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Widors Zehnte im Ratzeburger Dom

Ratzeburg – Bevor der Ratzeburger Domorganist Christian Skobowsky in den letzten beiden Augustwochen die Eigenregie über die Sommerkonzerte im Dom übernimmt, hat er noch einmal einen der renommiertesten Kollegen eingeladen. Am Samstag, 15. August wird um 16.30 Uhr im Ratzeburger Dom der Lübecker Marienorganist Johannes Unger zu hören sein. Sein Programm beginnt er erwartungsgemäß mit einem Werk seines bekannten Vorgängers Dieterich Buxtehude, dem Praeludium D-Dur, um dann in den französischen Barock einzubiegen: Tierce en taille von Nicolas de Grigny. Von beiden Komponisten hat Johann Sebastian Bach viel gelernt. Bach kommt am 15. August zwar nicht direkt zum Zuge, jedoch sein Name. Denn es erklingen Passacaglia und Finale über B-A-C-H von Georg Schumann. Im sächsischen Königstein geboren und Berlin in vielerlei musikalischen und Verbandstätigkeiten erfolgreich wirksam ist als Komponist der Spät- oder Neuromantik zuzurechnen. Den krönenden Abschluss seines Konzerts hat Johannes Unger dem Pariser Orgelkünstler Charles-Marie Widor gewidmet. Er hat dank der fortgeschrittenen
Orgelbaukunst seines Landes die Form der Sinfonie für sein Instrument etabliert und davon zehn Exemplare geschaffen. Es erklingt seine letzte, die Zehnte, auch die „Romanische“ genannt, deren vier Sätze den romanischen Ratzeburger Dom mit abwechslungsreichen Klängen erfüllen wird. Karten zu 10, ermäßigt 5 Euro sind ab 16 Uhr an der Tageskasse erhältlich. Am Samstag, 22. August gibt es dann um 16.30 Uhr im Hohen Chor des Domes Kammermusik für Barockvioline, Flöte, Cello und Cembalo mit dem Ensemble sowie Christian Skobowsky an der Chororgel.

Foto: Horst Otto Müller

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Bach und Stravinsky – Hommage

Ratzeburg – Der britische, in Berlin lebende Orgelvirtuose Daniel Clark ist zum wiederholten Male im Ratzeburger Dom, Domhof 18, 23909 Ratzeburg, zu Gast. Er spielt am Samstag, 1. August um 16.30 Uhr ein epochenübergreifendes Konzert. Sein Programm beginnt mit zwei sehr unterschiedlichen Werken von Johann Sebastian Bach. Der festlichen Toccata und Fuge d-Moll, der sogenannten Dorischen Toccata, steht die intime Triosonate in gleicher Tonart gegenüber. Das Finale des Konzerts ist eine Hommage an Igor Stravinsky, komponiert von dem Beiruter Komponisten Naji Hakim, der in Paris lebt. Seine Komposition kann als jugendlicher Geniestreich bezeichnet werden, die nahtlos an die Farbigkeit und Lebendigkeit der Musik des Exilrussen Stravinsky anknüpft. Zwischen Bach und Hakim/Stravinsky vermittelt die romantische 3. Sonate in a-Moll von August Gottfried Ritter, der im 19. Jahrhundert u.a. Organist der Dome in Merseburg und Magdeburg war. Die Tageskasse öffnet um 16.30 Uhr (10, ermäßigt 5 Euro). Der Orgelsommer wird am 8. August um 16.30 Uhr fortgesetzt. Unter Nikolai Geršaks Fingern wird die Domorgel tanzen.

Foto: Archiv Dommusiken

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Musik aus Paris im Dom

Ratzeburg – Die Große Rieger-Orgel im Ratzeburger Dom, Domhof 18, 23909 Ratzeburg, steht im Mittelpunkt eines Konzerts mit Musik aus Paris. Stefan Viegelahn entlockt der König der Instrumente am Samstag, 25. Juli um 16.30 Uhr französisch-symphonische Klänge. Auf dem Programm steht die Fantasie A-Dur des Altmeisters der Epoche, César Franck, das Scherzos des Impressionisten Maurice Duruflé und die 3. Symphonie in fis-Moll von Louis Vierne, der wie kaum ein anderer die Orgel zum Orchester werden lässt. Jean-Pierre Leguays Préludes aus jüngeren Tagen zeigen noch einmal eine neue Seite der Klangmöglichkeiten der Domorgel. Der Künstler Stefan Viegelahn ist Professor für Orgelspiel an der Frankfurter Musikhochschule, deren kirchenmusikalische Abteilung der auch leitet. Die Tageskasse öffnet um 16 Uhr (10, ermäßigt 5 Euro). Der Orgelsommer wird am 1. August zur selben Zeit fortgesetzt, wenn Daniel Clark neben J. S. Bach und A. G. Ritter mit Naji Hakim einen weiteren Pariser Vertreter präsentiert und dessen geniales Jugendwerk „Hommage à Igor Stravinsky“ spielt.

Foto: Rebecca Hahn

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Europäische Chormusik im Dom

Ratzeburg – Die Meissner Kantorei 1961 hat sich im genannten Jahr gegründet, um vor allem zeitgenössische Musik zu singen. Die qualifizierten Chormitglieder treffen sich in jedem Sommer zu einer intensiven Vorbereitungswoche, um dann in verschiedenen Kirchen ein neu erarbeitetes Programm aufzuführen. In diesem Jahr hat sich der Chor für Norddeutschland entschieden und wird von Hamburg aus im Ratzeburger Dom am Samstag, 18. Juli um 16.30 Uhr gastieren. Am Domhof 18, 23909 Ratzeburg erklingt Musik aus dem europäischen Norden (Henry Purcell, Bengt Hambreus, Mindaugas Urbaitis, Knut Nystedt und Peteris Vasks), aus Österreich (Mozart und Bruckner) und aus verschiedenen dt. Epochen: Motetten von Johann Hermann Schein, Heinrich Schütz, Max Reger und Ernst Pepping sowie die Uraufführung des 13. Psalms von Rainer Lischka. Die Leitung des Chores liegt in den Händen von Georg Christoph Sandmann. Miroslawa Cieslak wird den Chor begleiten und die Große Domorgel zum Klingen bringen. Der Eintritt ist frei, eine Spende ist willkommen.

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Ratzeburger Dommusiken starten in den Sommer

Ratzeburg – An jedem Samstag im Juli und August 2026 öffnet der Ratzeburger Dom um 16.30 Uhr seine Türen für ein Konzert. Im Mittelpunkt steht einerseits die Große Domorgel, welche mit 60 Stimmen eines der klanggewaltigsten und vielseitigsten Instrumente Norddeutschlands ist, außerdem sind renommierte Chöre und Ensembles zu Gast.

Vielseitig gestaltet sich schon der Auftakt. Am 4. Juli ist der Potsdamer Organist Björn O. Wiede zu Gast mit einem sehr abwechslungsreichen Programm. Es führt von J. S. Bach über den großen Romantiker Franz Liszt ins 20. Jahrhundert. Der Solist ist in der Potsdamer Nicolaikirche, prominent neben dem Landtag im ehemaligen wiederaufgebauten Schloss gelegen, beheimatet. Die Tageskasse öffnet um 16 Uhr (10/erm. 5 Euro).

Am Mittwoch, 8. Juli findet um 18 Uhr ein Turmkonzert statt, das über die nördliche Wendeltreppe erreichbar ist. Es musiziert die Oboen Band Leipzig, die mit verschiedenen Oboeninstrumenten und Percussion Barockes von Bach, Händel, Lully, Purcell u.a. von oben in die Ratzeburger Luft bläst. Für dieses Konzert ist eine Anmeldung an domorganist.drz@nordkirche.de erforderlich. Der Eintritt wird direkt vor dem Konzert entrichtet (15/erm. 8 Euro).

Schließlich ist am Samstag, 11. Juli um 16:30 Uhr der Kammerchor St. Johannis Neubrandenburg unter der Leitung von Tobias Brommann im Dom, um in der für Chormusik wie geschaffenen Akustik des Raumes Klänge von Johann Sebastian Bach, Hugo Alfven und Felix Mendelssohn Bartholdy zu entfalten. Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.

Foto: Horst Otto Müller

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Thomaner im Ratzeburger Dom

Ratzeburg – Am Freitag, 26. Juni, singt der Thomanerchor Leipzig um 19 Uhr im Ratzeburger Dom. Dieser Chor ist einer der berühmtesten Chöre überhaupt. Das liegt zum einen an seinem außerordentlichen Klang, der seit knapp fünf Jahren von seinem Leiter Andreas Reize profiliert wird, und zum anderen an seiner über 800-jährigen ununterbrochenen Existenz, die weit vor der Wirksamkeit des bedeutensten Thomaskantors Johann Sebastian Bach einsetzte. Der Thomanerchor bringt in zuverlässiger Regelmäßigkeit Kantaten J. S. Bachs in Gottesdiensten und Motettenaufführungen der Leipziger Thomaskirche zum Klingen, in denen darüberhinaus Chorwerke aus vielen Epochen bis hin zu Uraufführungen zu hören sind. Aus diesem Repertoire ist auch das Programm zusammengestellt, das der Chor auf seiner diesjährigen Sommerreise u.a. im Greifswalder, Güstrower und Ratzeburger Dom singt. Der Thomanerchor wird begleiten vom Thomasorganisten Johannes Lang. Eintrittskarten für das Ratzeburger Konzert verkauft die Buchhandlung Weber in der Herrenstraße 10 in Ratzeburg.

Foto: Emanuel Scobel

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Klage und Jubel

Ratzeburg – Zwei so unterschiedliche Feiertage wie Karfreitag und Ostersonntag verlangen nach charakteristischer Musik. Die Ratzeburger Dommusiken laden deshalb am Karfreitag, 3. April um 15 Uhr zu einem Passionskonzert ein. Domorganist Christian Skobowsky stellt an der Großen Orgel zwei wichtige Werke Johann Sebastian Bachs, die Passacaglia c-Moll und die Variationsfolge „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ in den Raum. Gegenüber stehen Klänge für verschiedene Flöteninstrumente, die den Nuancen des Karfreitags Ausdruck verleihen. Felipe Egaña (Chile/Bremen) musiziert auf Großer Flöte, Piccolo-, Alt- und Traversflöte gregorianische und Vogelgesänge. Zusammen mit Christian Skobowsky spielt er Frank Martins Sonata da chiesa, das von Mathis dem Maler inspirierte musikalische Gemälde „Grablegung“ von Paul Hindemith und die zentrale Arie „Aus Liebe will mein Heiland sterben“ aus J. S. Bachs Matthäus-Passion. Eintrittskarten verkauft die Buchhandlung Weber in der Herrenstraße 10. Der Ostersonntag wird am 5. April in einem Kantatengottesdienst um 11 Uhr mit der Osterkantate „Erfreut euch, ihr Herzen“ von J. S. Bach begrüßt. Unter der Leitung von Christian Skobowsky musizieren der Ratzeburger Domchor zusammen mit Nanora Büttiker (Alt), Mirko Ludwig (Tenor) und Julian Redlin (Bass) sowie Trompete, Oboen, Streicher und Orgel des Barockorchester der Ratzeburger Dom-Music.

Foto: Leo Zwiebel

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Schuberts Winterreise im Ratzeburger Dom

Ich musst‘ auch heute wandern

Ratzeburg – Der Ratzeburger Domchor, vor allem in der Kirchenmusik zuhause, begibt sich auf einen für ihn neuen Weg: Am Samstag, 14. März führt er um 18 Uhr Schuberts „Winterreise“ im Ratzeburger Dom, Domhof 18, 23909 Ratzeburg, auf. Franz Schubert hat den wohl berühmtesten Liederzyklus für Solostimme und Klavier komponiert, der u.a. auch das Lied „Am Brunnen vor dem Tore“ beinhaltet. Die Winterreise ist ein Meisterwerk, formvollendet und im Grunde keiner Erweiterung bedürftig. Trotzdem hat der Leiter des Leipziger Gewandhauschores Gregor Meyer sich entschlossen, das Werk für eine Chormitwirkung zu arrangieren, die der Domchor singen wird. Er agiert dabei im Sinne der Rolle des antiken Theaterchores, der die Gefühlswelt der lyrischen Solostimme kommentiert, seine Figur dezent ausleuchtet und damit einem breiteren Publikum zugänglich macht. Auch den Chorsängerinnen und -sängern wird die einmalige Gelegenheit eröffnet, sich in ein sonst „unerreichbares“ Repertoire einzufühlen. Franz Schubert und der Dichter Wilhelm Müller berühren in ihrer Winterreise die ganz großen Themen: Vertreibung, Sehnsucht, Liebe, Flucht, Kälte, Kummer und Tränen, Träume, böses Erwachen, Hoffnung und Illusion, Erinnerungen, Enttäuschung, Müdigkeit, Unruhe, Ruhe. In der Solopartie ist Clemens Heidrich zu erleben, am Flügel begleitet von Susanne Kupfer (beide aus Dresden). Der Ratzeburger Domchor singt unter der Leitung von Christian Skobowsky. Der Kartenverkauf hat in der Buchhandlung Weber in der Herrenstraße begonnen.

Foto: Peter Hannemann

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J. S. Bach in aller Vielfalt

Ratzeburg – Im Paradies, der romanischen Vorhalle des Ratzeburger Domes, wird nicht nur gejazzt, wie es unlängst auf eindrucksvolle Weise zu erleben war. Am Samstag, 31. Januar, steht im nächsten Paradieskonzert um 16.30 Uhr Musik von Johann Sebastian Bach auf dem Programm, und zwar in so ziemlich allen Varianten, die von einem Trio ausführbar sind. Zu hören sind der Barockgeiger Christian Voss, als Konzertmeister aus den Aufführungen des Domchores bekannt, die Altistin Juliane Sandberger aus Lübeck und Domorganist Christian Skobowsky.

Es gibt Orgelmusik an der Paradiesorgel, Violinmusik solo (aus den Partiten und Sonaten) und begleitet (Sonate E-Dur für Violine und Clavier), Vokalmusik vom Choral, über ein Schemelli-Lied bis hin zu Auszügen nachweihnachtlicher Kantaten, in denen alle drei Musici zum Zuge kommen. Die Tageskasse öffnet um 16 Uhr, der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 7 Euro.

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Hugo Distlers Weihnachtsgeschichte

im Ratzeburger Dom

Ratzeburg – In diesem Jahr erklingt im Weihnachtskonzert des Ratzeburger Domes kein Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Stattdessen kommt am Samstag, 20. Dezember, um 17 Uhr „Die Weihnachtsgeschichte“ des Lübecker Komponisten Hugo Distler zur Aufführung. Das im Jahre 1933 entstandene und inzwischen eher selten zu hörende Werk verzichtet auf ein Orchester. Es gründet sich ausschließlich auf den Klang eines vier- bis achtstimmigen Chores und auf die Stimmen von vier Vorsängern. Den dabei auffälligsten Part hat der Tenor Christian Volkmann, der die Weihnachtsgeschichte deklamiert, ergänzt durch Malwine Nikolaus (Sopran: Engel, Elisabeth), Marlen Herzog (Alt: Maria), Florian Günther (Bass: Herodes, Simeon) und den Ratzeburger Domchor. Der Chor ist es auch, der mit dem Choral „Es ist ein Ros entsprungen“ in mehreren Variationen die Erzählung begleitet. Das Konzert wird eröffnet durch adventliche Chorwerke von u.a. von Michael Praetorius, Edvard Grieg, Max Reger und Alban Berg, die der Schweriner Domorganist Jan Ernst mit Orgelklängen aus drei Jahrhunderten reflektiert. Die Leitung hat der Ratzeburger Domkantor Christian Skobowsky. Der Kartenvorverkauf in der Buchhandlung Weber (Herrenstraße 10) hat begonnen, die Abendkasse öffnet um 16:15 Uhr. Foto: Chorarchiv