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Südlich der A24

Wenn ein Herzensprojekt wahr wird: Johanna Quatfasel eröffnet eigenes Atelier in historischen Mauern

Geesthacht – Frei nach ihrem Leitspruch „Kunst, die Mut sichtbar macht“ hat die 42-jährige Geesthachterin Johanna Quatfasel allen Mut zusammengenommen, um nach einer jahrzehntelangen Festanstellung im Büro und trockenen Zahlen einen komplett neuen, künstlerischen Weg einzuschlagen. „Am 27. Juni hat sich dann mit der fantastischen Eröffnungsfeier des Ateliers ein großer Traum erfüllt!“ Ihr Leben lang habe sie die Malerei begleitet, erzählt die Künstlerin, die viele Monate gemeinsam mit ihrem Partner die insgesamt 100 Quadratmeter in Eigenarbeit renoviert und umgestaltet hat. Aber dass sie je den Mut aufbringen würde, etwas völlig Neues zu wagen und aus einer sicheren beruflichen Position heraus für die Schaffung eines Ateliers die jahrhundertealten Räumlichkeiten der alten Orgelbauwerkstatt neben der St. Salvatoris Kirche in Geesthacht anzumieten, hätte Johanna Quatfasel sich noch vor einigen Jahren nicht vorstellen können.

Sie lässt sich ganz auf ihre Kunstwerke ein, beginnt mit Farbe, Bewegung oder Struktur und vertraut ganz auf den intuitiven Malprozess. „Den Schlüsselmoment hatte ich, als meine Kunstlehrerin in der Grundschulzeit eines meiner Bilder gelobt und es sogar in den höheren Klassen gezeigt hat – diese Anerkennung hat mich unglaublich motiviert und niemals losgelassen!“ Inspiriert wird sie seitdem von der Natur, von floralen Elementen, organischen Formen und von Norddeutschland. „Wind, Wasser und die Natur mit all ihren Veränderungen und ihrer Energie, fange ich in floralen, abstrakten und maritimen Gemälden ein. Dabei arbeite ich mit Acrylfarbe, Beize, Kohlestift und Ölstick.“

Für Johanna Quatfasel ist ihre Kunst gleichzusetzen mit Kreativität, dem Gefühl, Ruhe zu finden und der Begegnung. Und eben diese Punkte werden zukünftig in ihrem Atelier auf insgesamt 100 Quadratmetern eine große Rolle spielen, wenn sie nicht nur ihre eigenen Werke Interessierten präsentiert, sondern auch Malkurse und musikalische Events oder Lesungen regionaler Autoren anbietet. „Ich biete verschiedene Mal-Workshops an: Dreistündige für Kinder und Erwachsene, bei denen der Spaß und die das Erlernen von Techniken im Vordergrund stehen. Darüber hinaus gibt es – auf individuelle Anfrage – dreitägige für großformatige Kunstwerke. Gemalt wird dabei mit Acrylfarbe.“ Die Künstlerin öffnet das Atelier Mittwoch- bis Freitagnachmittag, Samstagvormittag und am Sonntag zwei Stunden lang nach dem Gottesdienst. Wer nähere Informationen zu Johanna Quatfasel sucht, kann unter atelier.johannaquatfasel bei Instagram mehr erfahren. Interessierte erreichen sie auch unter der Telefonnummer 0176 27 588 517 oder per Mail an info@johannaquatfasel.de

Volles Haus und voller Erfolg: Johanna Quatfasel freute sich über regen Zulauf am Eröffnungtag ihres Ateliers in der ehemaligen Orgelbauwerkstatt.

Eine Stimme, die alle Anwesenden zutiefst berührte: Die ausgebildete Sopranistin Julia Appel (li.) begeisterte Johanna Quatfasel sowie deren Gäste und sorgte für Gänsehautfeeling. Fotos: privat

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Südlich der A24

Offenes Atelier bei Anja Witt

Wentorf – Die Malerin Anja Witt öffnet im Rahmen des KulturSommers am Kanal am 27. und 28. Juni jeweils von 11 bis 19 Uhr ihr Atelier, Stöckenhoop 16, 21465 Wentorf, für Besucher. Wer sich für abstrakte Malerei begeistern kann, leere Wände hat oder einfach nur mal gucken möchte, ist herzlich eingeladen. In entspannter Atmosphäre kann man sehen wo die Kunst entsteht und ins Gespräch kommen. Viele großformatige Leinwände, aber auch kleinere Arbeiten von Anja Witt stehen zum Stöbern und Entdecken bereit. Die abstrakten Arbeiten von Anja Witt erzählen auf besondere Weise vom Meer. Die Künstlerin und ehemalige Ozeanografin interessiert sich für Bewegungen und Prozesse in den Ozeanen. Auch Strandgut erzählt vom Kreislauf der Meere. Wer selber in die Malerei einsteigen möchte, kann sich über wöchentliche Malkurse oder Sonntags-Workshops informieren, die in kleinen Gruppen im Atelier in Wentorf stattfinden. Seit 25 Jahren ist Anja Witt mit ihren Arbeiten in diversen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten, kooperiert mit Galerien und ist Mitglied in der GEDOK und im Berufsverband der Bildenden Künstler (BBK). Die Künstlerin vermietet auch Kunst z.B für Unternehmen, Hotels, Praxen oder Kanzleien. Arbeiten befinden sich in privater und öffentlicher Sammlung, z.B im Kieler Landtag. Die Aktion der offenen Ateliers bzw. Sommerateliers 2026 wird vom BBK Schleswig Holstein organisiert, so öffnen an diesem Wochenende auch noch weitere Ateliers in Schleswig Holstein ihre Türen. Weitere Infos zur Künstlerin unter www.anjawitt.de

Foto: Anja Witt

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Aktuelles Nördlich der A24

19. November: Leben und Werk von Hilma af Klint

Im Vortrag zum Leben und Werk von Hilma af Klint wird Berliner Referentin Julia Voss am Dienstag, 19. November, ab 19 Uhr im Amtsrichterhaus Schwarzenbek (Körnerplatz 10) über das ungewöhnliche Leben der Künstlerin berichten. Dabei wird sie ihr Werk auch mit dem von Wassily Kandinsky vergleichen, der wenige Jahre nach af Klint mit dem abstrakten Malen anfing. Julia Voss ist die Kuratorin und Biographin von Hilma af Klint.

Die schwedische Künstlerin Hilma af Klint ist eine der wichtigsten Wiederentdeckungen der Malerei im 20. Jahrhundert. Sie war 44 Jahre alt, als sie mit der akademischen Malerei brach, in der sie ausgebildet worden war. Von 1906 begann sie abstrakt zu malen und schuf zahlreiche Serien, zum Teil in riesigen Formaten. Hilma af Klint starb 1944. Sie verfügte, dass ihre Bilder erst 20 Jahre nach ihrem Tod gezeigt werden dürfen. Als schließlich das Guggenheim Museum in New York 2018 der Malerin eine große Ausstellung widmete, brach diese alle Rekorde. Mit 600.000 Besuchern wurde es die erfolgreichste Schau in der Geschichte des Museums.

Bildunterschrift: Das Werk von Hilma af Klingt zeigt ein Selbstporträt. Foto: Antonia Axelsson Johnson