich erzeugt hat, gilt es auszuloten. Das Forum für Kultur und Umwelt versucht dies, indem es sich dem Thema von den verschiedensten Seiten nähert. Ein Kinderkunstwettbewerb zum Thema „Blühende Landschaften“ gehört zum Programm, ebenso Vorträge plus Diskussionen über „Ökologische Intensivierung“ der Landwirtschaft sowie über „Tourismus als Impulsgeber für eine nachhaltige Entwicklung“. Insgesamt 28 Veranstaltungen hat das Forum für Kultur und Umwelt 2020 auf die Beine gestellt. Eine beachtliche Zahl. Unterstützt wird Boehart dabei von sechs bis sieben aktiven Gruppenmitgliedern. Hinzu kommen diverse Vereine, Verbände und Museen, die sich einbringen und mit eigenen Ideen an das Forum herantreten.

„Wir haben rund 50 Adressen“, sagt Boehart, „die wir regelmäßig anschreiben oder an die wir Einladungen verschicken.“ Darüber hinaus unterhalte das Forum über Sabine und Christian Egelhaaf Kontakte nach Mecklenburg. Das Ehepaar sei dort gut vernetzt.

Boehart sieht in diesem funktionierenden Miteinander auch die Basis, dass sich die Bevölkerung des Kreises Herzogtum Lauenburg aktuell bewusst ist, in einer speziellen Region zu Hause zu sein. „Die Menschen merken, dass wir etwas Besonderes zu bieten haben“, sagt Boehart. Dies betreffe Natur und Kultur gleichermaßen. Die heutige Selbstgewissheit sei seit den 80er Jahren gewachsen. Damals habe es eine „Kulturwelle“ gegeben, in deren Folge Archive, Kunst- und Kulturinitiativen, Museen und Institutionen wie die Stiftung Herzogtum Lauenburg entstanden seien.

Boehart erlebt in diesem Jahr bereits sein 15. Herbstprogramm mit dem Forum für Kultur und Umwelt. Von Müdigkeit findet sich bei ihm dennoch keine Spur. „So lange wir Lust haben und Interesse da ist, unsere Veranstaltungen zu besuchen“, spricht er auch im Namen seiner Mitstreiter, „werden wir weiterackern.“ Themen gebe es genug.