„Vier Frauen – vier Perspektiven“

„Vier Frauen – vier Perspektiven“ – dieser Ausstellungstitel lässt keine Fragen offen. Er ist schlicht Programm, wenn ab Sonntag, 8. März, Ute Wilke, Marianne Schäfer, Birke Kästner und Anke Meixner eine Auswahl ihrer Werke im Möllner Stadthauptmannshof vorstellen. Die vier Künstlerinnen zeigen im Rahmen der Frühjahrsausstellung der Stiftung Herzogtum Lauenburg dem Publikum bis zum 29. März ihren (ästhetischen) Blick auf die Welt.

Die Zarrentinerin Ute Wilke malt. Marianne Schäfer, die in Koberg zu Hause ist, hat sich der Bildhauerei verschrieben. Die Dalbergerin Birke Kästner arbeitet mit Keramik und Anke Meixner aus Testorf mit Papier. Unterschiedlicher könnte die Herangehensweise an das Schöpferische kaum sein. Dementsprechend vielfältig sind die Exponate, die die Besucherinnen und Besucher vorfinden. Dargeboten werden sie im Herrenhaus des Stadthauptmannshofes. Dort treten je zwei Künstlerinnen in einen Dialog: Ute Wilke trifft auf Marianne Schäfer, Birke Kästner auf Anke Meixner.

Ute Wilke präsentiert mit den „Gefiederten“ eine große Werkgruppe. Dabei möchte Wilke die Wesensferne zum Menschen nachempfinden auf der Suche nach „einer neuen Wildnis“. Mit verschiedenen Stilmitteln versucht sie, der Wildheit und der natürlichen Würde der Gefiederten als fremdes Gegenüber Ausdruck zu verleihen.

Marianne Schäfers Skulpturen thematisieren oft das Miteinander der Menschheit und deren Umgang mit der Natur. Zudem widmet sie sich der Darstellung der Tierwelt. Als Material verwendet sie überwiegend Ton, der mittels verschiedener Brenntechniken bearbeitet wird.

Die Keramikerin Birke Kästner gilt als ausgewiesene Spezialistin für den Holzbrand. Dabei belegen insbesondere ihre gedrehten oder gebauten Gefäßobjekte als regelrechte Individuen in Form und Oberfläche den künstlerischen Anspruch auf die Freiheit außerhalb der Funktion.

Das Ziel der Papierkünstlerin Anke Meixner ist immer in einem grafisch-malerischen Sinne das Bild. Ihre besondere Spezialität zeigt sich in inhaltlich anspruchsvollen Kompositionen im Sinne der Collage. Ergänzt werden diese durch federleichte, aber raumgreifende skulpturale Objekte aus Japanpapier.

Zur Vernissage am 8. März stellt Organisatorin Antje Ladiges-Specht die Künstlerinnen vor, ehe sie selbst das Wort ergreifen. Musikalisch umrahmen Christina Sophie Meier am Klavier und Lucja Wojdak am Cello die Eröffnung. Los geht es um 11.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

„Vier Frauen – vier Perspektiven“, Vernissage, 8. März, Herrenhaus, Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, Mölln, 11.30 Uhr, freier Eintritt

„Vier Frauen – vier Perspektiven“, bis 29. März, Herrenhaus, Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, Mölln, sonnabends und sonntags 11 bis 16 Uhr, freier Eintritt

Foto: Anke Meixner