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Soul & Groove mit Madeleine Lang

Im Rahmen des Musiksommers gastiert am Sonnabend, 1. August, Madeleine Lang im Innenhof des Ratzeburger Rathauses. Die Sängerin war unter anderem mit Marius Müller-Westernhagen, den Scorpions oder Udo Jürgens auf der Bühne. Ihre markante Stimme umfasst vier Oktaven.

Madeleine Lang stellt in Ratzeburg ihr eigenes Programm vor. Musikalisch begleitet wird sie von Top-Musikern der Hamburger Szene. Ihre eingängigen und anspruchsvollen Songs haben Ohrwurmcharakter. Sie schreibt Lieder über Dinge, die ihr Herz bewegen. Zudem hat sie sechs Stücke der deutschen Popgeschichte im Gepäck, denen sie mit Soul & Groove ihren eigenen Stempel aufdrückt. Dazu zählen Ulla Meinekes „Die Tänzerin“, Spliffs „Heut Nacht“ und Pe Werners „Kribbeln im Bauch“.

Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.musiksommer-2020.de. Auskünfte gibt zudem Jens Butz, erreichbar unter Tel. 0157-74019178.

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Comeback der Bläser

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Trompeter, Saxophonisten, Posaunisten – sie alle haben es in diesen pandemischen Zeiten nicht leicht. Die Furcht vor einer Übertragung des Virus hat kleine wie großer Könner ins Private abgedrängt. Immerhin gibt die Open Air-Bühne im Möllner Stadthauptmannshof Gelegenheit für ein Comeback. Die Big Band Hendrik Schwolow nutzt dies am Sonntag, 9. August, für zwei Live-Konzerte mit der Sängerin Madeleine Lang. Der erste Auftritt startet um 15.30 Uhr, der zweite beginnt um 18.30 Uhr. Veranstalter ist der Verein „Jazz in Ratzeburg“.

Das Publikum darf sich auf eine Formation freuen, die schon zig Mal unter Beweis gestellt hat, dass sie ihr Handwerk versteht. Auf der Internetseite von Bandleader Hendrik Schwolow finden sich diverse Lobeshymnen von Konzertkritikern. Sie feiern das Spielvermögen dieses Klangkörpers, die Virtuosität des Trompeters Hendrik Schwolow und das Gespür für Arrangements und die richtige Musikauswahl.

Auch Madeleine Lang hat ihre Qualitäten in ihrer Karriere schon zig Mal unter Beweis gestellt – beispielsweise als Background-Sängerin für Marius Müller-Westernhagen. Im Stadthauptmannshof singt sie unter anderem die Sinatra-Nummern „I´ve got you under my skin“ und „Fly me to the moon“.

Hendrik Schwolow, geboren 1961 in Bremen, spielt seit seiner Kindheit Trompete. Als Erwachsener widmete er sich an der Musikhochschule Bremen dem Studium dieses Instruments. Seither ist er auf zahlreichen Bühnen unterwegs. Er fühlt sich in Konzertsälen ebenso zu Hause wie auf Jazz-Festivals. Darüber hinaus war er schon an diversen TV-, Rundfunk- und Studioaufnahmen beteiligt.

Vom 1. bis 30. August stellt die Stiftung Herzogtum Lauenburg nicht-kommerziellen Veranstaltern die Open Air-Bühne im Stadthauptmannshof zur Verfügung. Die Nutzung inklusive Strom und Wasser ist kostenlos. Beleuchtung ist vorhanden. Pro Veranstaltung können bis zu 150 Besucher auf Stühlen Platz nehmen. Wer Interesse hat, meldet sich bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg, erreichbar unter Tel. 04542-87000 oder per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de.

Big Band Hendrik Schwolow, 9. August, Open Air-Bühne, Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, Mölln, 11.00 und 15.30 Uhr

 

 

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„MöllnerMusikMagie“

Eigentlich brauchen sie so etwas gar nicht. Musiker wie Lorenz Stellmacher, Klaus Irmscher oder Günter Klose halten sich nicht lange mit Gegebenheiten auf. Wenn es drauf ankommt, holen sie einfach die Instrumente raus und legen los. Wozu eine künstliche Bühne? Dem Klang des Folk kann ja ohnehin niemand widerstehen. Nirgendwo. Zu keiner Zeit. 

Aber wenn die Bühne schon mal dasteht und man vom Folkclub das Angebot unterbreitet bekommt, bei der „MöllnerMusikMagie“ dabei zu sein, sagt man natürlich nicht nein. Für die Fans bedeutet das, dass Stellmacher und Co. am Sonnabend, 8. August, die Open Air-Bühne im Möllner Stadthauptmannshof betreten. Mit am Start sind auch „Sambalegria“. Die Percussion-Gruppe fügt der Magie eine südamerikanische Note bei.

Ab 19.30 Uhr werden also Gitarre, Akkordeon, Nyckelharpa, Flöten, Trommeln und Dudelsack ausgepackt, um das Publikum in den Bann zu ziehen. Dass den Musikerinnen und Musikern das gelingt, steht außer Zweifel. „Es geht um das Gestalten eines möglichst magischen Abends mit regionalen Künstlern, die dem Folkclub verbunden sind. Es geht darum, in schwieriger Zeit ein Musikerlebnis für Folkbegeisterte zu schaffen“, bringt es Lorenz Stellmacher auf den Punkt.

Die Stiftung Herzogtum Lauenburg stellt nicht-kommerziellen Veranstaltern die Open Air-Bühne im Stadthauptmannshof vom 1. bis 30. August zur Verfügung. Die Nutzung inklusive Strom und Wasser ist kostenlos. Beleuchtung ist vorhanden. Pro Veranstaltung können bis zu 150 Besucher auf Stühlen Platz nehmen. Wer Interesse hat, meldet sich bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg, erreichbar unter Tel. 04542-87000 oder per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de.

„Möllner MusikMagie“, 8. August, Open Air-Bühne, Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, Mölln, 19.30 Uhr

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Das Haus am See

Die Alte Apotheke in Nusse hat es ins Fernsehen geschafft. Am Montag, 27. Juli, zeigt der NDR einen Beitrag über die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes. Sendebeginn ist um 21 Uhr.

Vor etwa 150 Jahren wurde am See in Nusse ein Haus für einen Apotheker gebaut, mit Verkaufs- und Lagerräumen, Platz für Salben, Arzneien und hunderte Tinkturen. Außerdem auch mit viel Wohnraum für die Familie des Apothekers. Der unbekannte Architekt von damals wollte offenbar, dass die Apotheke mehr darstellte als die Bauernhäuser in der Nachbarschaft: Es entstand ein repräsentatives Bürgerhaus in Backstein mit riesigen Fenstern, Wandmalereien und eleganter Innenausstattung.

Kein Wunder, dass die Alte Apotheke seit 2017 unter Denkmalschutz steht. Allerdings befand sich das Haus zu diesem Zeitpunkt in ruinösem Zustand. Geändert hat dies ein junges Paar aus Hamburg.

Sie wollten rausziehen aufs Land, verguckten sich in die Alte Apotheke und die traumhafte Lage am See. Sie ahnten nicht, dass es mehr als zwei Jahre dauern wird, bis sie endlich einziehen können. Denn die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses stellt die Bauherren immer wieder vor neue Probleme: Es stinkt überall nach Katzenurin, tragende Balken unter Fußböden und hinter Wänden sind morsch, das Mauerwerk ist marode. Noch dazu ist die Fassade der Seeseite mit Asbest-Schindeln verkleidet. Kompetente und bezahlbare Handwerker zu finden, ist nahezu unmöglich – denn es ist Bauboom und niemand hat Zeit. Derweil explodieren die Kosten und irgendwann geht das Geld aus. Einen weiteren Kredit wollen die Banken dem Paar trotz guter Jobs nicht gewähren. Zu diesem Zeitpunkt ist die Alte Apotheke aber erst halb fertig saniert. Nur Dank der Hilfe von Eltern, Freunden und unermüdlichem, eigenem Arbeitseinsatz gelingt am Ende doch noch der Einzug in das Traumhaus am See.

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„Sonne, Mond und Sterne“

„Sonne, Mond und Sterne“ sind die musikalischen Themen am Sonnabend, 25. Juli, im Ratzeburger Dom. Der Frankfurter Organist Stefan Viegelahn zeichnet ein vielfarbiges Naturbild über die Schönheiten des Kosmos und die Bewegungen der Zeit. Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Auf dem Programm stehen symphonische Hymnen an die Sonne – etwa von Flor Peeters und Louis Vierne.  Dem Mond widmen sich die Kompositionen von Vierne und Sigfrid Karg-Elert. Die barocken Sternbilder zum Klingen bringen Stücke von Dietrich Buxtehude und Nicolas de Grigny sowie Wassernymphen. Eine eigene, von Stefan Viegelahn entwickelte Improvisation der „Mondnacht“ rundet den poetischen Abend ab.

Stefan Viegelahn unterrichtet als Professor für Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Der Einlass beginnt um 17:30 Uhr. Statt eines Eintrittgeldes wird um eine Spende gebeten.

Konzert mit Stefan Viegelahn, 25. Juli, Dom, Domhof 35, Ratzeburg, 18 Uhr, freier Eintritt

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„Kunst im Garten“

„Kunst im Garten“ gibt es am Sonntag, 26. Juli, in Sterley zu sehen. Sonja Märkert, Kurt Plath und Britta Heed präsentieren im Bornbruchweg 1 in der Zeit von 11 bis 17 Uhr eine Auswahl ihrer Werke. Zeitgleich öffnet bei Familie Beckmann/von Hollen in der alten Dorfstraße 46 ein Bauernhausflohmarkt seine Pforten.

Die Initiative für die Gemeinschaftsausstellung geht auf die Malerin Märkert zurück. Sie möchte Künstlern die Gelegenheit geben, sich trotz Pandemie in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Märkert selbst macht Gebrauch davon. Sie zeigt Bilder von abstrakt bis gegenständlich, teilweise großformatig und farbenfroh. Die Themen ihrer Arbeiten findet sie in ihrem näheren Umfeld oder sie entspringen ihrer Phantasie oder Träumen.

Der Salemer Bildhauer Plath stellt seine zum Teil großformatigen Holzskulpturen aus. Der Künstler fertigt sie aus Holz und anderen Materialien, die er in der Umgebung findet. So verwendet er beispielsweise alte Eichenzaunpfähle oder Teile von alten Landmaschinen.

Die Müssenerin Britta Heed fertigt phantasievoll gestaltete Mosaike. Ihre Arbeiten sind sehr dekorativ und können sowohl für den Gartenbereich als auch im Haus genutzt werden.

Bei Regen oder starkem Wind entfällt die Ausstellung. Der Flohmarkt findet unabhängig vom Wetter statt. Weitere Infos gibt es unter Tel. 0176-30719437.

„Kunst im Garten“, Ausstellung, 26. Juli, Bornbruchweg 1, Salem, 11 bis 17 Uhr, freier Eintritt

Foto: Theo Daene

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Kurz notiert – unterwegs im Nordkreis

Auf Achse I: Die Tourist-Information Ratzeburg lädt am Sonnabend, 25. Juli, zur Stadtführung. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr vor der Alten Wache am Markt. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Anzugeben sind per Mail unter tourist-info@ratzeburg.de oder per Telefon unter der Rufnummer 04541-8000886 die persönlichen Kontaktdaten. Zudem ist ein Mund-Nasen-Schutz mitzubringen. Um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, werden bei der Stadtführung keine öffentlichen Gebäude von innen besichtigt. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. (Foto: Jens Butz)

Auf Achse II: Gute Fahrt heißt es für die Radler auf dem Radfernweg „Alte Salzstraße“. Kürzlich wurde die 47 Kilometer lange Strecke entlang des Elbe-Lübeck-Kanals zwischen Lauenburg und Krummesse auf Vordermann gebracht. Dafür setzten die Bauleute insgesamt 450 Tonnen Wegekies ein. Der Kreis Herzogtum Lauenburg ist Träger des Naturparks Lauenburgische Seen. Die Instandhaltung kostete den Kreis 38.000 Euro,  5.000 Euro stellte das Amt Berkenthin bereit.

Auf Achse III: „Pearls & Tears“ gastieren am Freitag, 24. Juli, an der Berkenthiner Schleuse. Mit Pop und Folk setzt das Trio auf der Holzbühne die Konzerte im Rahmen der Sommer-Aktivitäten fort. Konzertbeginn ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Auf Achse ist auf Kulturportal-Herzogtum.de das Thema der Woche.

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Grenzgeschichte zum Nachfahren

Wie war das eigentlich damals – wenn Menschen raus wollten aus der DDR? Diese Frage stand im Mittelpunkt der jüngsten Fahrrad-Grenztour des Grenzhus Schlagsdorf. Wolfgang May geleitete fachkundig durch den Parcours und hatte dabei die eine oder andere Fluchtgeschichte aus der Zeit der deutschen Teilung parat.  Die Tour führte über eine Strecke von 37 Kilometer – beidseitig der ehemaligen Grenze. Der Wettergott meinte es gut mit den Teilnehmern, nur wenige Tropfen fielen.

Die Flucht vom „Grenzbach“ 1986 bildete den Auftakt. Ein 25-Jähriger hatte sich dort spontan entschlossen, in den Westen zu fliehen. An seine Geschichte erinnert heute eine Stele am Nordufer des Mechower Sees. Was dort nicht steht: Er kehrte wenige Wochen später auf demselben Weg in die DDR zurück.

In Mechow gab es einen kurzen Stopp, um an der neu errichteten Erinnerungs-Stele zum Barber-Lyaschenko-Abkommen etwas über den Gebietsaustausch zu hören. Zur Gruppe gehörte auch eine Redakteurin vom WDR, die an einem Radiobeitrag über das Abkommen arbeitet und am 13. November auf NDR-Info in den „Zeitzeichen“ gesendet werden soll. Von dort ging es über Mustin nach Dutzow. Dort berichtete May von Fluchten am Goldensee und vom Beobachtungsturm bei Dutzow. Thema war zudem der für den Seeadler eingerichtete Luderplatz auf dem zugefrorenen Goldensee (1985).

Am Mahnmal für den 1983 getöteten Harry Weltzin, westlich von Kneese, schilderte May die Umstände für dessen gescheiterten Fluchtversuch. Auf der Rückfahrt ging es dann über Groß Thurow zur B 208. Hier erinnerte May an eine Flucht aus dem eisigen Januar 1982. Der Flüchtling schaffte es trotz lebensgefährlicher Verletzungen durch die SM 70 in den Westen. Aus den 1970er Jahren stammte der Grenzzwischenfall, als ein Bundesbürger an den Zaun ging, um eine DDR-Grenzsäule auszugraben. Im Jahr darauf schossen DDR-Grenzer auf einen Bundesbürger, der „den Zaun anfassen“ wollte, weil er meinte, dies wäre die Grenze. Zum Schluss ging es natürlich auch um die Grenzöffnung am 12. November 1989. Hier wartete May mit einigen sehr persönlichen Geschichten auf. Für viele Ratzeburger wohl ein unvergesslicher Tag – vielleicht auch einer der schönsten überhaupt.

Nach einem Abstecher ins Außengelände des Museums waren alle pünktlich wieder um 16 Uhr am Museum. Wegen der großen Nachfrage bietet das Grenzhus zwei weitere Fahrradtouren an: Am 29. Juli geht es rund 30 km rund um den Lankower See auf Grenzgeschichte. Am 16. August startet die Tour zu den Fluchtgeschichten nördlich von Schlagsdorf. Wieder begleitet ein Zeitzeuge die Gruppe. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn Personen begrenzt. Start ist jeweils um 11 Uhr am Grenzhus. Anmeldungen sind notwendig und werden unter Tel. 038875-20326 oder per Mail unter info@grenzhus.de entgegengenommen.

Text: Wolfgang May/KP, Foto: Grenzhus

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Kurz notiert – unterwegs im Nordkreis

Kulturfestival: Veranstalter aufgepasst: Ab sofort können sich auch private Bühnen und Häuser für das „Kulturfestival Schleswig-Holstein“ bewerben. Mehr darüber erfahrt ihr unter https://verwaltung.kulturfestival.sh/pages/bewerbung-locations/. Grundlegende Infos zum Kulturfestival gibt es https://kulturportal-herzogtum.de/2020/07/08/kulturfestival-schleswig-holstein-jetzt-bewerben/.  

Sponsorensuche: Für das „Ratzeburger Eisvergnügen“ sucht die Stadt Ratzeburg Sponsoren. Damit verbunden ist die Möglichkeit der Bandenwerbung an der Eisbahn, aber auch andere Werbemöglichkeiten sind gegeben. Ab 200 Euro erhalten Spender von der Stadt eine Spendenbescheinigung. Interessenten melden sich bis zum 31. August unter der Telefonnummer 0454-/8000-885 oder per Mail unter jester@ratzeburg.de melden.

Seminar: Wissenswertes über die Klöster im Kreis Herzogtum Lauenburg erfahren Historiker und Geschichtsinteressierte am Sonnabend, 5. September, im Möllner Stadthauptmannshof. Dort laden unter Wissenschaftler aus Schleswig-Holstein zu einem Tagesseminar inklusive Busexkursion. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr. Anmeldungen werden bis zum 14. August unter Tel. 04542-87000 oder info@stiftung-herzogtum.de entgegengenommen.

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Unter freien Himmeln

Dieser Artikel schiebt jetzt mal ganz locker Regenwolken und Tiefausläufer zur Seite. So. Zack. Und jetzt? Jetzt zeigt sich, dass im Kreis die Zeit der Entdeckungen angebrochen ist. Wanderer kommst du nach Lauenburg – kannst du die alte Salzstraße, historische Städte und Dörfer, Museen und Galerien, Wälder, die Seenlandschaft und noch viel mehr entdecken.

Für Urlauber ist das die übliche, gute Nachricht.  Für die vielen Einheimischen, die wegen der Pandemie zu Hause bleiben, ist es womöglich eine neue, gute Nachricht. Es ist die Chance, die eigene Umgebung für sich zu entdecken. Es ist die Chance, das Naheliegende zu tun, was man eben, weil es so naheliegt, bislang immer unterlassen hat. Das heißt beispielsweise: Am Sonnabend gibt es statt Weinschorle auf Mallorca eine Stadtführung durch Ratzeburg.

Ja, Stadtführungen, die gibt es wieder. Ein Stück Normalität also. Es gibt aber weit mehr als das. Der Kulturbetrieb hat längst vom reinen Krisenmodus einen Gang hochgeschaltet. Das heißt: Auch wenn viele traditionelle Veranstaltungen 2020 ausfallen müssen, gibt es Aktionen, Konzerte und Events. Zumeist kurzfristig und auf Sicht geplant – und vor allem unter freiem Himmel.

Die Open Air-Kultur hat wegen Covid-19 zuletzt richtig Fahrt aufgenommen. Besser ist halt draußen und auf Abstand. Ratzeburg zelebriert deshalb hinter dem Rathaus den „Musiksommer“ (Initiiert hat ihn Jens Butz als Ersatz für „Musik in der Scheune“). Das Norddeutsche Freiluftkino ist unterwegs. Das Grenzhus auch – mit dem Rad. Und viele Künstler im Kreis packen schon mal die Sachen: Weil sie in der Zeit vom 1. bis 30. August auf der Open Air-Bühne im Stadthauptmannshof zu Gast sind.

Tausend gute Gründe also, um auf Achse zu gehen. Auf geht´s – nur Mut und viel Spaß!

Helge Berlinke